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am 01.06.2021

10.000 Euro Spenden an Sternenhimmel Allgäu e.V. übergeben

Rund drei Monate nach der WM konnte die FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an den Verein „Sternenhimmel Allgäu“ übergeben.

Die Geiger Facility Management Dienstleistungsgruppe engagiert sich seit Jahren in verschiedenen sozialen und karitativen Projekten in der Region Allgäu/Schwaben und gründete daraufhin 2008 den Verein Sternenhimmel Allgäu, an den nun der Scheck durch die Nordische Ski WM übergeben werden konnte. Sternenhimmel Allgäu hat auch bereits zwei Begünstigte Institutionen ausgewählt, denen das Geld zu Gute kommt.

Jeweils 5.000,- Euro gehen dabei an die Nachwuchssportförderung ProSport Allgäu/Kleinwalsertal, die sich um die gezielte Förderung der Sportnachwuchses in der Region kümmern sowie an die Marktgemeinde Oberstdorf. Auch die Marktgemeinde wird das Geld für die Oberstdorfer Kinder und Jugend einsetzen.

Foto von links nach rechts:
Alexander Geiger (Geschäftsführender Gesellschafter Geiger Facility Management), Hans-Peter Rauch (Präsident ProSport Allgäu/Kleinwalsertal), Ulrich Geiger (Geschäftsführender Gesellschafter Geiger Facility Management), Moritz Beckers-Schwarz (Geschäftsführer FIS Nordische Ski WM Oberstdorf 2021), Klaus King (Erster Bürgermeister Marktgemeinde Oberstdorf)

am 07.03.2021 von Mirko Loleit

53. Nordische Ski-WM mit Böllerschüssen beendet

Nach zwölf Tagen endet ein Sportereignis der ganz besonderen Art

Sehr spezielle Nordische Skiweltmeisterschaften gingen heute in Oberstdorf mit Böllerschüssen zu Ende.Fast zwei Wochen mit Entscheidungen in 24 Wettbewerben, einmalig durch die Einschränkungen in Zeiten der Pandemie, einmalig aber auch dank hervorragender Leistungen der Sportler, Teams und Organisatoren, die gemeinsam diese besonderen Herausforderungen bewältigten.
Zu sehen waren großen Helden, Athletinnen und Athleten voller Leidenschaft, für die sich mancher Traum erfüllte, andere aber zerplatzten.
Lokalmatador Karl Geiger war so einer, der mit insgesamt vier Medaillen alle Erwartungen übertraf. Der Oberstdorfer übergab die FIS-Fahne an die deutschen Honoratioren, den DSV-Präsidenten Dr. Franz Steinle und den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann, bevor sie schließlich an den slowenischen Vertreter aus Planica,Tomaz Sustersic, als den nächsten WM-Ausrichter der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2023 weitergereicht wurde.
Nachdem die FIS-Fahne offiziell übergeben war, hieß es in Oberstdorf nach zwölf Tagen, Abschied zu nehmen von einem Sporterlebnis der ganz besonderen Art.

am 07.03.2021

Emil Iversen wird Sieger in der Königsdisziplin

Nach dramatischen Kampf um Gold: Klaebo wird disqualifiziert – Bolshunov wird die Silbermedaille zugesprochen

Ein unschönes Ende nahm der letzte Wettbewerb der Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf. Im Zielsprint waren sich Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) und Alexander Bolshunov (RSF) ins Gehege gekommen und in der Folge der Stock des Russen gebrochen. Klaebo kam als erster ins Ziel, Bolshunov musste aufgrund des Missgeschicks auch den zweiten Norweger Emil Iversen (NOR) vorbei lassen. Nach einem Protest des Russischen Skiverbandes wurde der Norweger disqualifiziert. Der anschließende Gegenprotest der Norweger fand kein Gehör. Die Goldmedaille ging daraufhin an Iversen, Bolshunov holte Silber und Bronze ging damit völlig unerwartet an Simen Hegstad Krueger.

Der 50-km-Langlauf der Männer gilt für Experten als Königsdisziplin dieser Sportart und bildet traditionell den Abchlusswettbewerb der Nordischen Weltmeisterschaften. In Oberstdorf setzte der Überraschungssieg von Emil Iversen über die längste Distanz den Schlussunkt hinter eine WM, die aufgrund Corona-Auflagen eine besondere Herausforderung war und sicher als einmalig in der Geschichte des Nordischen Skisports eingehen wird.
Achtmal ging es auf die 6,25 km lange Runde. Wie vorausgesagt, ging das Rennen erst bei Kilometer 40 so richtig los. Mehr als zwei Stunden waren die Ausdauersportler unterwegs auf der Strecke mit ihren bissigen Anstiegen. Am Ende zeigten vier Norweger und der Russe Bolshunov, wie erwartet, noch die meiste Kraft.
Am letzten Anstieg vor dem Egli-Hügel kam es dann zum erwarteten Showdown. Bolshunov forcierte das Tempo, hatte aber Johannes Hoesflot Klaebo dicht auf den Fersen. Auch Emil Iversen konnte mithalten. Am Ende jedoch passierte es Klaebo, Iversen und Bolshunov waren gemeinsam auf die Ziellinie abgebogen. Dabei stritten sich Klaebo und Bolshunov vor Iversen um die "bessere" Spur. Klaebo erwischte Bolshunov am Arm, der daraufhin der rechte Stock brach und damit chancenlos war im Rennen um die Goldmedaille.

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am 07.03.2021

„Organisieren gefällt mir!“

Als Rennsekretär im Langlauf ist Bernhard Linder eine gefragte Persönlichkeit

Bernhard Linder hat in der (Sport-)Welt schon viel gesehen. Ob bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang/Südkorea, den FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften in Falun/Schweden oder der FIS Ski-Weltcup in Ofterschwang – wann immer seine Unterstützung benötigt wird, ist der gebürtige Bad Wörishofer zu Stelle. Nachdem er über 40 Jahre für die Zeitmessung bei diversen Alpinveranstaltungen in Balderschwang verantwortlich war, kam er vor 17 Jahren erstmals mit dem Langlauf in Kontakt. Nach drei Weltcups und einer Junioren-WM war seine Liebe für die nordische Wintersportart endgültig entfacht. In Oberstdorf fungierte er als Rennsekretär. Bereits eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft fing der 74-Jährige mit den Vorbereitungen an. „Im Grunde genommen kümmere ich mich um alle administrativen Aufgaben rund um den Wettkampf“, erklärt Lindner. Er nimmt die Meldungen entgegen, ist bei den Besprechungen mit den Teamtrainern dabei und führt fleißig Protokoll. „Das Organisieren gefällt mir!“, so Linder. Während des Wettkampfs hat er nach eigenen Angaben „den besten Platz“ überhaupt – in unmittelbarer Nähe zur Jury. Aufgrund seines reichen Erfahrungsschatzes greifen weltweit Veranstalter gerne auf die Empfehlung der FIS zurück und engagieren den Wirtschaftsingenieur in Ruhestand. Sein Bestreben dabei ist, die nächste Generation in die Aufgabe des Langlauf-Rennsekretärs einzuweihen. Und so ist er im Jahr rund 50 Tage unterwegs. Auch wenn Linder in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert, so gehört er noch lange nicht zum „alten Eisen“. Der rüstige Senior plant von Saison zu Saison. Wenn es die Gesundheit zulässt, so möchte er auch im kommenden Jahr bei den Olympischen Winterspielen in Peking als Rennsekretär der Langlaufwettbewerbe dabei sein.

am 06.03.2021

Im harten Kampf um Gold siegt Deutschland

Spannende Zitterpartie um Medaillenränge im Teamspringen

Das war ein harter Kampf um die Goldmedaille im Teamspringen der Männer von der Großschanze. Am Ende einer spannenden, bis zum letzten Springer völlig offenen Zitterpartie siegten die Deutschen mit Pius Paschke, Severin Freund, Markus Eisenbichler und Karl Geiger dann aber doch relativ deutlich mit 1048.6 Punkten. Zweiter wurde Österreich mit 1035.5 Punkten (Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Daniel Huber, Stefan Kraft) vor Polen mit 1031.2 Punkten (Piotr Zyla, Andrzej Stekala, Kamil Stoch, Dawid Kubacki).

Es ging in jeder Gruppe hin und her, die Führung wechselte ständig zwischen Österreich, Japan, Polen und Deutschland. Alle hatten die Möglichkeit, den Titel zu holen. Die Schlussspringer hatten es in der Hand. Als erstes fielen die Japaner nach einem mäßigen Sprung von Ryoyu Kobayashi heraus aus dem Kampf um die Medaillen. Einzel-Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich legte im Kampf um Gold mit 133,0 Metern vor. Mit einem Supersprung auf 136,0 Meter setzte Karl Geiger sich klar vor die Österreicher. Die Polen mit Dawid Kubacki als Schlussspringer konnten dem nichts mehr entgegensetzen. Die Bronzemedaille konnten sie aber vor Japan noch retten.

Karl Geiger hat mit dieser Titelverteidigung seine vierte Medaille bei der Heim-WM geholt. Damit ist er der erfolgreichste Skispringer bei dieser Skiweltmeisterschaft.

am 06.03.2021

Erstmals Gold für Österreich im Team-Sprint der NoKo

Lamparter und Greiderer holen sich den Weltmeistertitel

Österreich ist in der Nordischen Kombination zurück auf der großen Bühne. Nachdem es jahrelang nicht recht nach vorn ging, ist offenbar mit der Goldmedaille von Johannes Lamparter im Einzel von der Großschanze der Knoten geplatzt. Team Austria (Lamparter/Greiderer) holte sich auch im Team-Sprint über 2× 7,5 km den Weltmeistertitel. Zweite wurde das Team aus Norwegen mit Doppelweltmeister Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen vor den Deutschen Eric Frenzel und Fabian Rießle.

Österreich konnte nach einer Tipp-Top-Sprungleistung, mit der sie ganz nach vorn gekommen waren, erwartungsfroh ins Rennen über 2 × 7,5 km gehen.

Dahinter lagen die Japaner Akito Watabe und der beste Springer der Saison, Ryota Yamamoto, der allerdings nicht sehr laufstark ist. Für die Norweger war es dann auch kein Problem, sich in der Loipe vom dritten Platz vorzuarbeiten. Den Österreichern die Goldmedaille abspenstig zu machen, dafür reichte es jedoch nicht.

Für die Deutschen war es nach dem Springen schon klar, dass sie ihren Titel nicht verteidigen konnten. Dafür war der Abstand zur Spitze nach dem Springen zu groß. Rießle und Frenzel kämpften verbissen um jede Sekunde und den Bronzeplatz. Auf seiner letzten Runde schnappte sich Rießle dann Yamamoto und Eric Frenzel spielte auf der Zielgeraden all seine Routine aus und konnte Watabe hinter sich lassen.

am 06.03.2021

Therese Johaug holt beim vierten Start das vierte Gold

Heidi Weng läuft im 30km-Klassik- Rennen auf Rang 2 - Frida Karlsson holt Bronze

Schon vor dem Ziel riss Therese Johaug jubelnd die Arme nach oben. Die Norwegerin hatte den 30-km-Klassik-Lauf mit einem Vorsprung von über zweieinhalb Minuten so überlegen beherrscht, dass sie alle Zeit der Welt hatte, sich feiern zu lassen. Die Ausnahmeathletin, die in einer eigenen Liga lief, verteidigte mit einer Zeit von 1:24:56,3 Std ihren Weltmeistertitel von Seefeld 2019. Ihre Landsfrau Heidi Weng holte sich mit 1:27:30.5 Std wie bei der WM 2017im finnischen Lahti die Silbermedaille und Bronze ging an Frida Karlsson aus Schweden, die nach 1:27:31,1 Std ganz knapp hinter Weng ins Ziel kam.

Therese Johaug hatte sich schon in der ersten von fünf Runden so deutlich abgesetzt, dass ihr die Konkurrenz im Kampf um Gold nicht mehr ins Gehege kommen konnte. Auf den Plätzen dahinter jedoch ging es eng zu. So eng, dass in der vierten Runde Heidi Weng, Frida Karlsson und Ebba Andersson übereinander stürzten und Theresa Stadlober (AUT) sich unbeschadet auf Platz 2 vorschob. Lang konnte die Österreicherin ihre Position jedoch nicht halten. In Runde 5 hatte sich das Sturz-Trio wieder herangearbeitet. Als Therese Johaug sich schon lang wieder erholt hatte von den 30 langen Kilometern, kamen Wenig und Karlsson mit mächtigen Stockschüben als Zweite und Dritte ins Ziel.

Lokalmatadorin Laura Gimmler rettete mit einem hervorragenden Rang 10 die deutsche Ehre. Katharina Hennig kam nach einem Sturz über einen 18. Platz nicht hinaus. Sofie Krehl auf Platz 22 und Pia Fink als 24. komplettierten das deutsche Ergebnis.

am 06.03.2021 von Miriam Frietsch

Vorläufer setzen auf Top-Material

Bevor die weltbesten Athleten auf der Loipe die Weltmeister küren, sorgen die Spurläufer für beste Bedingungen. Die Firma Kästle stattet alle Spurläufer mit den neuesten Langlaufski aus.

Bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe müssen alle in der Lage sein, die anspruchsvollen Anstiege und Abfahrten der WM-Loipen in klassischer und freier Technik zu bewältigen. Deshalb sind in diesem Bereich meistens Langläufer mit Wettkampferfahrung im Renn- und Volkslaufbereich eingesetzt, die immer noch im Training sind. Dafür wird natürlich auch Top-Material benötigt, das die Firma Kästle zur Verfügung stellt. Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft sind insgesamt 55 Spurläufer im Einsatz.

am 05.03.2021

Stefan Kraft mit alter Stärke

Goldmedaille auf der Großschanze für den Österreicher nach Verletzung und Covid-Infektion

Der alte Kämpfer Stefan Kraft ist wieder da: Der Doppelweltmeister von Lahti aus Österreich präsentierte sich nach Verletzung und Covid-Infektion rechtzeitig wieder in Bestform. In einem spannenden Wettkampf auf der Großschanze holte sich Kraft die Goldmedaille vor Robert Johansson (NOR) und Karl Geiger (GER), der im dritten Wettkampf seinen Medaillensatz in Oberstdorf komplett machte.

Im dichten Schneetreiben machten es die Männer auf der Großschanze ungeheuer spannend. Nach Durchgang 1 lag Stefan Kraft nach einem Sprung auf 132,0 Meter zwar mit über 5 Punkten in Front, aber auf den Plätzen dahinter ging es eng zu. Auf die Medaillen bewarben sich gleich sechs Aspiranten. Alles riskieren, lautete darum bei allen die Devise.
Pius Paschke gelang, auf Platz 7 liegend, kein zweiter guter Sprung. Anders Karl Geiger, der auf Platz 6 in Lauerstellung war, und wieder einmal Nervenstärke bewies. Mit 132,0 Metern sprang er die gleiche Weite wie im Durchgang 1. 267,4 reichten am Ende für Platz 3 vor Piotr Zyla (POL), der 264,4 Punkte sammelte. Yukia Sato (JPN) und Daniel Huber (AUT) überholte der Oberstdorfer ebenfalls. Einzig Robert Johansson vermochte seinen Platz 2 aus Durchgang 1 zu verteidigen Mit einem Sprung auf 135,5 Meter des Norwegers wurde es nochmal eng für den in Führung liegenden Österreicher. Aber seine verdient guten Noten nach einem perfekten Sprung hielten den Österreicher auf Siegkurs.

