Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Baumaßnahme zur FIS Nordischen Ski WM 2021 in Oberstdorf.

Über welchen Zeitraum wird sich das Bauprojekt erstrecken?

Der Startschuss für die Planung fiel im Juli 2017. Baubeginn war im Oktober 2018. Der Hauptteil der Baumaßnamen findet von März bis November 2019 statt. Restarbeiten sind in 2020 vorgesehen. Im Frühjahr 2021 nach der WM werden die letzten Begrünungen/Bepflanzungen erfolgen.

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Was genau wird gebaut?

Die Baumaßnahmen betreffen sowohl die Skisprung-Anlagen als auch das Langlaufzentrum. Um die Sportanlagen wettkampftauglich zu halten und den laufenden Trainingsbetrieb auf Weltcupniveau durchführen zu können, werden beide Anlagen umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten unterzogen.

Den Projektverantwortlichen ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, dass ausschließlich Bauten errichtet werden, die für die Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs und damit zum Erhalt des Status eines Nordischen Leistungszentrums zwingend erforderlich sind. Zur WM oder sonstigen Großveranstaltungen werden die Sportstadien mit notwendigen temporären Bauten ergänzt.

a) Skisprung

  • Modernisierung der Skisprungschanzen: Stufenerweiterung der HS 137 Schanze, Überarbeitung Aufsprunghang und Auslauf
  • Erneuerung der Kleinschanzen
  • Modernisierung der Beschneiungsanlage: Pumpstation, Schneeerzeuger
  • Errichtung eines Athleten-Bereiches mit Wachs- und Lagerräumen, eines Aufenthaltsbereich für Sportler und von Sanitärräumen
  • Modernisierung des Schrägaufzuges „Sport“
  • Errichtung eines Windnetzes
  • Ertüchtigung des TV Compound
  • Betonsanierung und Beschichtung im Bereich der Tribünen

b) Langlauf

  • Erweiterung des bestehenden Funktionsgebäudes um eine Trainingskalthalle
  • Errichtung eines Funktionsgebäudes mit Wachs- und Lagerräumen, Trainerbüro, Videoanalyse, Athletenversorgung sowie mit Umkleide- und Sanitärräumen
  • Modernisierung der Beschneiungsanlage mit bis zu 30 Schneeerzeugern, neuer Pumpstation und Ergänzung der Zapfstellen
  • Errichtung eines neuen Schneiteiches mit 40.000 m3 Fassungsvermögen
  • Gliederung und Gestaltung der Freianlagen im Stadionbereich
  • Errichtung einer Maschinenhalle mit Tankstelle für Loipenpflegefahrzeuge, Sozialräumen und Lagerraum
  • Verlegung des bestehenden Materialstadels Richtung Norden
  • Errichtung eines Wellstahldurchlasses im Bereich des Egli-Hügels als Ersatz für die beiden Loipenbrücken im Langlaufstadion
  • Anpassungen an den Loipen: Verbreiterung des Burgstallanstieges, Trassierung im Bereich oberhalb Burgstall, Modellierung im Bereich Egli-Hügel
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Welche Kosten werden insgesamt anfallen und wer trägt sie?

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 39.306.503 Euro netto und teilen sich in 14.089.795 Euro für die Skisprunganlage und 25.216.708 Euro für das Langlaufzentrum auf.

Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland (bis zu 17,3 Mio. Euro), des Freistaates Bayern (bis zu 20 Mio. Euro), dem Landkreis Oberallgäu und der Marktgemeinde Oberstdorf (jeweils bis zu 4 Mio. Euro) sowie der Nordischen Skisport GmbH & Co. KG (bis zu 1,25 Mio. Euro). Die endgültigen Finanzierungsanteile stehen erst nach Eingang des Bewilligungsbescheides fest.

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Wie wird gewährleistet, dass die Kosten nicht weiter steigen?

Allen an dem Projekt Beteiligten ist es ein großes Anliegen, den angepeilten Kostenrahmen einzuhalten. In den Kostenberechnungen wurden die aktuellen Marktpreise im Bausektor berücksichtigt. Durch die Installation einer Projektsteuerung wird die Kostenentwicklung laufend überwacht und bei Bedarf die Planung oder Ausführung angepasst.

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Warum sind die Bauvorhaben in diesem Umfang nötig?

Die Bedürfnisse der Nutzer spielen hier eine wesentliche Rolle. Der Sport hat sich in den letzten 15 Jahren enorm weiterentwickelt und die Anlagen sind auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Des Weiteren werden bisher dauerhaft genutzte temporäre Bauten wie z.B. Wachscontainer in feste Bauten überführt. Zudem hat sich die Anzahl der Athleten, die am Stützpunkt Ski Nordisch in Oberstdorf trainieren, in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, denn der Deutsche Skiverband hat beschlossen, den nordischen Skisport am Standort Oberstdorf zu konzentrieren. Zur WM oder Großveranstaltungen werden die Sportstadien mit notwendigen temporären Bauten ergänzt.

