Die WM 2005 - ein Wintermärchen

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Kampf um die Nummer eins: Schlägt Johannes Rydzek zurück?

Der Oberstdorfer Johannes Rydzek und Frenzel sind das Maß der Dinge und sportliche Rivalen

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Johannes Rydzek genehmigte sich einen Schluck aus der Magnum Sektflasche, die zur Feier von Eric Frenzels Olympiasieg im Team der deutschen Kombinierer kreiste. In den Lob-Gesang „Es gibt nur einen Eric Frenzel“ stimmte er aber nicht ein. Verständlicherweise. Zwischen dem Oberstdorfer Rydzek und Frenzel geht es schließlich darum, wer Nummer eins in der Nordischen Kombination ist. Nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern weltweit. Der Sachse Frenzel ist dem Bayern Rydzek seit vergangener Woche wieder zwei Schritte – sprich Olympiasiege – voraus. Schlägt Rydzek nun beim zweiten Wettbewerb zurück?

DieTrainingsergebnisse lassen es erahnen. Frenzel und Rydzek sind zwei Alphatiere in einem Team. Frenzel gewann fünfmal in Serie den Gesamtweltcup, Rydzek krönte sich mit vier Titeln in Lahti zum Rekordweltmeister der Nordischen Kombination. Doch mit jedem Erfolg des anderen wuchs die sportliche Rivalität. Die Probleme der beiden im bisherigen Saisonverlauf schiebt Bundestrainer Hermann Weinbuch auch dem internen Konkurrenzkampf zu. Er betont aber immer wieder, dass es sich um rein sportliche Rivalität handelt. Bei teambildenden Maßnahmen wie zuletzt einem Hüttenabend in Oberstdorf sah man Frenzel und Rydzek gemeinsam nebeneinander die Schlitten nach oben ziehen und miteinander reden. Frenzel bestätigt: „Wir versuchen das gut zu händeln, auch außerhalb des Sports gemeinsam etwas zu machen und miteinander zu reden.“

Text: dpa