Der Weltmeister von Seefeld, Markus Eisenbichler, konnte seinen Titel nicht verteidigen. Aussichtslos auf Platz 15 liegend, riskierte der Siegsdorfer alles. Es trug ihn auch weit hinunter, aber im weichen Schnee im Auslauf stürzte der Deutsche.

am 05.03.2021

Wieder läuft die Staffel aus Norwegen zu Gold

Bolshunov (RSF)kann gegen Klaebo nicht gewinnen

Durch den Neuschnee war die Strecke herausfordernd, die Rundenzeiten bei dem 4×10-km-Rennen waren deutlich langsamer als an den letzten Tagen. Die Staffel aus Norwegen, bestehend aus Paal Goldberg, Emil Iversen, Hans Christer Holund und Johannes Hoesflot Klaebo kam mit den komplett anderen Bedingungen am besten zurecht und holte sich, wie gewohnt seit mehr als 20 Jahren, erneut die Goldmedaille vor der russischen Staffel. Für den Silbermedaillengewinner gingen Alexey Chervotkin, Ivan Yakimushkin, Artem Maltsev und Alexander Bolshunov in die Loipe. Auf den Bronzerang lief die Staffel aus Frankreich mit Hugo Apalus, Maurice Manificat, Clement Parisse und Jules Lapierre.

Geprägt war der Wettbewerb zunächst von Taktikspielchen, denn keiner mochte gern als Schneepflug die Führungsarbeit übernehmen. In den ersten Runden gab es ständige Wechsel an der Spitze, bevor die Norweger dann doch bis zur letzten Runde souverän vorn lagen. Nach dem dritten Wechsel ging es für Johannes Hösflot Klaebo (NOR) und Alexander Bolshunov (RSF) um Gold, mal der eine vorn, mal der andere. Im letzten Anstieg schaltete Klaebo noch einmal den Turbo ein und schüttelte den den Russen ab. Dahinter strahlten am Ende die Franzosen über ihre Bronzemedaille.

Die Deutschen konnten nicht eingreifen in den Kampf um die Medaillen. Während Jonas Dobler ein hervorragendes Rennen lieferte, konnte schon Janosch Brugger nicht mit den vorderen Plätzen mithalten. Enttäuscht waren dann auch die Skater Lucas Bögl und Friedrich Moch, die zuletzt auf Platz 7 liefen.

am 05.03.2021

Moderner E-Bus rollt ab sofort durch Oberstdorf

Jungfernfahrt führte zum Langlauf-Stadion im Ried

Es hat gerade noch geklappt: der erste emissionsfreie Bus fährt für den Regionalverband Allgäu (RVA) seit der Nordischen Ski-WM durch Oberstdorf. Die Jungfernfahrt des modernen Busses führte mit zahlreichen freiwilligen Helfern ins Langlaufstadion. Die letzten Tage der WM geht es nun per E-Bus modern und fast geräuschlos mit dem Logo der WM auf die Ortsrunde.

Über ein sicherheitstechnisch hocheffektives und umweltfreundliches Projekt, mit dem das Bundes-Umweltministerium den ÖPNV im touristisch geprägten Oberstdorf unterstützt, freut sich der RVA-Geschäftsführer Klaus von Petersdorff. Zwei Busse werden demnächst auf den Ortskurs geschickt, dabei täglich rund 250 Kilometer und 365 Tage im Jahr unterwegs sein. Die Fahrzeuge sind ausgestattet mit neuester Batterietechnologie, Sicherheitsassistenten, Klimaanlage mit Virenfilter sowie Rollstuhlrampe und Abstellflächen für Rollstühle und Kinderwagen.

Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King hieß das neue Fahrzeug willkommen, das auf seiner ersten Fahrt zahlreiche WM-Helfer hinaus ins Langlaufzentrum transportierte. „Die E-Mobilität ist die Zukunft Oberstdorfs“ versicherte King. Nicht nur die WM stehe unter dem Thema „Nachhaltigkeit". Auch die komplette Gemeinde Oberstdorf sei auf dem richtigen Weg, auch nach der WM. So habe die Kommune mit ihren Eigenbetrieben auf nachhaltigen Strom und nachhaltiges Gas umgestellt, um den CO²-Vebrauch zu verringern.
Der stellvertretende Landrat Roman Haug sprach von einem Dejavu-Erlebnis. „Es ist ja nicht der erste Elektrobus, den wir in Oberstdorf haben“, meinte er schmunzelnd in Erinnerung an das Projekt "Autofreies Oberstdorf" vor mehr als 25 Jahren. Vielleicht zeige es, wieviel Zeit man versäumt habe, moderne Antriebsformen weiter voranzubringen. Der Umstieg auf den E-Bus erfülle ihn mit neuer Hoffnung, dass in dieser Hinsicht mehr vorangehe auch mit neuen Technologien wie E-Mobilität und Wasserstoff.
Den neuen Bus schmückt das Logo der Nordischen Ski-WM. Für die Nordische Ski-WM-GmbH bestätigte Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz, dass man von Anfang das Projekt unterstützt habe, zumal die gesamte WM vom Thema Nachhaltigkeit geprägt sei.

am 05.03.2021

Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag, Thomas Müller!

Er holte Kombinationsgold bei zwei Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen

Thomas Müller feiert heute seinen 60. Geburtstag. Als aktiver Kombinierer stand der Oberstdorfer gleich dreimal auf dem höchsten Podest mit der Kombinationsmannschaft, die damals noch als 3 × 1o-km-Staffel antrat. 1985 war er Startläufer bei der WM in Seefeld in der Mannschaft mit Hubert Schwarz und dem heutigen deutschen Cheftrainer Hermann Weinbuch. Bei der WM 1987 in Oberstdorf wurde er nach Hermann Weinbuch und Hans-Peter Pohl als Schlussläufer von dem begeisterten Heimpublikum zum Sieg getragen. Die Krönung seiner Laufbahn erfolgte 1988 mit dem Olympiasieg in Calgary als Schlussläufer nach Hubert Schwarz und Hans-Peter Pohl.
Thomas Müller ist zwar in Aschaffenburg geboren, lebt aber seit seinem zweiten Lebensjahr in Oberstdorf. Von Kindheit an stand er auf den Brettern, gewann als Schüler Wettbewerbe im Skispringen und im Langlauf. Im Sommer erwies er sich auch als guter Leichtathlet.

Seine große Liebe gehörte aber der Nordischen Kombination. Er wurde bayerischer und deutscher Meister und 1981 Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Müller startete bei der Weltmeisterschaft 1982 in Oslo, wurde im Einzel Sechster und Zweiter mit der Staffel.1984 hatte er seinen ersten Olympiaeinsatz in Sarajewo. Da lag er nach dem Springen noch auf Platz drei und wurde dann Fünfter. Er gewann vier Weltcupkonkurrenzen und kam hinter dem heutigen Bundestrainer Herrmann Weinbuch 1985/86 in der Weltcup-Gesamtwertung auf Rang zwei.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn war er ein Jahr DSV-Stützpunkttrainer und ist seit 1992 hauptamtlicher Landestrainer für Skispringen und Nordische Kombination beim Bayerischen Skiverband im Stützpunkt Oberstdorf. Mit seiner Arbeit hat er dazu beigetragen, dass Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger inzwischen zur absoluten Weltspitze in der Nordischen Kombination zählen.

am 04.03.2021

"Kraftakt" auf der Großschanze

Der Österreicher in der Quali vor Forfang und Eisenbichler

Stefan Kraft ist zurück zu alter Stärke. Die Qualifikation zum Wettkampf der Skispringer auf der Großschanze hat der Österreicher für sich entschieden. Mit einer Weite von 127,0 Metern (143,5 Punkte) setze er sich vor den überraschend guten Johan André Forfang. Der Norweger (133,5 m/142,2 Punkte) sprang bei guten Windbedingungen überraschend in die Bresche für seinen Teamkollegen Halvor Egnar Granerud, der nach einem positiven Corona-Test fehlte.

Auch der Weltmeister von Seefeld, Markus Eisenbichler, empfahl sich als Dritter mit einer Weite von127,5 Metern und 140,8 Punkten als Favorit für den Wettkampf, der morgen um 17.00 Uhr startet. Der Sieger auf der Normalschanze, Piotr Zyla aus Polen, folgt mit einem Rückstand von nur 0,1 Punkten auf Rang 4 (127,0 m).

am 04.03.2021

Johannes Lamparter jubelt über Gold

Überraschender Sieg für den jungen Österreicher

Tu felix austria: Johannes Lamparter sorgte im 10-km-Rennen in der Nordischen Kombination für eine Riesenüberraschung. Der 19-jährige Österreicher holte sich die Goldmedaille vor dem großen Favoriten Jarl Magnus Riiber (NOR) und dem Japaner Akito Watabe.

Lamparter war mit einem Vorsprung von 20,2 Sekunden ins Rennen gegangen und baute das Zeitpolster entgegen der Erwartungen im Lauf des Rennens noch aus. Riiber hatte sich über weite Teile des Rennens dicht an Watabe gehängt und ließ den Japaner die Führungsarbeit leisten. Erst in der Schlussetappe zog der Norweger an Watabe vorbei und machte damit seine Silbermedaille sicher.

Die Deutschen hatten im Springen enttäuscht, doch im Rennen schafften es immerhin Titelverteidiger Eric Frenzel und Fabian Rießle noch auf die Plätze 4 und 5. Vinzenz Geiger auf Platz 15 und Johannes Rydzek auf 17. konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen. Manuel Faißt erreichte Platz 19.

am 04.03.2021

Staffel-Gold für Norwegen

Silber für die Staffel aus der russischen Republik - Bronze geht an Finnland

Mit einem großen Vorsprung von 26, 8 Sekunden holte sich Norwegen auch in der 4×5 km-Staffel der Frauen die Goldmedaille. Für Therese Johaug ging es dabei nach dem Skiathlon und dem 10-km-Freistil-Rennen schon um den dritten WM-Titel. Gemeinsam mit Heidi Weng, Tiril Udnes Weng und Helene Marie Fossesholm ließ sich die Seriensiegerin feiern.

Auf den zweiten Platz kamen Yana Kirpichenko, Yulia StupaK, Tatiana Sorina und Natalia Nepryaeva (RSF). 46,2 Sekunden dahinter lief die Staffel aus Finnland ins Ziel. Schlussläuferin Krista Parmakowski hatte sich in der letzten Runde noch von ihrer Verfolgerin Jessica Diggins (USA) absetzen können und die US-Amerikanerinnen so um die erste mögliche Staffel-Medaille bei Weltmeisterschaften gebracht. Parmakowskis Staffel-Partnerinnen waren
Jasmi Joenssuu, Johanna Mantintalo, Riitta-Liisa Roponen.

Ein tolles Rennen machten auch die deutschen Frauen. Laura Gimmler übergab noch auf Platz 7 liegend an die ganz strake Katharina Hennig, die sich auf Rang 3 vorarbeiten konnte. Auch Pia Fink hielt diese Position. Erst Victoria Carl konnte das Tempo der Konkurrenz aus den USA und Finnland nicht mehr mithalten. Am Ende blieb der 5. Rang. Geschlagen geben mussten sich die Schwedinnen als Titelverteidgerinnen, die ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden konnten. Sie landeten letztendlich auf dem 7. Platz.

am 03.03.2021

Maren Lundby wird erste Weltmeisterin auf der Großschanze

Sara Takanashi und Nika Kriznar springen bei Premiere Silber und Bronze

Der erste ganz große Wettkampf der Frauen auf der Großschanze ist vorüber. Premierensiegerin wurde Maren Lundby (NOR), die mit zwei technisch hervorragenden Sprüngen von 128,0 m und 130,5 m (296,6 Punkte) glänzte. Silber ging an Sara Takanahsi mit 126,0 m und 134,0 m (287,9 Punkte). Die Japanerin hatte wieder einmal das Nachsehen, denn sie verbucht zwar schon 60 Weltcupsiege, eine Goldmedaille bei Weltmeisterschaften war aber bisher nicht drin. Auf dem dritten Platz landete die Weltcup-Führende Nika Kriznar aus Slowenien. Sie kam auf Weiten von 126,0m und 129,0 m und erreichte 287,1 Punkte.

Die deutschen Springerinnen kamen auf Plätze in der zweiten Reihe. Vor allem Lokalmatadorin Katharina Althaus dürfte nach ihren vielversprechenden 4. Platz in der Qualifikation mit ihrem Rang 10 nicht zufrieden gewesen sein.

am 03.03.2021

15-km-Freistil: Erster norwegischer Dreifacherfolg seit 1966

Erneut sind die Norweger nicht zu bremsen

Erneut gab es im Langlauf einen Dreifacherfolg für die Norweger bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Diese haushohe Überlegenheit hatten die Skandinavier in einem 15-km-Rennen allerdings das letzte Mal 1966 gezeigt.

Mit einer Zeit von 33:48.7 hatte der Bronzemedaillengewinner des Skiathlon, Hans-Christer Holund, die Zeit des Teamkollegen Simen Hegstad Krüger mit 20,2 Sekunden Vorsprung nahezu pulverisiert (34:08.9). Dritter wurde der erst 22-jährige Harald Oestberg Amundsen mit 34:24.3. Allerdings hatte der 22-jährige Bronzemedaillengewinner in der Schlussrunde durch einen Sturz viel Zeit verloren und sich dadurch um einen noch besseren Platz gebracht.

Der Weltcupführende und großer Favorit, der Russe Alexander Bolshunov, musste sich als Vierter geschlagen geben. Die deutschen Langläufer spielten bei der Medaillenvergabe erwartungsgemäß keine Rolle.

am 02.03.2021

Therese Johaug ist auch über 10 Kilometer nicht zu schlagen

An der Norwegerin kommt auf dem Weg zu Gold keine vorbei

Therese Johaug ist auf der Distanz unschlagbar. Auch im Freistil-Rennen über zehn Kilometer siegte die Titelverteidigerin aus Norwegen. In Oberstdorf holte sie in einer warmen "Hitzeschlacht" mit einem großen Vorsprung nach dem Skiathlon ihr zweites Gold. Frida Karlsson aus Schweden lag mit ihrem zweiten Platz zwei knapp eine Minute dahinter. Ihre Landsfrau Ebba Andersson kam mit knapp 70 Sekunden Rückstand ins Ziel. Auch für sie ist es nach Bronze im Skiathlon die zweite Medaille.

Die Langläuferinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) konnten in dem großen Feld von 88 Starterinnen nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Victoria Carl lief mit einem Rückstand von 1:54,5 Minuten auf Platz 14 und damit immerhin zum besten deutschen Ergebnis bei der Heim-WM.
Pia Fink (+2:19,0 Minuten) landete auf Platz 20, Lisa Lohmann und Antonia Fräbel kamen nicht unter die besten 30 Läuferinnen.

am 28.02.2021

Mit diesem Gold hat niemand gerechnet

Mixed- Team Deutschland holt im Skispringen zum vierten Mal bei einer WM den ersten Platz

Das war eine Goldmedaille, mit der niemand hatte rechnen können. Das deutsche Mixed-Team holte im Skispringen auf der Normalschanze trotz aller Schwierigkeiten im Vorfeld den ersten Platz. Silber ging an Norwegen und die Bronzemedaille holte das Team aus Österreich.