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Inwiefern profitiert der Normalbürger ohne Sportaffinität von den Baumaßnahmen zur WM?

Die Sportanlagen sind ein wesentlicher Teil der Infrastruktur von Oberstdorf und fördern den Tourismus im Ort maßgeblich. Die Sportveranstaltungen unterstützen das Image, sorgen für zusätzliche Bekanntheit und tragen so wesentlich zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand von Oberstdorf und seinen Bürgern bei. Die Anlagen können von den Gästen wie Einheimischen besucht oder im Fall des Langlaufzentrums auch selbst genutzt werden. Durch die Baumaßnahmen vergrößert sich letztendlich das Angebot von Oberstdorf.

Regelmäßige sportliche Betätigung fördert die motorische, soziale, psychische und kognitive Entwicklung sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen und Senioren, was letztlich auch dem Gemeinwohl im Ort zugute kommt.

Weiterhin sind die Investitionen in die Sport-Infrastruktur nötig, um den Status Oberstdorfs als Leistungszentrum weiterhin zu sichern. Der Status als Leistungszentrum ist letztlich auch wesentliche Legitimation für öffentliche Infrastrukturen und Bauprojekte wie Gymnasium, Busbahnhof oder Westumgehung.

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Inwiefern werden die neuen Anlagen auch nach der WM genutzt?

Eine nachhaltige Nutzung der Anlagen hat für die Projektverantwortlichen oberste Priorität. Es werden ausschließlich Anlagen gebaut, die auch und vor allem nach der WM intensiv genutzt werden. Ausschließlich zur WM benötigte, bzw. nicht nachhaltig genutzte Infrastruktur wird mit temporären Bauten geschaffen, die nach der WM wieder abgebaut werden. Zudem erfolgt die gewährte Förderung insbesondere für den Trainingsstützpunkt in Oberstdorf. Das bedeutet, dass die Baumaßnahmen im Wesentlichen die Modernisierung der Wettkampfstätten vorsehen, die zur WM modernisiert werden, aber vor allem danach als Trainingsanlage und für nachfolgende Wettbewerbe (vom Nachwuchswettbewerb bis hin zum Weltcup) genutzt werden. Es findet eine ganzjährige Nutzung statt. Die Schanzenanlage kann besichtigt und die Langlaufanlage von jedermann genutzt werden.

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Welche Auswirkungen haben die Baumaßnahmen auf das Ortsbild und die Natur?

Naturschutz und Erhalt des Ortsbildes wurden bei der Bauplanung intensiv berücksichtigt und waren letztendlich maßgeblich für die Ergebnisse der Planungsphase und die letztendlich entstehenden Bauten. Der Marktgemeinderat hat zu Beginn des Projektes Leitlinien für die Gestaltung der Bauwerke erlassen, die in den Planungsprozess unmittelbar eingeflossen sind. Elemente dieser Leitlinien, die für den Erhalt des Landschaftsbildes sorgen, waren unter anderem die Verwendung regionaltypischen Materials, die Beachtung von Blickbeziehungen oder auch ein möglichst geringer Flächenbedarf. In einem landschaftspflegerischen Begleitplan ist festgelegt, wie die erforderlichen Eingriffe möglichst gering zu halten sind oder ein Ausgleich geschaffen wird. Durch eine eingesetzte Umweltbaubegleitung wird bereits während der Bauphase darauf geachtet, dass die Bauarbeiten umweltschonend erfolgen.

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Welche Beeinträchtigungen in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur sind während des Baus zu erwarten?

Aufgrund der Bautätigkeit stehen die beiden Anlagen während der Hauptbauphase in 2019 dem Trainingsbetrieb nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass die Sportler und Athleten ihr Sommertraining entsprechend anpassen und teilweise auf andere Wettkampfstätten zurückgreifen müssen.

Auf den Straßen und Wegen zu den beiden Sportarenen ist während der Bauphase mit Baustellenverkehr zu rechnen.

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Werden Ausgleichsmaßnahmen zur Kompensation der Eingriffe in die Natur ergriffen?

Es wurde ein Landschaftsarchitekt beauftragt, der einen landschaftspflegerischen Begleitplan erstellt hat. Darin werden die für die Baumaßnahme erforderlichen und umzusetzenden Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen beschrieben.

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Wer ist Bauherr bei den geplanten Vorhaben?

Der Markt Oberstdorf ist aktuell Vorhabensträger der geplanten Maßnahme. Eigentümerin der Sportanlagen ist die Nordische Skisport GmbH & Co. KG.

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An wen kann ich mich mit Fragen rund um die geplanten Baumaßnahmen wenden?

Die Sportstätten Oberstdorf sind für das Projekt seitens des Marktes Oberstdorf verantwortlich. Hier ist auch die Projektleitung angesiedelt.

Für Fragen aller Art rund um die Baumaßnahmen wenden Sie sich bitte an:

Sportstätten Oberstdorf
Herrn Florian Speigl
Oberstdorf Haus
Prinzregenten-Platz 1
D-87561 Oberstdorf
Tel.: +49 (0)8322 700 - 1401

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