Beeinträchtigungen durch Verletzungen, Selbstzweifel und zum Schluss ein Auf und Ab bei den Platzierungen… alles vergessen. Auch bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf gilt: Wann immer Frauen und Männer auf der Schanze im Team starten, gewinnt Deutschland.

Das deutsche Skisprung-Quartett mit Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Anna Rupprecht und Karl Geiger holt zum vierten Mal Gold im Mixed-Team und zeigte sich nervenstark. Keiner ließ aus und vor allem die Leistung von Anna Rupprecht überraschte. 1000,8 Punkte brachte das DSV-Team zusammen und damit 5,2 mehr als die Silbermedaillengewinner aus Norwegenmit Silje Opseth, Robert Johansson, Maren Lundby und Halvor Egner Granerud, die auf 995,6 Zähler kamen. Bronze ging an das österreichische Team aus Marita Kramer, Michael Hayböck, Daniela Iraschko-Stolz und Stefan Kraft mit 986,5 Punkten.

am 28.02.2021

Norwegen läuft allen anderen Teams davon

Silber für Deutschland und Bronze für Österreich in der NoKo

Wieder waren es die Norweger, die wie schon in Seefeld allen davonliefen: Im Teamwettbewerb in der Nordischen Kombination holten sich die alles überragenden Jarl Magnus Riiber, Jürgen Graabak, Jens Luraas Oftebro und Espen Björnstad erneut Gold. Die Silbermedaille erkämpfte sich die deutsche Mannschaft. Die Österreicher, die nach dem Springen noch geführt hatten, kamen am Ende auf den 3. Platz.
Es war ein Rennen, das von Anfang auf einen Sieg der Norweger zulief. Unerwartet und einheitlich stark präsentierten sich die Skandinavier und hatten schnell ihren Rückstand von 0.35 min auf Österreich aufgeholt. Die Deutschen, die sich ebenso als Anwärter auf die Goldmedaille bewarben, hatten Terence Weber als ersten auf die Strecke geschickt. Der 24-Jährige, der für Johannes Rydzek in die Mannschaft gekommen war, konnte aber auf der anspruchsvollen Strecke nicht lange mithalten und musste in der zweiten Runde abreißen lassen. Mächtig ins Zeug legte sich anschließend Fabian Riessle, der den Konkurrenten aus Japan einholen konnte, aber an Lukas Klapfer aus Österreich nicht vorbeikam. In der dritten Paarung lastete die Verantwortung dann auf Eric Frenzel. Der Sachse zog an Mario Seidl vorbei. Vinzenz Geiger zeigte sich zwar nicht so laufstark wie gewohnt, konnte aber Lukas Greiderer, der aus einer Verletzung kommt, in Schach halten.

am 28.02.2021

Cleverer Sprint-König Klaebo

Der Norweger holt sich mit Erik Valnes den zweiten WM-Titel

Der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo bleibt der absolute Sprintkönig. Im Teamsprint holte er mit Erik Valnes seine zweite Medaille bei der WM in Oberstdorf. Der 24-Jährige hatte sich das Rennen clever eingeteilt und am letzten Anstieg mit bewunderswerter Leichtigkeit seine Verfolger aus Russland und Finnland abgeschüttelt. Klaebo lief mit deutlichem Vorsprung ins Ziel. Der ebenfalls hoch eingeschätzte Alexander Bolshunov konnte nicht mehr folgen und musste am Ende sogar noch Joni Maki vom Team Finnland den Silberrang überlassen.
Die Deutschen Sebastian Eisenlauer und Janosch Brugger erreichten das Finale nicht, nachdem Brugger bei einem Gehakel mit einem österreichischen Läufer seinen rechten Ski verlor und das Rennen beenden musste.

am 28.02.2021

Teamsprint-Titel bei den Frauen geht an Schweden

Jonna Sundling holt mit Maja Dahlquist erneut Gold

Jonna Sundling ist Doppelweltmeisterin im Sprint. Nach ihrer Goldmedaille im Einzel holte sie auch im Teamwettbewerb mit Maja Dahlquist den Titel. Um die weiteren Medaillen entwickelte sich auf den letzten Metern ein spannender Kampf. Nach einer ganz starken Vorstellung von Nadine Fähndrich im letzten Anstieg holte sich das Team aus der Schweiz Silber vor Eva Urevc und Anamarija Lampic aus Slowenien. Sofie Krehl und Viktoria Carl vom Team Deutschland kamen zwar wunschgemäß ins Finale, dort blieb dem Duo aber nur der 9. Platz.

am 27.02.2021

Piotr Zyla ist neuer Weltmeister auf der Normalschanze

Karl Geiger holt im ersten Wettbewerb eine Silber-Medaille für Deutschland

Der Weltmeistertitel im Springen von der Normalschanze geht erneut nach Polen: Piotr Zyla gewann zum ersten Mal in seiner langen Karriere die Goldmedaille in einem Einzel. Große Erleichterung gab es bei den deutschen Skispringern, denn auf Karl Geiger war Verlass. Der Oberstdorfer holte auf seiner Heimschanze mit einem überragenden zweiten Durchgang Silber und nahm damit schon im ersten Wettbewerb der WM den Druck aus dem Kessel. Dritter wurde der Slowene Anze Lanisek. Der große Favorit Halvar Egner Granerud (NOR) zeigte zwar einen überragenden zweiten Sprung, der ihn noch weit nach vorn trug. Am Ende musste er sich aber mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben.

Mit Sprüngen auf 105,0 und 102,5 Meter sicherte sich Piotr Zyla den Weltmeistertitel auf der Normalschanze. Der 34-jährige Pole kam auf insgesamt 268,8 Punkte und setzte sich damit gegen Lokalmatador Karl Geiger durch, dem mit 103,5 und 102,0 Meter (265,2 Punkte) nur 3,6 Punkte zu Gold fehlten. Die Bronzemedaille sicherte sich der Slowene Anze Lanisek mit Sprüngen auf 102,5 und 101 Meter (261,5 Punkte).

Die anderen drei Deutschen kamen nicht unter die Top Ten. Besonders Markus Eisenbichler war enttäuscht, weil er im zweiten Durchgang alles auf eine Karte gesetzt hatte und alles verlor. Am Ende reichte es bloß für Rang 17. Auch die Österreicher, die sich in den Trainings noch bärenstark präsentiert hatten, konnten im Wettkampf an diese hervorragenden Leistungen nicht anknüpfen.

am 27.02.2021

Historischer Dreifacherfolg für Norwegerinnen

Zum ersten Mal gab es in der Nordischen Kombination einen Weltmeistertitel für Frauen

Ein historischer Tag für die Wintersportlerinnen. Die letzte Bastion der Männer ist mit einem Dreifacherfolg der Norwegerinnen in der Nordischen Kombination gefallen. Als erste Weltmeisterin wird Gyda Westvold Hansen in die Geschichte eingehen.

Zwei Schwestern kamen auf die Plätze 2 und 3. Für Marte Leinan Lund bedeutete die Bronzemedaille sogar eine kleine Enttäuschung. Die Silbermedaille war bereits greifbar. Doch im Zielhang strauchelte sie und musste so ihrer zwei Jahre älteren Schwester Mari Leinan Lund, die nach dem Springen von der Normalschanze als Erste ins Rennen gegangen war, den Vortritt lassen. Zweimal mussten die Frauen auf dem 5-km-Kurs den anspruchsvollen Burgstall hinauf. Eine echte Herausforderung für die 29 Athletinnen.

Die Deutsche Cindy Haasch, mit ihren 16 Jahren eine der drei jüngsten im Feld, machte ihre Sache sehr gut und schrammte nur knapp an einem Top-Ten-Ergebnis vorbei. Svenja Würth, in der Loipe erfahrungsgemäß nicht so stark, kam nach ihrem dritten Rang im Springen letztlich auf Rang 17, gefolgt von Jenny Nowak auf Rang 18 und Maria Gerboth auf Rang 19.

am 27.02.2021

Bolshunov holt sich erstmals WM-Gold

Hinter dem Russen laufen die Norweger auf die Plätze 2 bis 5

Alexander Bolshunov riss nach acht qualvollen Runden auf der anspruchsvollen WM-Strecke in Oberstdorf jubelnd die Arme hoch. Der Russe siegte im 30-km-Skiahtlon-Rennen vor dem starken Quintett aus Norwegen und ist zum ersten Mal in seiner Karriere Weltmeister. Für die Russen, die bei der WM allerdings unter neutraler Flagge laufen müssen war es der erste Weltmeistertitel seit 2017.

Es war ein Start-Ziel-Sieg, denn Bolshunov hatte stets den Ton angegeben, auch wenn er immer den Atem der skandinavischen Verfolger im Nacken spürte. Ganz kurz liegt sogar Hans Christer Holund an der Spitze.
Seine Verfolger abschütteln konnte Bolshunov dann im allerletzten Anstieg, in dem er mächtig Gas gab. Das Tempo konnten Holund und Simen Hegstad Krueger nach mehr als einer Stunde auf der anspruchsvollen Strecke nicht mehr mithalten. Mit einer Zeit von 1:11:33.90 schnappte sich der Russe, der im Vorjahr schon in Oberstdorf gesiegt hatte, Gold. Silber ging an Simen Hegstad Krueger mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden, gefolgt von Hans Trister Holund (1,7 Sekunden) der sich die Bronzemedaille holte.

Auch die drei weiteren norwegischen Starter zeigten eine ganz starke Leistung. Johannes Hoesflot Klaebo, Emil Iversen, und der Weltmeister von Seefeld, Sjur Roethe, landeten auf den Plätzen 4 bis 6.

Die deutschen Langläufer dagegen konnten auf der Distanz nichts ausrichten. Lucas Bögl kam als 29. ins Ziel, 36. wurde Jonas Dobler und Friedrich Moch blieb Rang 38.

am 27.02.2021

Familienzusammenführung durch die WM

Neffe und Onkel treffen sich im Langlauf-Stadion als Volunteers

Ein begeisterter Wintersportfan ist Herbert Schott. Der 60-Jährige kommt aus Walddorfhäslach bei Reutlingen und für ihn war klar, dass er als Fan bei den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften im Allgäu dabei sein würde. Als Schott erfahren hatte, dass Volunteers gesucht werden, hat er sich sofort dazu entschlossen, bei dieser Veranstaltung nicht nur hinter der Bande zu stehen und anzufeuern, sondern ganz nahe dran zu sein: „Ich wollte mit anpacken und meinen Teil dazu beitragen, dass die WM zu einem Erfolg wird“, so Schott. Gesagt getan, er wurde Volunteer und ist nun im Langlaufstadion im Einsatz.
Dass der Sport immer wieder schöne Geschichten schreibt, zeigte sich auch bei Herbert Schott. Als der begeisterte Triathlet, Wintersportler und großer Fan des Skispringens kürzlich zum Pendelbus am Renksteig lief, traf er dort völlig unerwartet seinen Onkel – der heißt auch Herbert Schott. „Die Freude war groß, denn wir haben uns über zehn Jahre nicht mehr gesehen,“ so der „junge Schott“ (rechts im Bild). Herbert Senior wohnt in Tiefenbach und ist Mitglied des SC Oberstdorf. Seit vielen Jahren ist er bei Sportveranstaltungen in Oberstdorf als Volunteer im Einsatz. Bei der WM ist er im Bereich „Transport Pendelbus" eingesetzt. Übrigens: Herbert Schott wird am Schlusstag der WM 83 Jahre alt…

am 27.02.2021 von Mirko Loleit

Therese Johaug bleibt Königin auf der Distanz

Goldmedaille im 15-km-Skiathlon trotz Sturz in der ersten Runde

Ein starkes, einsames Rennen lief die haushohe Favoritin im Skiathlon der Frauen über 15 km, Therese Johaug. Die 32-Jährige Norwegerin konnte trotz eines Sturzes in der ersten Runde ihren Vorsprung auf die nachfolgenden Athletinnen ausbauen und kam mit einer Zeit von 38:35.5 ins Ziel.

Silber und Bronze gingen an Schweden: Auf Platz 2 landete mit einem Rückstand von 30,0 Sekunden Frida Karlsson und Platz 3 ging an Ebba Andersson mit einem Rückstand von 30,2 Sekunden.

Für die beste Langläuferin des DSV, Katharina Hennig vom WSV Erzgebirge Oberwiesenthal, waren schon auf den ersten 7,5 Kilometern alle Hoffnungen auf einen vorderen Rang geplatzt. Am Ende blieb ihr, die bereits zwei Weltcup-Podien in dieser Saison erreicht hatte, nur der enttäuschende 29. Platz. Bundestrainer Peter Schlickenrieder weiß, dass sie es sehr viel besser kann. „Da haben wir uns heute beim Wachs in der Klassik vergriffen“, so seine nüchterne Analyse.
Beste Deutsche im ersten Distanzrennen der Weltmeisterschaften war Pia Fink (SV Bremelau). Sie kam auf Platz 19.

am 26.02.2021

Österreicherinnen gewinnen hauchdünn im Teamspringen

Für die deutschen Skispringerinnen reichte es nur für Rang 5

Das war knapp: In einem spannenden Finale sicherte sich Österreich den Weltmeistertitel mit 959,3 Punkten vor Slowenien. Der Vorsprung betrug nur 1,4 Punkte. Die Bronzemedaille holte sich das Quartett aus Norwegen mit 942,1 Punkten.

Die österreichischen Springerinnen Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag, Chiara Hölzl und Marita Kramer hatten letztlich das Glück der Tüchtigen. Mit der Goldmedaille erlebte auch Kramer nach ihrem 4. Platz im Einzel ein versöhnliches Ergebnis.

Für die Zweitplatzierten traten Nika Kriznar, Spela Rogelj, Ursa Bogataj und Einzel-Weltmeisterin Ema Klinec an. Die Bronzemedaille ging wie bereits bei der WM in Seefeld 2019 an das Team Norwegen mit Silje Opseth, Anna Odine Stroem, Thea Minyan Bjoerseth und Maren Lundby.

Die DSV-Athletinnen gingen bei der Heim-WM auch im Teamwettbewerb leer aus. Katharina Althaus, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und Luisa Görlich belegten in der Oberstdorfer WM-Arena nur den fünften Platz.

am 26.02.2021

Jarl Magnus Riiber wird erneut Weltmeister von der Normalschanze

Auch in Oberstdorf holt der Norweger die Goldmedaille

Jarl Magnus Riiber hat seinen Weltmeistertitel von vor zwei Jahren bestätigt. Der Norweger, der auch den Weltcup-Gesamtsieg in diesem Jahr bereits in der Tasche hat, holte in einem spannenden Endspurt die Goldmedaille. Ilkka Herola (FIN) hatte zuvor in einer unglaublichen Aufholjagd über eine Minute wettgemacht und sicherte sich Silber vor Jens Luraas Oftebro (NOR).

Unglücklicher Vierter wurde Eric Frenzel. Er war mit großen Ambitionen ins Rennen gegangen und gemeinsam mit Fabian Rießle schon nach 1,6 Kilometern dran an der Führungsgruppe. Beide konnten jedoch im letzten Anstieg das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Rießle kam auf Rang 6.

Junioren-Weltmeister Johannes Lamparter hatte nach dem Springen angekündigt, die Führenden über die 10 Kilometer gehörig zu ärgern. Leider ging die Rechnung nicht auf. Am Ende blieb dem Österreicher nur der siebte Rang.

Seinem irren Anfangstempo musste aber vor allem Vinzenz Geiger Tribut zollen. Nach knapp der Hälfte der Strecke hatte sich der Oberstdorfer, der mit einem Rückstand von 1:09 Minuten ins Rennen gestartet war, bis auf 16 Sekunden an die Spitze herangearbeitet. Danach jedoch kam der Einbruch und dem Weltcup-Zweiten blieb nur der Platz 14. Dem zweiten Lokalmatador Johannes Rydzek erging es ähnlich. Er fiel über die zehn Kilometer auf Platz 28 zurück.

am 26.02.2021

Modisch funktionell

Die sommerliche Wintersportbekleidung

Bei Wintersport denkt man eigentlich an Schnee, eisige Temperaturen und ungemütlichen Wind. Doch angesichts der frühlingshaften Temperaturen kommen die Teilnehmer der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften auch abseits der Schanze und Langlaufstrecke ordentlich ins Schwitzen.

Allzu verständlich, dass sie sich der engen Schuhe und Anzüge möglichst zeitnah nach dem Wettkampf entledigen wollen. So auch nach dem Skispringen der Nordischen Kombinierer.

Bei herrlichem Sonnenschein, 13 Grad und einem lauen Lüftchen stand beispielsweise der Finne Ilkka Herola in bequemen Badelatschen den wartenden Journalisten bereitwillig Rede und Antwort. Sein „Leidensgenosse“ Jens Luraas Oftebro aus Norwegen trug - von den Fernsehkameras unentdeckt – eine kurze Hose. Bleibt abzuwarten, was die Sportlerinnen und Sportler angesichts der weiterhin sonnigen Aussichten in den nächsten Tagen tragen - oder eben auch nicht.

am 26.02.2021

Jarl Magnus Riiber in ungewohnter Position

Der haushohe Favorit kam im Springen auf der Normalschanze nur auf Platz 3

Das wird nicht der Selbstläufer vergangener Rennen für den erfolgsverwöhnten Jarl Magnus Riiber (NOR) wenn es heute Nachmittag im ersten Wettkampf der Nordischen Kombination auf die lange 10-km-Strecke im Ried geht. Beim Springen von der Normalschanze war der Weltcup-Führende einmal nicht ganz vorn.

Den besten Sprung lieferte Ryota Yamamoto (JPN). Damit startet der 24-jährige aus Nagano 20 Sekunden vor seinem Landsmann Akito Watabe. Riiber geht 22 Sekunden später ins Rennen. Stark positioniert hat sich auch Johannes Lamparter. Der junge Österreicher hat als starker Läufer mit seinen 23 Sekunden Rückstand alle Chancen, ganz schnell nach ganz vorn aufzuschließen.

Zufrieden wechselt auch das deutsche Quartett das Stadion. Eric Frenzel geht von der Position 8 mit einem Rückstand von 40 Sekunden auf Yamamoto ins Rennen und wird sich mit Fabian Rießle (- 41 sec) gemeinsam nach vorn arbeiten. Im Doppelpack starten auch Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger. Die beiden Oberstdorfer gehen gemeinsam mit einem Rückstand von 1:09 Minuten ins 10-km-Rennen.

am 26.02.2021

Der älteste Kombinierer zählt 150 Weltcup-Einsätze

Japaner Hideaki Nagai punktet mit viel Erfahrung

Der Älteste im Wettkampf der Nordischen Kombinierer ist der Japaner Hideaki Nagai. Obwohl der 37- Jährige damit bei weitem nicht an seinen Landsmann, den Skispringer Noriaki Kasai heranreicht, hat er inzwischen eine lange Wettkampf-Erfahrung. Nicht weniger als 150 Mal ist er im Weltcup dabei. Bei Olympischen Winterspielen kommt er auf 6 Starts und elf Mal ging er bei Weltmeisterschaften ins Rennen. Im ersten Wettkampf der Nordischen Kombinerer geht der Japaner als 19., mit einem Rückstand von 1:15 Minuten ins 10-km-Rennen.

am 25.02.2021

Überraschend Gold für Ema Klinec

Katharina Althaus mit Rang 10 beste deutsche Skispringerin

Ema Klinec konnte es gar nicht fassen: Völlig überraschend holte sich die Slowenin beim Wettkampf auf der Normalschanze die Goldmedaille. Sie starrte immer wieder ungläubig auf die Anzeigetafel, als hinter ihrem Namen die Eins (105,0 m und 100,5 m mit 279,6 Punkten) aufleuchtete. Und dann rollten die Freudentränen.

Zum Weinen zumute war auch Marita Kramer aus Österreich. Die zierliche Österreicherin, die nach dem ersten Durchgang mit einem Satz auf 109 Meter und dem neuen Schanzenrekord souverän in Führung gelegen hatte, verlor mit ihrem zweiten Sprung und einer verkorksten Landung sogar noch einen Platz auf dem Podest. Durch ihren Patzer kam Maren Lundby (NOR) auf Rang 2 und Sara Takanashi (JPN) die schon die Qualifikation gewonnen hatte, erreichte noch die Bronzemedaille.

Leer gingen die deutschen Skispringerinnen aus. Katharina Althaus war auf Rang 10 noch die Beste, gefolgt von Anna Rupprecht (14. Platz). Bei Juliane Seyfarth lief es mit ihrem 21. Rang ebenso bescheiden wie für Carina Vogt, die nach langer Verletzungspause erst kürzlich wieder in das Wettkampfgeschehen zurückgekehrt war und auf Platz 29 rangierte.

Für den morgigen Teamwettbewerb (26. Februar) von der Normalschanze wird Luisa Görlich an Stelle von Carina Vogt gehen.

am 25.02.2021

Der alte Sprint-Weltmeister ist auch der neue

Johannes Hoesflot Klaebo siegt vor zwei weiteren Norwegern

Keine große Überraschung brachte bei schwerem Frühjahrsschnee das erste Rennen der Männer im Langlaufstadion. Die starken Norweger holten sich im Klassik-Sprint alle drei Medaillen.
Johannes Hoesflot Klaebo verteidigte damit seinen Weltmeistertitel im Sprint erfolgreich. Der Norweger gewann das 1,5 Kilometer lange WM-Rennen in der klassischen Technik vor seinen Teamkollegen Erik Valnes und Haavard Solaas Taugboel.
Klaebo setzte sich in allen Heats ganz klar an die Spitze. Er ging alle Läufe mit der gleichen Taktik an, startete zunächst verhalten, um dann am letzten geraden Anstieg mit kräftigen Doppelstockeinsatz Vollgas zu geben. Mit seinem Sieg ist der 24 Jahre alte Olympiasieger nun auch vierfacher Weltmeister.
Die deutschen Langläufer hatten mit den vorderen Plätzen nichts zu schaffen. Janosch Brugger gelangte zwar noch ins Viertelfinale, danach war aber auch für ihn Schluss. Es reichte für den 29. Platz. Sebastian Eisenlauer, Thomas Bing und Anian Sossau scheiterten bereits in der Qualifikation.

am 25.02.2021

Sieg im ersten WM-Rennen geht an Schwedin Jonna Sundling

Oberstdorferin Laura Gimmler im WM-Klassik-Sprint in den Top Ten

Für Laura Gimmler war es ein Auftakt nach Maß: Nachdem sie sich als Lucky Loserin zunächst knapp für die Viertelfinals qualifiziert hatte, kam sie anschließend im Halbfinale auf einen guten zehnten Platz und steigerte sich damit gegenüber ihrem Auftritt bei der Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld um zehn Ränge. Mit den Medaillen hatten die deutschen Langläuferinnen allerdings allesamt nichts zu tun. Sofie Krehl und Katharina Hennig schieden bereits im Viertelfinale aus. Den Sieg holte sich die Schwedin Jonna Sundling. Silber ging an Maiken Caspersen Falla (NOR), die sich hauchdünn vor Anamarija Lampic aus Slowenien setzen konnte.

Stimmen:
Laura Gimmler (SC Oberstdorf):
„Das Halbfinale war mein großes Ziel. Ich hatte meine beste Form schon zu Junioren-Zeiten immer zur WM und bin froh, dass das offenbar so weitergeht. Im Prolog bin ich noch ziemlich fest gewesen. Im Viertelfinale habe ich gedacht, genieß es und plötzlich konnte ich richtig Gas geben. Jetzt ist der Knoten geplatzt. Wenn ein gutes Ergebnis kommt, kommen mehrere gute Ergebnisse."

Sofie Krehl (23. Platz, SC Oberstdorf):
"Das Ergebnis sieht nicht ganz so toll aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Es ist taktisch nicht ganz so aufgegangen.“

Katharina Hennig (27. Platz, WSC Oberwiesenthal):
"Ich hab den Zweck erfüllt, nämlich ordentlich durchputzen für die nächsten Rennen. Der Prolog war gut, das Viertelfinale war für mich als Distanzläuferin eher etwas zu schnell."

am 25.02.2021

Drei Deutsche im Klassik-Sprint- Viertelfinale

Laura Gimmler, Sofie Krehl und Katharina Hennig qualifizieren sich

Drei deutsche Sprinterinnen haben es ins Viertelfinale des 1,2 km-Klassik-Rennens geschafft. Deutschlands derzeit beste Langläuferin Katharina Hennig tritt im vierten Heat gegen Favoritin Jessica Diggins an, Laura Gimmler bekommt es mit Maike Caspersen Falla (Nor) und Natalia Nepryaeva (RSF) gleich im erste Heat zu tun. Die zweite Lokalmatadorin Sofie Krehl startet im zweiten Heat mit Konkurrentinnen wie Laurien van der Graaff (SUI).

am 25.02.2021

Weltmeister Johann Klaebo demonstriert seine Stärke

In der Qualifikation im Klassik-Sprint

Eine Demonstration der Stärke von Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) in der Qualifikation für den Klassik Sprint. Der Weltmeister von Seefeld in dieser Disziplin zeigte sich erneut in Hochform und ließ seinen Landsmann Eric Valnes ebenso hinter sich wie Frederico Pellegrino aus Italien. Mitfavorit Sergey Ustiugov (RSF) blieb mit dem neunten Platz erstaunlich weit zurück wie Alexander Bolshunov. Von den deutschen Athleten konnte sich in dem Riesenfeld von 159 Startern lediglich Janosch Brugger (WSG Schluchsee) für die Finals qualifizieren. Sebastian Eisenlauer, Thomas Bing und Anian Sossau kamen nicht unter die besten 30 Klassik-Sprinter.

am 24.02.2021

Nordische Skiweltmeisterschaften 2021 eröffnet

Die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf im Allgäu wurden in einer gekonnten Mischung aus Tradition und Moderne feierlich eröffnet

Nach den langen Monaten im Lockdown wieder etwas Farbe in den Alltag zu bringen, das wünschte sich DSV-Präsident Dr. Franz Steinle in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Zu Beginn der Eröffnungsfeier gab es Traditionelles von Alphörnbläsern und Schuhplattlern sowie ein Ausschnitt aus dem Musical „Ludwig II“. Wegen der Corona-Pandemie fand die Veranstaltung ohne Publikum und auch ohne die Sportlerinnen und Sportler statt.

Der Einzug der 60 Nationen ersetzten die Fahnenfahrer des Skiclub Oberstdorf. Die erfolgreichen Athleten Evi Sachenbacher-Stehle, Katrin Zeller, Thomas Müller und das Geburtstagskind Georg Späth, die im Allgäu zu Hause sind, trugen die FIS-Flagge des Internationalen Ski-Verbandes in das Stadionrund. Für das deutsche Team war stellvertretend das Maskottchen "Nordi" mit der deutschen Flagge unterwegs.

Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King bedauerte in seiner Rede, dass kein Publikum vor Ort sein dürfe und äußerte erneut seine Hoffnung, sehr bald wieder eine Nordische Ski-WM austragen zu dürfen. Dr. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbands betonte, dass die Veranstalter alles getan hätten, um die Wettbewerbe dem Hygienekonzept entsprechend durchzuführen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der im Allgäu zu Hause ist, sieht die Nordische Ski-WM unter Corona-Bedingungen auch als wichtige Bewährungsprobe für die bevorstehenden Großevents im Sommer und im nächsten Winter. "In solchen Situationen hilft weltweiter Rückenwind. Oberstdorf könnte im Sinne von 'best practice' ein Meilenstein auf dem Weg des Weltsports nach Tokio und Peking sein" sagte Hörmann in seiner Eröffnungsrede.

am 24.02.2021

Stimmen der Skisprung-Damen nach der Qualifikation

Die deutschen Skisprung-Athletinnen nach der Qualifikation von der Normalschanze

Katharina Althaus (19. Rang, SC Oberstdorf):
„Es geht zur Zeit wirklich ein bisschen zäh. Ich habe wieder den Schanzentisch nicht richtig erwischt, war viel zu spät. Dann fehlt es gleich an Höhe und am Gefühl in der Luft. Für den Wettkampf nehme ich mir vor, endlich mal pünktlich zu sein am Schanzentisch.“

Anna Rupprecht (15. Rang, SC Degenfeld):
„Ich bin ganz zufrieden. Das war ein ordentlicher Sprung, aber moch nicht ganz perfekt. Im Wettkampf will ich endlich zwei gute Sprünge zeigen, jeder von ihnen noch einen Tick besser als den in der Quali, dann wird es.“

Juliane Seyfarth (29. Rang, TSG Ruhla):
„Ich bin nicht zufrieden. Gestern im Training hatte ich eindeutig die besseren Sprünge. Das muss im Wettkampf besser laufen. Ich werde versuchen, meine besten Sprünge zu zeigen und dann kann am Ende auch was Gutes rauskommen.“

Carina Vogt (32. Rang, SC Degenfeld):
„Ich bin glücklich, überhaupt wieder dabei zu sein. Das war nach der Verletzung vor zwei Jahren der große Ansporn, hier bei der WM zu starten. Dem Knie, das mich in der Vorbereitung so manches Mal schwer geärgert hat, geht es sogar erstaunlich gut.“

am 24.02.2021

Sara Takanashi on the top

Mit ihrem Sieg in der Qualifikation im Wettbewerb auf der Normalschanze hat sich Sara Takanashi als Anwärterin auf Edelmetall bei diesem ersten WM-Wettkampf im Frauen-Skispringen empfohlen

Die kleine Japanerin, die schon so oft mit Weltcup-Erfolgen in Oberstdorf glänzte, setzte sich mit ihrem Sprung auf 103 Metern und 142,6 Punkten an die Spitze des Klassements. Marita Kramer bestätigte ihre hervorragenden Trainingsleistungen in der Quali mit einem zweiten Rang (101,5 Meter/140,1. Punkte). Dritte wurde die Slowenin Ema Klimec mit 98 Metern und 135,4 Punkten. Ihre ebenfalls favorisierte Landsfrau Nika Kriznar wurde Vierte.

Die deutschen Skispringerinnen konnten sich nicht ganz vorn platzieren. Die Qualifikation für den Wettbewerb am Donnerstag, 17 Uhr, haben Juliane Seyfarth, Katharina Althaus, Carina Vogt und Anna Rupprecht aber erfolgreich hinter sich gebracht.

am 23.02.2021

Was wäre eine Nordische Ski-WM ohne die Exoten?

Nicholas Lau aus Trinidad-Tobago und Nzumbe Nyanduga aus Tansania sorgen für internationales Flair bei den Langlauf-Wettbewerben

Athleten aus Trinidad-Tobago wird man auf Anhieb genauso wenig als Teilnehmer am Langlauf-Sprint vermuten wie einen Sprintspezialisten aus Kamerun. Denn auch wenn derzeit die Temperaturen in Oberstdorf eher frühlingshaft daherkommen und die Athleten ins Schwitzen bringen, zählen diese Länder nicht gerade zu den klassischen Wintersportnationen. Dennoch werden Nicholas (Nick) Lau aus Trinidad und Nzumbe Nyanduga aus Tansania am Start sein. Sie läuten mit den Qualifikationsrennen noch vor der offiziellen Eröffnung die Wettbewerbe traditionell ein.

Im wahren Leben ist der 41-jährige Nick Lau ein Allrounder im Sportwesen. Er lebt in der Schweiz und arbeitete 11 Jahre beim Internationalen Fußballverband FIFA. Der frühere Harvard-Student war als Deputy Head Planung für die FIFA World Cups 2018 & 2022 tätig bevor er sich in dem Bereich selbständig machte. Den Langlaufsport hat der Mann aus Trinidad-Tobago jedoch erst vor drei Jahren für sich entdeckt. Mit dem Start bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf will er sich für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking empfehlen.

Diesen Traum möchte sich auch Nzumbe Nyanduga (32) aus Tansania erfüllen. Er arbeitet in Vollzeit beim Olympischen Komitee in Lausanne (SUI). Hinter seinem Start in Oberstdorf liegen auch bürokratische Hindernisse. So musste er zunächst einmal in seinem Heimatland einen Winter Sport Verband überhaupt erst gründen (FIS Anerkennung im Mai 2020). Und vor ihm liegt auch noch eine sportliche Hürde: Entsprechend der FIS-Bestimmungen muss auch er sich in den Qualifikationsrennen bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft bewähren.

Froh sind die beiden Sportler, die als Farbtupfer so sehr zum Internationalen Flair einer WM beitragen, über die Unterstützung etablierter Teams und Athleten. So haben Nicholas Lau und Nzumbe Nyanduga in den letzten Wochen und Monaten mit den Athleten und Mannschaften aus China, Brasilien, Schweiz, USA, Frankreich, Argentinien, Irland und Griechenland trainiert und auch von deren professioneller Erfahrung lernen dürfen. Betreut werden sie liebevoll von einer langjährigen Studien-Freundin. Kristina Fraesdorf hat mit den beiden Nordic Sportlern gemeinsam in England, Italien und der Schweiz den FIFA-Master in Sportwissenschaften, Sportmanagement und Sportrecht absolviert. Und dafür werden lediglich pro Jahr ca. 30 Leute weltweit ausgewählt. Allein darin sind die drei somit schon weltmeisterlich.

am 22.02.2021

Husqvarna offizieller Partner der WM in Oberstdorf

Umfangreiche Unterstützung im Bereich technischer Geräte für die Durchführung der Nordischen Ski WM

Hinter den Kulissen der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften wird fleißig gearbeitet und die letzten Aufbauarbeiten im Langlaufstadion Ried laufen. In diesem Zuge nehmen auch die temporären Bauten ihre Formen an: die Sitzplatztribünen stehen und auch die ersten Container sind bereits angeliefert. Die passenden technische Geräte, darunter beispielsweise mehrere Akku-Laubblasgeräte 530iBX, Akku-Kettensägen 535Li XP sowie Motorsägen 545 Mark II, für die anfallenden Arbeiten liefert dabei die Firma Husqvarna. Das Unternehmen blickt auf über 330 Jahre Erfahrung und Innovation zurück und fertigt hochwertige Garten- und Forstprodukte. Zum breiten Sortiment der Outdoor Power-Produkte gehören unter anderem Kettensägen, Freischneider und Aufsitzmäher.

Die Geschäftsführung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH hat für die diesjährigen Weltmeisterschaften einen weiteren Partnervertrag mit Husqvarna geschlossen. Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer: „Das richtige Werkzeug ist für einen reibungslosen Aufbau und auch für die Durchführung der Veranstaltung ein Muss. Hier haben wir mit Husqvarna einen verlässlichen Partner gefunden.“
Die Anfänge des Unternehmens Husqvarna führen in das Jahr 1689 und nach Schweden in die malerische Provinz Småland, genauer in den kleinen Ort Huskvarna zurück. „Mit Blick auf die Geschichte unseres Unternehmens und Begeisterung für den Wintersport in der Region freuen wir uns, dass wir mit leistungsstarken und nachhaltigen Husqvarna Produkten das Gelingen der nordischen Ski-Weltmeisterschaft unterstützen können“, betont Hans-Joachim Endress, Vice President Sales Central and Eastern Europe bei Husqvarna.

Über Husqvarna:
Husqvarna ist eine Marke der Husqvarna Group. Seit 1689 am Markt, fertigt das Unternehmen heute hochwertige Garten- und Forstprodukte und führte bahnbrechende Innovationen wie die Vibrationsdämpfung und automatischen Kettenbremse bei Kettensägen sowie den weltweit ersten kommerziellen Mähroboter, den Automower®, im Markt ein. Husqvarna bietet eine breite Palette leistungsstarker Outdoor Power-Produkte für Parks, Wald und Garten und steht für Technologieführerschaft in branchenrelevanten Bereichen wie Kettensägen, Trimmer, Rider-Aufsitzmäher und Mähroboter. Husqvarna Produkte werden in mehr als 100 Ländern hauptsächlich über Servicehändler verkauft.
Kontakt: presse@husqvarnagroup.com

am 18.02.2021

5log unterstützt die FIS Nordische Ski WM in Oberstdorf

#safesports - innovative Schutzmasken helfen bei der Durchführung einer sicheren WM

Bei den großen Sportveranstaltungen braucht es zuverlässige Partner, die, gerade in Pandemiezeiten, alle Beteiligten schützen. Mit 5log wurde ein solcher Partner für die FIS Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf gefunden. Insgesamt 1.600 Community-Masken und 100 medizinische PRO Masken schützen die freiwilligen Helfer vor Viren und Bakterien. Als Ergänzung zu den bereits implementierten Hygienekonzepten rund um die Ski-WM bieten die qualitativ hochwertigen Masken einen großen Baustein des Schutzkonzeptes für die Titelkämpfe im Allgäu.

Die Textilien dieser Mund-Nasen-Bedeckungen ermöglichen ein leichtes Atmen und können dank der patentierten Livinguard Technologie mehr als 99,9 Prozent der Corona Viren inaktivieren. Das ergab eine Untersuchung der Freien Universität Berlin mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Sie vernichten nachweislich SARS-CoV-2 und sind permanent selbstdesinfizierend. Dieser Schutz bleibt auch nach mehrmaligem Tragen und Waschen erhalten, wenn die Maske wie empfohlen verwendet wird. Mit den Masken werden nicht nur die freiwilligen Helfer geschützt, sondern auch die Umwelt.

„Wir freuen uns mit den 5log Masken einen wirksamen Beitrag für mehr Sicherheit der Nordischen Ski-WM 2021und auch im täglichen Umfeld leisten zu können“, sagt Tom Maus, CEO der 5log AG. „Alle freiwilligen Helfer sollen eine optimale Kombination aus maximalem Schutz und Tragekomfort erhalten.“

#SAFESPORTS - Sicherheit für Profisportler
Neben der Partnerschaft mit der Nordischen Ski-WM ist 5log auch offizieller Partner des FC Bayern Basketball und stattet ebenso alle von der Stiftung Deutschen Sporthilfe geförderten Sportler:innen mit den schützenden Masken aus und spendet pro verkaufter #SAFESPORTS Sondermaske Drei Euro an die Stiftung zugunsten der Athletenförderung.

Im Rahmen der #SAFESPORTS Kampagne hat sich 5log etwas Besonderes zur Nordischen Ski-WM einfallen lassen. Olympiasieger, vielfache Welt- und Europameister, alles von der Sporthilfe unterstützte Athlet:innen, wie zum Beispiel der 8-fache Weltmeister und Olympiasieger im Kanu Max Hoff oder die 4-fache Weltmeisterin im Para-Cycling/Triathlon Christiane Reppe und auch Spieler des FC Bayern Basketball werden sowohl in der Skisprung-Arena wie im Langlauf-Stadion den #SAFESPORTS Fan-Block aus Pappfiguren bilden und somit den Nordischen Wintersportlern von der Tribüne aus symbolisch Beistand leisten.

am 16.02.2021

Die Vorfreude auf die Heim-WM ist riesig!

Johannes Rydzek will die WM in seiner Heimat Oberstdorf auch ohne Zuschauer genießen

Nur noch wenige Tage bis zum Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Mit einer imposanten Show mit Licht, Feuer, Laser und Drohnen sowie einem Auftritt von Darstellern des Musicals Ludwig II wird zum dritten Mal in der Geschichte eine Ski-WM im Allgäu eröffnet. Die Eröffnungsfeier findet wie auch die Wettkämpfe ohne Zuschauer statt. Als einer der Athleten bei der WM mit dabei sein wird der Oberstdorfer Lokalmatador Johannes Rydzek, zweifacher Olympiasieger und sechsfacher Weltmeister in der Nordischen Kombination und Deutschlands Sportler des Jahres 2017. Die Vorfreude auf die „WM dahoam“ bei ihm ist ungebrochen.

Frage: Seit 2016 fiebern sie nun auf die SKI-Weltmeisterschaft in ihrer Heimat Oberstdorf hin. Wie sehr freuen sie sich, dass es nun in wenigen Tagen los geht?
Johannes Rydzek: Die Vorfreude auf die Heim-WM ist riesig. Ich kann mich noch sehr gut an die Nachricht aus Cancun erinnern, als beim FIS-Kongress die WM bei der fünften Bewerbung endlich nach Oberstdorf vergeben wurde. Auch wenn ich jetzt selbstverständlich in den letzten fünf Jahren nicht jeden Tag an die WM 2021 gedacht habe, so war das Thema doch immer irgendwo präsent.

Frage: Viele haben noch die Bilder aus 1987 oder 2005 vor Augen. Die Begeisterung war unglaublich und es wurde ein großes Skifest im Allgäu gefeiert. 2021 wird alles anders sein.
Johannes Rydzek: Das ist die große Tragik an der Geschichte. Kein Veranstalter und kein Athlet konnte sich das vorstellen, dass es mal soweit kommen wird. Es tut mir für das ganze WM-OK Team, für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer in der Seele weh, dass wir nun die WM ohne Zuschauer erleben. Aber auch für die ganze Region ist es bitter. Hotels, Vermieter, Einzelhändler, Restaurants, für alle ist eine WM ohne Zuschauer eine Katastrophe.

Frage: Die Stimmen wurden in den letzten Wochen laut, die WM sollte abgesagt werden.
Johannes Rydzek: Ich habe aber auch sehr viel Zuspruch erhalten in den letzten Tagen. Viele Menschen gönnen uns von Herzen, dass die WM stattfindet. Ich finde es auch extrem cool, wie viele Geschäfte in Oberstdorf dekoriert und geschmückt sind. Schließlich sind doch neben den Athleten auch viele Helferinnen und Helfer von auswärts, sowie Medienvertreter aus der ganzen Welt im Ort. Da ist es sehr wertvoll, sich herzlich und gastfreundlich zu präsentieren.
Ich halte es für richtig, die WM auch in dieser Form durchzuführen. Das Organisationskomitee in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Skiverband und den örtlichen Behörden werden alles dafür tun, dass die Sicherheit der Teilnehmer, Helfer aber auch Bürger gewährleistet ist. Für uns Sportler ist es nicht nur unser Job, sondern unsere Leidenschaft solche Veranstaltungen zu erleben und erfolgreich zu gestalten. Für Oberstdorf und das Allgäu ist es auch dennoch eine ausgezeichnete Werbung, wenn die eindrucksvollen Bilder der Wettkampforte hinausgetragen werden in die Welt.

Frage: Aber alles ohne das bunte Treiben der Zuschauer. Spaß machen kann es doch sicher nicht, in einer leeren WM-Skisprung Arena und einem leeren WM-Langlaufstadion Ried um Medaillen zu kämpfen, oder?
Johannes Rydzek: Keine Frage, mit 25.000 Menschen als Zuschauer wäre der Spaßfaktor unbeschreiblich. Das ist der Kick, den man als Sportler besonders liebt. Wir sind aber alles Wettkampftypen und motivieren uns gegenseitig in diesen Wettbewerb-Situationen. Wenn man dann noch jede Ecke an den Anlagen, fast jeden Helfer oder Helferin persönlich kennt, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Ich will die Wettkämpfe und die Tage der WM einfach auch so gut es geht genießen.

Frage: Spüren Sie keinen Erfolgsdruck?
Johannes Rydzek: Den Druck haben aktuell bei der Nordischen Kombination sicher andere. Jarl-Magnus Riiber ist auch in dieser Saison in bestechender Form, aber auch mein Teamkollege Vinzi Geiger hat bewiesen, dass er siegen und auch Riiber schlagen kann. Mit dem Verlauf meiner Formkurve bin ich zufrieden. Zuletzt konnte ich in Klingenthal sowohl beim Springen als auch beim Laufen überzeugen. Ich gehe mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Wettkämpfe in Oberstdorf.

Frage: Gibt es ein konkretes Ziel?
Johannes Rydzek: Zunächst müssen wir mal schauen, wen der Bundestrainer bei welchem Wettbewerb nominiert. Mit der Mannschaft wollen wir definitiv um den Titel mitkämpfen. Alles andere ist bzw. wäre dann Bonus.

am 08.02.2021

Vinzenz Geiger zweimal ganz oben

In Klingenthal ist der Oberstdorfer unschlagbar - auch Johannes Rydzek ist zurück in der Weltspitze

Das war ein Super-Wochenende für die Nordischen Kombinierer. Allen voran glänzte Vinzenz Geiger in Klingenthal mit zwei Siegen so kurz vor der Heim-WM. Der härteste Konkurrent Jarl Magnus Riieber hatte das Wettkampf-Wochende in Klingenthal zwar ausgelassen, aber Geiger zeigte ganz hervorragende Laufleistungen und damit seine deutlichen Titelambitionen für die Titelwettkämpfe in Oberstdorf auf. Auch Johannes Rydzek ist pünktlich vor der WM wieder in der Erfolgsspur. Er holte sich die Plätze 5 und 6. Ein Startplatz bei der Wm ist smoti für den 29-Jährigen sicher.

am 22.01.2021

Nordische Ski-WM ohne Fans?

Nicht mit uns! Werde Teil des einzigartigen Papplikums!

Mehr als 700 Athleten aus über 60 Nationen werden bei der Nordischen Ski-WM, die am 24. Februar 2021 in Oberstdorf/Allgäu eröffnet wird, an den Start gehen.
In „normalen Zeiten“ wären über 300.000 Wintersport-Fans vor Ort an den Loipen und im Skisprung-Stadion, um für Stimmung zu sorgen und „ihre“ Athleten anzufeuern. Wegen der Corona-Pandemie aber müssen die Sportler auf ihre Fans verzichten und vor leeren Rängen in die insgesamt 23 Medaillen-Entscheidungen gehen.

Ohne Fans auf den Tribünen? Ganz so soll es doch nicht sein …

Eine Nordische Ski-WM ohne die tollen und begeisternden Fans aus aller Welt geht gar nicht. Darum soll das Papplikum auf den Tribünen des Skisprung- und Langlauf-Stadions Platz nehmen: Die WM-Organisatoren bringen Dich mit Deinem Oberkörper-Foto auf eine lebensgroße Fan-Figur, die während der gesamten WM wahlweise im Skisprung-Stadion oder in der Langlauf-Arena auf der Tribüne „sitzt“. Und nach der WM kannst Du Dir Deine Figur entweder in Oberstdorf abholen oder wir senden Dir diese zu.

Du willst Teil des einzigartigen Papplikums bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf sein? Dann bestelle noch heute Deine persönliche Papplikum-Figur, denn die Plätze auf den Tribünen sind limitiert. Alle weiteren Informationen findest Du unter www.papplikum-oberstdorf2021.com.

Übrigens: Die Papplikum-Figuren der ersten 300 Besteller werden nach der WM von einem Medaillen-Gewinner persönlich signiert!
Zudem kann jeder Besteller an einem Gewinnspiel mit mehreren hundert Preisen teilnehmen. Hauptgewinn ist ein VIP-Arrangement für zwei Personen zur Eröffnung der 70. Auflage der Vierschanzentournee in Oberstdorf im Dezember 2021.

am 21.01.2021

Zeppelin Rental GmbH wird offizieller Partner der FIS Nordischen Ski-WM

Zuverlässiger Partner im Bereich Raumsysteme

Das Bauprogramm, das anlässlich der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften entwickelt wurde, ist so angelegt, dass die Nachnutzung der Gebäude bestmöglich erfolgt und nachhaltig ist. Die festen Bauten werden mit temporären Infrastruktureinrichtungen ergänzt. So benötigen zum Beispiel die Teams, die Athleten, das Servicepersonal und die TV-Produktion insgesamt ca. 500 Container. Diese wurden von der Zeppelin Rental GmbH geliefert. Zeppelin Rental bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Maschinen- und Gerätevermietung, Baulogistik und temporäre Infrastruktur. Letztere reicht von der Baustellen- und Verkehrssicherung über die Elektro-Baustelleneinrichtung und Energieversorgung bis hin zu modularen Raumlösungen zur Miete, zum Kauf oder im Betreibermodell. Im Bereich Raumsysteme ist das Unternehmen Official Supplier und hat einen Partnervertrag mit der Geschäftsführung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH unterzeichnet. Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer: „Für uns war von Anfang an klar, dass nur so viel gebaut wird wie nötig, um eine nachhaltige Nutzung garantieren zu können. Die festen Gebäude können problemlos mit temporären Lösungen ergänzt werden. Hier haben wir einen erfahrenen Partner an der Seite, der bundesweit agiert und uns bestmöglich unterstützt.“ „Wir freuen uns außerordentlich, mit den Nordischen Ski Weltmeisterschaften ein hochkarätiges Wintersport-Event als Official Technical Supplier unterstützen zu dürfen“, so Peter Schrader, Geschäftsführer der Zeppelin Rental GmbH. „Mit der Lieferung von über 500 Raumsystemen, Absperrungen sowie zahlreichen Mietmaschinen für den Auf- und Abbau ist die WM auch für uns eine Veranstaltung der Superlative. Nach einer langen Durststrecke, in der Events entweder ganz abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben wurden, sind wir umso glücklicher, uns in Oberstdorf wieder als flexibler und leistungsstarker Partner beweisen zu dürfen.“

am 19.01.2021

Keine Zuschauer bei der WM in Oberstdorf

FIS Nordische Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 präsentiert von Stora Enso findet ohne Zuschauer statt

Wenn am 23. Februar 2021 der Startschuss für die FIS Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf fällt, werden die Zuschauertribünen in den Stadien leer bleiben. Nach intensiven Gesprächen mit dem Bayerischen Innenministerium, dem Internationalen Skiverband und dem Deutschen Skiverband musste sich der Aufsichtsrat der Nordischen WM GmbH dafür entscheiden, die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen ohne Zuschauer durchzuführen. Bereits erworbene Tickets werden vollumfänglich zurückerstattet.
Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen darauf gehofft, zumindest einer reduzierten Anzahl an Ski-Fans ein Live-Erlebnis vor Ort ermöglichen zu können.

Vergebens. „Natürlich hätten wir uns alle eine andere Entscheidung gewünscht“, erklärte Dr. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes und Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH. „Allerdings haben sich bereits seit einiger Zeit die Zeichen aus der Politik verdichtet, dass uns am Ende wohl keine andere Wahl bleiben würde. Jetzt heißt es, den Blick nach vorne zu richten und das Beste aus der Situation zu machen. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der Skisport faszinierende Wettkämpfe auch ohne Zuschauer liefern kann. Die Weltmeisterschaften 2021 werden zwar nicht das Wintermärchen, von dem wir alle geträumt haben, aber ganz sicher auch keine blutleere Geister-WM. Wenn unsere Fans nicht nach Oberstdorf kommen können, liefern wir ihnen die tollen WM-Bilder und Emotionen eben direkt nach Hause.“

Die dafür notwendige Technik und Infrastruktur steht laut Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz bereit: „Dank der umfangreichen und hochwertigen TV-Übertragungen und Berichterstattung auf den unterschiedlichen Plattformen und Kanälen können wir den vielen Millionen Wintersportinteressierten auf der ganzen Welt spannende und attraktive Wettbewerbe garantieren. In den verbleibenden Tagen werden wir nun noch intensiver daran arbeiten, dass Oberstdorf trotz der extrem schwierigen Rahmenbedingungen sowohl für die teilnehmenden Athletinnen und Athleten, als auch für die Zuschauer vor den Bildschirmen ein guter WM-Gastgeber ist. Ich bin mir sicher, dass wir neben den vielen Herausforderungen, die wir bereits erfolgreich bewältigt haben, auch diese neue Aufgabe gemeinsam meistern werden.“

„Wir bedauern es sehr, dass die Sitz- und Stehplätze in unserer Skisprung-Arena und im Langlaufstadion nun leer bleiben müssen“, ergänzt Geschäftsführer Florian Stern. „In den vergangenen Monaten hatten wir uns intensiv über eine sichere Zuschauerbeteiligung und die dafür notwendigen Hygienekonzepte Gedanken gemacht. Teilweise wurden auch schon Umbaumaßnahmen vorgenommen. Aber für die finale Planung war es wichtig, jetzt eine Entscheidung zu treffen, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können. Die Frage, ob eine Veranstaltung mit oder ohne Zuschauer stattfindet, hat natürlich erheblichen Einfluss auf die Personalplanung und den Aufbau der Infrastruktur. Nach Monaten der Unsicherheit haben wir jetzt zumindest Klarheit und können uns darauf konzentrieren, eine gute und vor allem auch sichere Veranstaltung für Athleten, Trainer und Betreuer durchzuführen. Gleichzeitig planen wir unter anderem die Aktion „Papplikum“, das heißt wir werden, unsere Stadien mit Bildern der Fans individuell gestalten.“

Für den Ort Oberstdorf hat der jüngste Beschluss ebenfalls weitreichende Folgen. Keine Zuschauer an den Wettkampfstätten bedeutet für die Beherbergungsbetriebe automatisch auch eine starke Reduzierung der Übernachtungszahlen. Für Oberstdorfs Ersten Bürgermeister Klaus King ein Szenario, auf das er gerne verzichtet hätte: „Wir haben alle noch die Bilder der WM 2005 im Kopf. 350.000 Fans, die zwei Wochen lang ein rauschendes Winterfest in Oberstdorf feierten. Das hätten wir uns auch in diesem Jahr gewünscht. Aber die Pandemie macht uns nun einen Strich durch die Rechnung. Wir werden trotzdem alles geben, um den Athletinnen und Athleten unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eine schöne WM zu ermöglichen. Wir nehmen die Herausforderung an. Ich bin mir sicher: Oberstdorf wird auch in diesen schwierigen Tagen seinem Ruf als verlässlicher Partner und perfekter Gastgeber gerecht werden.“

Nicht nur auf die Marktgemeinde Oberstdorf, auch auf die gesamte Region hat diese Entscheidung Auswirkungen. Landrätin Indra Baier-Müller: „Wenngleich wir uns gerne wieder als gute Gastgeberregion für viele Tausende Zuschauer präsentiert hätten, sind wir überzeugt, dass wir mit der Weltmeisterschaft gerade in dieser schwierigen Zeit eine positive Botschaft aus dem Oberallgäu senden können. Daher blicken wir trotz der aktuellen Einschränkungen mit Vorfreude auf die anstehende Nordische Ski WM in Oberstdorf, die die Einzigartigkeit unserer Region wieder weit über unsere Grenzen hinaus sichtbar machen wird.“

Auch Dr. Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf, bedauert diese Entscheidung: „Der Ski-Club bedauert ebenfalls die notwendige, aber richtige Entscheidung. Für viele Nachwuchssportler wäre eine Teilnahme als Zuschauer an der Strecke bei der WM ein Motivationsschub zum weiteren Training gewesen. Aber auch wir hoffen, dass wir unsere jungen Sportler motivieren können, die spannenden Rennen am Fernsehen zu verfolgen um danach auf den WM-Loipen den Weltmeistern nachzueifern.“
Das Vertrauen in die Oberstdorfer Organisatoren ist jedenfalls groß. Der Zuspruch für die Verantwortlichen ebenfalls. Entsprechend wurden zuletzt einige Stimmen laut, die sich nach der WM unter Corona-Bedingungen für eine „Bonus-Weltmeisterschaft“ in Oberstdorf aussprechen.

Auch aus der Allgäuer Bevölkerung war der Wunsch nach einem verkürzten Turnus bis zur nächsten Nordischen Weltmeisterschaft zu vernehmen. Auf diese Weise könnten die modernen Sportstätten und Infrastrukturen doch noch die Kulisse für ein echtes Wintermärchen mit Zuschauern und Nachwuchsprogramm sein, ohne dass hierfür weitere Investitionen nötig wären.

Inwiefern ein solches Vorhaben umgesetzt werden kann, ist nach einhelliger Meinung aller Verantwortlichen derzeit nicht seriös abzuschätzen. So könnten die dafür notwendigen Gespräche mit der FIS erst nach deren Kongress im Frühsommer 2021 geführt werden.

Die Ticketkäufer werden gesondert informiert und erhalten alle den vollen Betrag zurückerstattet.

am 07.01.2021

Geiger freut sich über Platz 2 in der Gesamtwertung

69.Vierschanzentournee mit viel Jubel und einem Dämpfer

Die letzten Wochen waren für Karl Geiger gewiss nicht einfach. Der 27-Järhige erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Dem Titel des Skiflug-Weltmeisters folgte die Geburt der Tochter Luisa, dann der coronabedingte Zwangsurlaub, der ihm einen Start in Engelberg versagte und schließlich die Teilnahme an der Vierschanzentournee, wo er sich seinen Kindheitstraum erfüllen konnte. Im Heimatort Oberstdorf zu siegen, das wird für den derzeit besten deutschen Skispringer unvergesslich bleiben. Bedauerlich war nur, dass die Oberstdorfer und über 20 000 Fans „ihren“ Karle nicht gebührend feiern durften, denn in allen Tourneeorten waren Zuschauer von den Veranstaltungen ausgeschlossen
.
Sieger in Oberstdorf, ein 5. Platz in Garmisch-Partenkirchen, dann der „Absturz“ am Bergisel in Innsbruck und als Dritter in Bischofshofen wieder ein Podestplatz, bei der 69. Tournee ließ Geiger nichts aus. Am Ende war er glücklich über den tollen zweiten Platz in der Gesamtwertung nach dem Polen Kamil Stoch, der in diesem Jahr wirklich überragende Leistungen zeigte.

am 29.12.2020

Karl Geiger siegt beim Tourneeauftakt

Der 27-jährige Oberstdorfer zeigt Nerven wie Drahtseile und gewinnt vor Kamil Stoch und Marius Lindvik

Was für ein Auftakt zur 69. Vierschanzentournee. Karl Geiger gewinnt das Springen in Oberstdorf und erfüllt sich damit seinen Kindheitstraum. Der 27-Jährige ist nach Max Bolkart der zweite Oberstdorfer, der den Sieg in der Heimat holen konnte.

Nach zwei starken Sprüngen auf 127 und 136,5 Meter war es geschafft: Geiger hat sich nach seiner coronabedingten Auszeit wieder ganz nach oben katapultiert. Zweiter wurde der Pole Kamil Stoch, der nach dem vorübergehenden Ausschluss der gesamten Mannschaft wegen eines vermeintlich positiven Coronatests ebenfalls einen Kaltstart vornahm. Dritter wurde etwas überraschend der Norweger Marius Lindvik.

Der zweite deutsche Anwärter auf den Gesamtsieg, Markus Eisenbichler, hatte mit einem schlechten ersten Sprung die Chance auf einen Podestplatz verspielt, jedoch mit einem unglaublichen zweiten Durchgang noch den Sprung von Platz 24 auf Rang 5 gemeistert.

Höhen und Tiefen zeigte das deutsche Team. Nur drei Athleten hatten überhaupt den Sprung in den zweiten Durchgang geschafft. Hinter Geiger und Eisenbichler kam Severin Freund auf den 25. Platz. Alle anderen deutschen Springer, darunter auch der sichere Top-Ten-Springer Pius Paschke, schieden aus. Ein weiterer Favorit, der Norweger Halvor Egner Granerud, kam in Oberstdorf auf den Rang 4.

Stimmen:
Karl Geiger: „Mein Herz hat schon gepumpert. Aber das waren zwei saugute Sprünge. Wenn jetzt noch Zuschauer da wären, dann wäre es perfekt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll nach all diesen Auf und Ab mit dem Titel Skiflugweltmeister, mit der Geburt meiner Tochter, dann die Quarantäne und nun dies. Ich weiß auch nicht, wie ich das hingekriegt habe. Es war oben schon etwas schwierig mit der langen Gelbphase. Drum bin ich froh, dass sie einen Vorspringer gegeben haben. Und dann: Augen zu und durch mit Vollgas. Ich habe noch wenige Sprüngen in den letzten Tagen gemacht und muss jetzt von Wettkampf zu Wettkampf denken. Wenn da alles passt, nehme ich auch die Favoritenrolle gern an.“

Markus Eisenbichler: Mein erster Sprung war halt nicht gut und das wird dann eben hart bestraft. Aber der zweite, das war ja der Hammer. Zum Nachdenken davor hatte ich nicht viel Zeit, ich musste eher sehen, dass ich schnell wieder oben bin. Dem Karl habe ich den Erfolg so gewünscht. Wir haben jetzt noch drei Springen und wichitg ist es, dass es einer schafft. Ich unterstütze den Karl, wo ich kann. Er würds nicht anders machen.“

Stefan Horngacher: „Wir hatten heute alles dabei, Höhen und Tiefen. Karl ist unglaublich gut gesprungen und Markus hat einen sensationellen zweiten Durchgang gemacht. Unser Resumee ist absolut positiv. Jetzt müssen wir uns mal runteregulieren, um dann in Garmisch wieder vollkommen hochzufahren.

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am 29.12.2020

Polen sind nun doch dabei

Nach weiteren negativen Coronatests steigt das Team in die Tournee ein

Die 69. Vierschanzentournee bleibt besonders. Am Dienstagvormittag gab es Neuigkeiten über das vom Corona-Pech verfolgte Team Polen. Nachdem auch der zweite Test für alle polnischen Athleten negativ verlief, dürfen Stoch, Kubacki und Co nun doch heute nachmittag beim Tourneeauftakt am Start sein.
Das Programm muss nun geändert werden und das Ergebnis der turbulenten Qualifikation von gestern wird annulliert. Wie Renndirektor Sandro Pertile auf einer Pressekonferenz bekanntgab, werde das polnische Team zur Tournee zurückkehren, nachdem das Gesundheitsamt "Grünes Licht" gegeben hatte.
Das Auftaktspringen in Oberstdorf wird darum nicht im K.O. – Modus entschieden. Wie im normalen Weltcup sind zunächst alle 62 Athleten am Start.
Das neue Programm sieht zudem vor, dass die Polen ab 14.30 Uhr einen eigenen Trainingsdurchgang erhalten. Um 15 Uhr beginnt der Probedurchgang und der Wettkampf schließlich um 16 Uhr.
Sandro Pertile glaubt, dass so die fairste Entscheidung für alle Athleten und Teams getroffen worden sei. Schließlich zählt das polnische Team zu den stärksten. Dawid Kubacki wurde vor einem Jahr Tourneegesamtsieger und Kamil Stoch ist einer der drei Grandslam-Gewinner, die alle vier Tagessiege einer Tournee für sich entscheiden konnten.

Startliste
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Startliste

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am 28.12.2020

Qualifikation unter schwierigen Bedingungen

Wind und Schneefall wirbeln das Klassement durcheinander

Der Wind am Schattenberg hat das Klassement kräftig durcheinandergewirbelt. Favoriten taten sich schwer, bei starkem Rückenwind und Schneefall, den großen Erwartungen auf weite Sprünge gerecht zu werden. Nachdem die Bedingungen im Lauf des Wettbewerbs immer schlechter wurden, landeten am Ende nicht die haushohen Favoriten vorn. Einzig Halvor Egner Granerud als Zweiter kam mit den schwierigen Verhältnissen noch einigermaßen klar. Qualisieger und damit Gewinner des 5000-Euro-Schecks wurde mit einem Sprung auf 128,5 Meter der Österreicher Philipp Aschenwald.
Die gute Nachricht: von zwölf deutschen Springern sind elf morgen dabei. Nur Kilian Märkl gehörte zu den fünf Unglücklichen, die morgen außer die gesamte polnische Mannschaft beim Tourneeauftakt nicht dabei sein dürfen. Am Start sind Karl Geiger (14.), Severin Freund (17.), Richard Freitag (18.), Constantin Schmid(19.), Markus Eisenbichler (25.), Martin Hamann (29.), Andreas Wellinger (34.) David Siegel (38.9, Luca Roth (39.), Moritz Baer (44.), Pius Paschke (45.)
Die deutschen Paarungen im morgigen K.O.-Durchgang:
Domen Prevc - Markus Eisenbichler
Martin Hamann - Jan Hörl
Simon Amann - Constantin Schmid
Vladimir Zografski - Richard Freitag
Andreas Wellinger - Severin Freund
Valentin Foubert - Karl Geiger
David Siegel - Niko Kytosaho
Luka Roth - Keiichi Sato
Moritz Baer - Robert Johansson
Pius Paschke - Antti Aalto

Stimmen:

Karl Geiger: Das war schon eine zähe Partie hier.Der Wind da oben am Turm geht ganz ordentlich.Ich bin trotzdem froh, dass ich dabei sein kann und dass ich die Quali überlebt habe."

Severin Freund: "Mein Sprung war so naja, aber nicht ganz verkehrt. Es war schon zäh mit dem Warten da oben. Da stehst du in den Keilen und je länger du warten musst, umso mehr fehlt dir dann das Gefühl. Irgendwie verlierst du den Boden unter den Füßen."

Stefan Kraft (Österreich): "Die Trainingssprünge waren gut, aber der ist jetzt ziemlich in die Hosen gegangen. Der war schon am Tisch nichts. Und dann mit Rückenwind und Schneefall ist es schon zweimal nichts."

Philipp Aschenwald (Quali-Sieger): "Bei mir sind die Bedingungen ja noch ganz okay gewesen. das ist ein super Gefühl, wenn dir ein guter Sprung gelingt. Dass ich so lange in der Leaderbox stehe, hätte ich allerings nicht geglaubt."

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am 28.12.2020

Polnische Mannschaft nach positivem Coronatest nicht am Start

Klemens Muranka mit Covid-19 infiziert

Die 69. Vierschanzentournee hat begonnen, traditionell in Oberstdorf, doch damit endet die Gewohnheit auch schon. Statt 25.000 begeisterte Zuschauer in der Audi Arena zu empfangen, mussten die Veranstalter in der aktuellen Corona-Situation runterfahren, soweit es ging. Ohne Publikum starteten die besten Skispringer der Welt auf der Schattenberg-Schanze. Und schon am Qualifikationstag gab es einen Paukenschlag: Nach dem positiven Corona-Test von Klemens Muranka wurde das komplette Team aus Polen und damit auch Podestanwärter wie Dawid Kubacki und Kamil Stoch vom Auftaktspringen in Oberstdorf ausgeschlossen. Damit hatte sich die Zahl der Favoriten schon zum Tourneestart verringert. Auch den Fortgang der Tournee wird der Ausschluss der polnischen Topathleten Kubacki, Stoch und Zyla entscheidend prägen. Lokalmatador und Skiflugweltmeister Karl Geiger hingegen darf nach der Corona-Auszeit wieder ins Geschehen eingreifen. Mitfavorit ist neben dem Teamkollegen Markus Eisenbichler der Norweger Halvor Egner Granerud.

am 16.12.2020 von Miriam Frietsch

Auto Eder ist neuer Partner

Passend zu den ersten Schneeflocken, die in diesem Winter in Oberstdorf gefallen sind, hat die Geschäftsführung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH einen weiteren Partnervertrag unterzeichnet.

Die Auto Eder Gruppe mit Sitz in Rosenheim wird die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften mit 80 Kleinbussen unterstützen. Damit wird der corona-konforme Transport der Athleten, Trainer und Offiziellen während der Veranstaltung sichergestellt. Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer: „Für uns ist die Durchführung einer sicheren Veranstaltung für alle Beteiligten oberstes Gebot. Mit der Auto Eder Gruppe können wir, analog dem erarbeiteten Hygienekonzept, den sicheren Transport gewährleisten.“ Die Auto Eder Gruppe blickt auf über 50 Jahre Erfahrung in Sachen Mobilität zurück. Der Hauptsitz der Gruppe ist in Rosenheim, verfügt aber über 17 Filialen in ganz Bayern.
Im Allgäu wird die Gruppe durch Auto Hartmann in Kempten vertreten. „Seit Bestehen unseres Unternehmens sind wir in der Region nicht nur als zuverlässiger Mobilitätspartner unserer Kunden bekannt, sondern vor allem auch als Partner des Sports. Sport steht für Bewegung, für Leben und Leben bedeutet Mobilität. Aber mehr als das: Sport ist ehrlich und messbar im Wettbewerb. Wer am schnellsten läuft oder am weitesten springt, gewinnt. Sport setzt sich über Weltanschauungen, persönliche Einstellungen und Kulturen hinweg und vereint unterschiedlichste Persönlichkeiten im fairen Wettkampf miteinander.
Diese positiven Eigenschaften unterstützen wir sehr gerne – nicht zuletzt finden sich auch in unserem Unternehmen sehr viele leidenschaftliche Hobby- und Amateur-Sportler. Die Fahrzeuge sind perfekt geeignet, um auch schwieriges Terrain im Winter zu meistern und damit nicht nur für die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf die beste Wahl. Wir freuen uns sehr, Teil dieses Erlebnisses zu sein und dieses hochkarätige sportliche Event unterstützen zu dürfen.“, so Willi Bonke, Geschäftsführer von Auto Eder.

am 15.12.2020

Die WM in Oberstdorf fährt Hybrid

Mobilitätspartner Volvo unterstützt das OK mit Hybridfahrzeugen

Eine nachhaltige WM, das war und ist das Ziel der WM-Organisatoren in Oberstdorf. Verschiedene Leitlinien geben diese Ziele wieder, eine davon beschäftigt sich auch mit dem Thema Transport und Verkehr. Mit dem offiziellen Mobilitätspartner Volvo stehen dem Organisationskomitee Hybridfahrzeuge zur Verfügung, die gerade für kürzere Strecken in und um Oberstdorf sowie zwischen den Sportstätten ein umweltschonendes Fortkommen ermöglichen mit Reichweiten von bis zu 50km rein elektrisch.

Auch die Geschäftsführer der Nordischen Ski WM GmbH, Moritz Beckers-Schwarz und Florian Stern freuen sich über diese Kooperation. „Gerade für unser Nachhaltigkeitskonzept ist diese Kooperation sehr wichtig, da wir nicht nur kurze Strecken elektrisch zurücklegen können und damit umweltschonender unterwegs sind, sondern auch für die Zukunft die Anzahl an Ladesäulen in Oberstdorf verbessern können mit weiteren Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. Davon profitieren in Zukunft sowohl Einheimische als auch Gäste gleichermaßen.“

am 15.12.2020

Karl Geiger ist Skiflug-Weltmeister

Perfektes Timing: Einen Tag nach der Skiflug-WM in Planica kommt seine Tochter Luisa zur Welt

Er machte es spannend bis zum Schluss: Karl Geiger holte sich nach vier Flügen zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Herzschlagfinale den Titel des Skiflug-Weltmeisters. Ein hauchdünner Vorsprung von 0,5 Punkten hatte dem Oberstdorfer letztlich den Sieg vor dem starken Norweger Granerud beschert.

Zwar musste wegen der Corona-Pandemie das großartige Skifestival mit tausenden Fans in Planica diesmal ausfallen. Dem Jubel der deutschen Skispringer tat das jedoch keinen Abbruch. Neben dem Sieg von Geiger gab es den 3. Platz von Markus Eisenbichler zu feiern und im Team-Wettbewerb musste sich die deutsche Mannschaft nur knapp dem Quartett aus Norwegen geschlagen geben.

Das größte Glück bescherte dem 27-Jährigen nach diesem perfekten Wochenende die Geburt seiner Tochter Luisa. Das erste Foto von der kleinen Tochter postete der frischgebackene Skiflug-Weltmeister und Papa in den Social-Media mit den Worten „Das war wohl die perfekte Woche, von der immer erzählt wird! Herzlich willkommen, kleine Luisa. Danke, dass du und deine Mama auf mich gewartet haben! Ich bin unglaublich stolz auf euch“.

am 07.12.2020

250 exklusive Plätze beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf

Mit Deiner Foto-Figur in der Audi-Arena dabei sein!

Über 25.000 Skisprung-Fans beim Auftakt der Vierschanzentournee in der ausverkauften Audi-Arena zu Oberstdorf – so sollte es auch am 29. Dezember wiederum sein. Ist es aber leider nicht: Wegen der Corona-Pandemie dürfen bekanntlich keine Zuschauer in die Audi-Arena. Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Co. müssen vor leeren Rängen in die 69. Auflage der Vierschanzentournee starten. Vor leeren Rängen? Ganz so soll es doch nicht sein ...

Damit die Sitzplatztribüne des Oberstdorfer Skisprungstadions bei der TV-Übertragung nicht ganz verwaist aussieht, werden exklusive Plätze vergeben. 250 Skisprung-Fans haben die Möglichkeit, als Foto-Figur in der Audi-Arena zu sein.
Das Ganze kostet – nichts! Der Skiclub Oberstdorf freut sich aber über eine Spende für die Nachwuchsarbeit.
Du möchtest dabei sein? Dann beeile Dich, denn es gibt nur 250 Plätze – und die werden nach dem Motto vergeben: Wer zuerst kommt bzw. eine Mail mit allen Angaben und einem geeigneten Foto schickt, mahlt zuerst. Die Aktion endet, wenn alle Plätze vergeben sind – spätestens aber am 15. Dezember 2020 um 14 Uhr.

+++ UPDATE 11.12.2020 +++

Die Resonanz für die „Foto-Figur“ Aktion war so riesig und die verfügbare Anzahl war in Rekordzeit vergriffen!
Daher haben wir das Kontingent der verfügbaren Foto-Figuren um 100 Stück auf 350 erhöht. Leider können wir daher keine weiteren Fotos mehr berücksichtigen.
Alle Teilnehmer erhalten in den kommenden Tagen eine Rückmeldung per Email.

Du möchtest mit als Foto-Figur beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf dabei sein?

Hier mitmachen

am 17.11.2020

Ein ganz spezielles Wintermärchen

Noch knapp 100 Tage bis zur Eröffnung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021

Noch knapp 100 Tage sind es bis zur Eröffnung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Das Organisationsteam arbeitet mit Hochdruck an der Planung der Veranstaltung, die sicher ein völlig anderes Wintermärchen schreibt als die Vorgänger 1987 und 2005. Über den Stand der Dinge, vor allem über die Umsetzung eines zuverlässigen Hygienekonzeptes in Zeiten der Corona-Pandemie informierten Dr. Franz Steinle (Präsident des Deutschen Skiverbandes), Bürgermeister Klaus King und die beiden Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM GmbH, Florian Stern und Moritz Beckers-Schwarz.

Die Covid-19- Pandemie mit immer neuen Entwicklungen mache Entscheidungen schwierig, berichtete DSV-Präsident Dr. Franz Steinle. Es könne heute niemand sagen, wie sich die Situation bis Ende Februar entwickle. Man sei zwar nach wie vor optimistisch, aber andererseits auch realistisch genug, um flankierende Maßnahmen zu ergreifen, plane die WM nur mit einer beschränkten Zuschauerzahl und mit einem sehr validen Hygienekonzept.

Dafür sei das Konzept des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als Basis genutzt, vom DSV weiterentwickelt für die Bedürfnisse des Skisports und in einem dritten Schritt auf die speziellen Anforderungen des Veranstalters angepasst worden. Bei all diesen Vorarbeiten komme der Sport fast zu kurz, bedauerte Dr. Steinle. Er sieht vor allem die deutschen Kombinierer und Spezialspringer auf einem hohen Leistungsniveau. Außerdem gebe es bei der WM 2021 zum ersten Mal Wettkämpfe für die Frauen auf der Großschanze und in der Nordischen Kombination.

Bürgermeister Klaus King betrachtet die WM unter besonderen Bedingungen als absolute Herausforderung und große Chance. „ Denn jeder schaut nun ganz genau auf uns.“, betont er. Die WM solle nachhaltig sein, einen Werbewert für die Zukunft haben. Die neuen Anlagen passten sich wunderbar in die Landschaft ein und seien auch für die sportlichen Ansprüche zukunftsweisend. Ursprünglich habe man mit 39,9 Millionen Euro Kosten geplant. 2,8 Millionen Euro mussten nachgefördert werden. Finanziert werde alles durch Bund (10 Mio. Euro), Land Bayern (20 Mio. Euro) Landkreis (4 Mio. Euro), Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (1,25 Mio. Euro )sowie dem Markt Oberstdorf (4 Mio. Euro).

Geschäftsführer Florian Stern erinnerte an die letzten sechs Monate, in denen eine eigene Strategie innerhalb der Vorgaben erarbeitet wurde, denn beispielsweise Laufwege und Zuschauerlenkung seien in jeder Sportstätte spezifisch. Jetzt gehe es an die Umsetzung. In den nächsten Wochen würden erste temporäre Bauten errichtet. Auch die mehr als 1.000 Helfer seien in dem Hygienekonzept ein bedeutender Aspekt, weil der Schutz des Ehrenamtes sehr wichtig ist. „Die Volunteers möchten ja als Gegenleistung ein tolles Erlebnis haben, darum machen wir uns viele Gedanken, ihnen dies Erlebnis trotz Corona-Bedingungen bieten zu können. Aber das ist durchaus noch eine Herausforderung“, so Stern.

Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz ging auf die Planung mit Zuschauern während der WM ein. Man gehe weiterhin von 2.000 Zuschauern auf Sitzplätzen im Langlaufstadion und 2.500 Zuschauern im Sprungstadion aus. Schon verkaufte Stehplätze müssten umgebucht werden in Sitzplätze, um die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten. Es gebe ein anderes Wintermärchen als gewohnt, ohne Medal Plaza im Ort, ohne gemütliches Winterfest, aber doch mit kleiner Eröffnungs- und Schlussfeier.

Das Veranstaltungs-Budget liege im operativen Bereich bei 17 Millionen Euro, das eigentlich durch Ticketverkauf ausgeglichen werden sollte. Das sei so natürlich nicht mehr möglich. „ Unser Glück ist, dass diese Einnahmen durch eine Ausfallversicherung abgedeckt sind. Ohne diese Versicherung wäre die weitere Planung der WM nicht möglich.“, unterstrich Beckers-Schwarz.

30 000 Tickets seien für alle Wettbewerbe verkauft, insgesamt nur noch 50 000 Tickets übrig. „Es ist noch was da, aber nicht mehr viel“, riet Beckers-Schwarz zur schnellen Buchung. Wer ein Ticket kaufe, bekäme im Falle eines Veranstaltungsausfalls durch die Versicherung sein Eintrittsgeld erstattet.

Dennoch zeigen sich alle Verantwortlichen optimistisch, dass die Nordische Ski-WM 2021 eine besondere WM wird – in jeder Hinsicht.

am 25.10.2020

Teamtitel für Fabian Rießle und Manuel Faißt

Knappes Finale im Lauf über 2 x 7,5 Kilometer

Großes Finale nach vier Tagen deutscher Meisterschaft in Oberstdorf. Der Team-Titel ging in der Nordischen Kombination ging an Fabian Rießle und Manuel Faisst. Auf der Ziellinie des 2 × 7,5 km-Laufes hatte das Duo aus Baden-Württemberg noch das Team Sachsen mit Erik Frenzel und Terence Weber eingeholt. Dritte wurde das bayerische Team BSV 1 mit Vinzenz Geiger und Jakob Lange. Zufrieden waren auch Wendelin Thannheimer und Julian Schmid vom Skiclub Oberstdorf, die als Vierte ins Ziel kamen. Johannes Rydzek (SCO) war am zweiten Tag der Kombinationswertung nicht mehr am Start.

am 25.10.2020

Jenny Nowak schreibt Geschichte

18-Jährige holt ersten deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination der Frauen

Geschichte schreiben durfte Jenny Nowak. Die Sächsin holte sich den allerersten deutschen Meistertitel, der in der Nordischen Kombination bei den Frauen vergeben wurde. Die 18-Jährige hatte als laufstarke Athletin ihren 20-Sekunden- Rückstand nach dem Springen rasch aufgeholt Am Ende lag sie fast anderthalb Minuten vor ihrer Konkurrentin Emilia Görlich aus Thüringen. Svenja Würth vom SC Baiersbronn, die erst kürzlich von den Spezialspringerinnen gewechselt war, erreichte den dritten Podestplatz.
Die nächsten Ziele der ersten Deutschen Meisterin sind nun der Weltcup-Auftakt in Lillehammer und die Junioren-WM. Danach steht schon die Nordische Ski-WM in Oberstdorf, wo es erstmals um einen Weltmeister-Titel bei den Frauen geht. Jenny Nowak freute sich sehr über diesen Premierentitel, noch dazu auf einer solch schweren Strecke wie in Oberstdorf. Ihren Start dort sieht Nowak optimistisch. „Ich mag die Schanze und auch die schwere Runde, die für gute Läuferinnen nicht schlecht ist“, sieht sie für sich gute Chancen, vorn mitmischen zu können. Dazu sei die WM in Oberstdorf ein „Heimspiel und somit noch einmal viel schöner“.

Stimmen:

Jenny Nowak (SC Sohland), 1. Platz:
„Die Runde war sehr schwer und die WM-Runde soll nochmal schwerer werden. Aber für gute Läufer ist auch gut was rauszuholen. Es ist der erste Titel, den es in Deutschland in der Nordischen Kombination für Frauen gibt. Es freut mich sehr, dass ich die Erste sein darf, die die Deutsche Meisterschaft gewinnt. Es war für mich besser, von Platz 2 aus in den Lauf zu starten. Da fühle ich mich sicherer, weil ich jemanden vor mir und ein Ziel habe. Das nächste große Ziel ist der Weltcup in Lillehammer, dann die Junioren-WM und als nächstes schon die WM. Darauf freu ich mich sehr, denn ich mag die Schanze und die Runde, die zwar sehr schwer ist, aber für gute Läufer nicht schlecht. Außerdem ist das Ganze dann ein Heimspiel. Das ist nochmal schöner und ich hoffe, dass klappt dann so wie in Oberwiesenthal, wo ich den Alpencup gewonnen habe.“

Emilia Görlich (WSV 08 Lauscha). 2. Platz:
„Die Silbermedaille bedeute mir ganz schön viel, denn im Springen ist eindeutig noch gut was zu tun. Die anspruchsvolle Strecke kam mir zugute. Ich bin froh, dass diese DM stattfinden kann, nachdem so viel ausgefallen ist. Das Rennen war schon hart, aber für alle gleich. Mein Ziel ist die Junioren-WM und der Continental-Cup, um dort die ersten Punkte zu machen.“

Svenja Würth (SC Baiersbronn), Platz 3:
Es ist extrem anstrengend. ich habe versucht, es am Anfang schnell anzugehen. Aber da hat es mir dann hinten raus den Stecker gezogen. Mit dem Springen war ich ganz zufrieden.im Laufen ging es ein bisschen zäh. Nun muss ich schauen, dass ich das zusammenbringe, dann kommt was Gutes dabei raus. Premiere zur Weltmeisterschaft. Bis zur WM-Premiere ist noch eine Weile Zeit, da hoffe ich im Training noch was zulegen zu können.“
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15 SP Ergebnisliste Damen NK
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am 24.10.2020

Fabian Rießle holt den dritten Titel in Folge

Der Schwarzwälder wird in Oberstdorf erneut Deutscher Meister in der Nordischen Kombination

Kombinierer Fabian Rießle (SZ Breitnau) hat bei der Deutschen Meisterschaft in Oberstdorf das Triple geholt. Bereits im Springen hatte der Schwarzwälder mit einem Riesensatz auf 135 Meter das Tor zum dritten Meistertitel in Folge weit geöffnet. Den Vorsprung auf die Verfolger ließ sich der frischgebackene Vater nicht mehr nehmen. Völlig ungefährdet lief Rießle ein souveränes Start-Ziel-Rennen auf dem 10-km-Rollerski-Kurs. Vielleicht hatten ihm das private Glück und die kurze Eltern-Auszeit Flügel verliehen. Vielleicht steckten den Team-Kollegen aber auch die harten Trainingstage in Kranj, Villach, Planica und Bischofshofen noch in den Knochen.
Vinzenz Geiger, der am Vormittag nach seinem 126-Meter-Sprung noch 1:36 Minuten hinter dem Titelverteidiger gelegen hatte, hielt jedenfalls sein Versprechen, im Lauf richtig Gas zu geben. Nach einer kräftezehrenden Aufholjagd, mit der er auf 26,2 Sekunden an Rießle herankam, rannte er als Zweiter ins Ziel. "Ich habe alles gegeben. Aber den Rio (Rießle) zu packen, war nicht möglich. Dafür bin ich zu schlecht gesprungen.", meinte der Oberstdorfer selbstkritisch.
Dritter auf dem Podest wurde Jakob Lange vom WSV Kiefersfelden, der nach dem Springen noch auf Platz 7 gestanden hatte. Ihn trennten am Ende 41,2 Sekunden vom Sieg.

Manuel Faißt, nach dem Springen noch auf dem 2. Rang, verpasste als Vierter das Podium ebenso wie Erik Frenzel (Platz 7). Der Sachse vom SSV Geyer hatte in der Testwoche an vier Schanzen zusammen mit Johannes Rydzek klar dominiert. Sprungtrainer Heinz Kuttin sah trotzdem kein Grund zur Panik. „ Die beiden haben in den letzten Tagen konstant gute Leistungen gebracht. Sie wollten heute vielleicht einen Schritt zu viel drauflegen“, meinte der neue Coach.

Besser als Rydzek machten es die Allgäuer Nachwuchskräfte David Mach (TSV Buchenberg) mit Platz 7, Julian Schmid (SC Oberstdorf), der auf Platz 9 kam und Clubkamerad Wendelin Thannheimer, für den der 11. Rang heraussprang.

Den Juniorentiel holte sich Christian Frank (SK Berchtesgaden) vor Tristan Sommerfeldt (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) und Pirmin Maier (SC Waldau).

Stimmen:

Fabian Rießle (SZ Breitnau). Platz 1:
„Das ist mein erster Titel als Vater. Die Kleine ist jetzt drei Wochen alt und ich war erstmal zu Hause. Wenn man dann mit einem deutschen Meistertitel zurückkommt, fühlt sich das schon gut an. Ich hab es heute wie Jarl Magnus Riiber gemacht und bin von vorn weg gelaufen. Das könnte ich eigentlich öfter so machen.. Wenn man von so weit vorn losläuft, kann man sich das Rennen anders einteilen, als wenn man losrennen und schauen muss, wie vieel Leute man überholen kann. Schwer zu sagen , wo wir jetzt international stehen. Ich glaube, wir haben im Sommer gute Arbeit geleistet. Nun hoffen wir natürlich, dass wir ein Stück näher dran sind. Den Riieber zu schlagen, wird schwer, das wissen wir alle. Aber wir geben Gas.“

Vinzenz Geiger (Skiclub Oberstdorf), Platz 2:
„Das Rennen war ein richtig gutes Rennen. Ich habe alles gegeben. Der Rio (Rießle) war nicht mehr zu packen, dafür bin ich zu schlecht gesprungen. Die Veranstalter haben sich extrem viel Mühe gegeben und der Aufwand für die Deutsche Meisterschaft ist echt extrem gut. Beispielhaft und ein super Konzept. Wir können froh sein, so einen engagierten Skiclub und die SVG zu haben.“

Terence Weber (SSV Geyer), Platz 5:
„Ich bin ganz zufrieden mit dem heutigen Tag. Das Springen war ganz ordentlich, einen Tick zu später vielleicht an der Kante, sonst wären ein paar Meter mehr drin gewesen. Der Lauf war auch in Ordnung. Ich war ziemlich lang allein, das hat an den Kräften gezehrt. Und als dann Vinzenz und Jakob kamen, konnte ich nicht so lang mitgehen. Aber der 5. Platz ist in Ordnung. Es ist schön, dass wir hier wenigstens einen Sommerwettkampf bestreiten konnten. Als Generalprobe für die Nordischen Ski WM sehe ich das nicht, denn Sommer- und Winterwettkämpfe kann man schlecht vergleichen. Ich bin auf einem guten Weg. Im Springen habe ich noch ein paar Reserven, die ich mir offen halte bis zum Winter.“

Erik Frenzel (SSV Geyer), Platz 8:
„Ich bin nicht ganz zufrieden. Da ging es in der Testwoche um einiges besser. Den Wettkampfsprung habe ich nicht optimal erwischt. Das stimmt aber nicht weiter negativ. Die letzten Tage haben gezeigt, dass ich auf einem guten Weg bin. Wir waren als Mannschaft viel unterwegs, an verschiedenen Orten in Kranj, Villach, Planica, Bischofshofen, Tag für Tag auf einer anderen Schanze, um auf Wettkampfniveau trainieren. Ich kann sagen, dass ich gut war. Es wäre schön gewesen, wenn es auch in diesem offiziellen Rahmen so gut geklappt hätte. Wie wir International stehen, kann man schlecht sagen. Ich glaube , wir sind konkurrenzfähiger geworden. Den letzten Schritt mit mehr Selbstvertrauen brachen wir noch, um ganz vorn rein zukommen. Die ganze Mannschaft ist da auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass Wettkämpfe durchgeführt werden, am liebsten mit Zuschauern. Wir müssen aber mit allen rechnen, auch mit kurzfristigen Entscheidungen. Damit müssen wir umgehen können.“

Heinz Kuttin, Sprungtrainer, Nordische Kombination:
„Die Bilanz für diesen Wettkampf sieht sehr gut aus. Es ist schön zu sehen, wie sich die Athleten speziell im Springen entwickeln. Jetzt hatten wir doch hintereinander jeden Tag einen internen Wettkampf gehabt, zwei mit Laufen , zwei ohne Laufen. Es ist sehr interessant, wie stabil die Technik teilweise schon ist. Teilweise gibt es dann wieder Überraschungen, wo es einen Tag gibt, an dem der Athlet überhaupt nicht das Gefühl aufbauen kann. Wir haben ein starkes Team , aber das hängt auch von der Tagesform ab. Die Leistung von Fabian Rießle hat mich nicht überrascht, denn er ist ja mit sehr viel Selbstvertrauen von zu Hause gekommen, aber er hat auch richtig gute Sprünge gezeigt. Erik Frenzel und Johannes Rydzek waren die Woche davor tonangebend und haben richtig konstant gute Leistungen gebracht. Sie wollten heute vielleicht nochmal einen Schritt drauflegen. Das ist misslungen, aber es gibt überhaupt keine Panik für diese zwei Athleten. Die Jung haben so viele Dinge eingeübt. Nun müssen wir schauen, die auch für High Performance zu bewahren.“

Siegerehrung Herren NoKo Einzel Vinzenz Geiger
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am 24.10.2020

Fabian Rießle auf dem Weg zum dritten Titel in Folge

Nach dem Springen ist das Tor zum Sieg offen

Kombinierer Fabian Rießle (SZ Breitnau) ist bei der Deutschen Meisterschaft in Oberstdorf auf dem besten Weg zum Triple. Im Springen hatte der Schwarzwälder mit einem Riesensatz auf 135 Meter das Tor zum dritten Meistertitel in Folge weit geöffnet. Mit einem Sprung auf 131 Meter und einem Rückstand von 31 Sekunden auf den Führenden startet am Nachmittag Manuel Faißt vom SV Baiersbronn. Dritter nach dem Sprungwettbewerb in der Audi Arena ist Terence Weber (SSV Geyer), der mit seinem 130,5 Meter-Sprung zufrieden war. Clubkollege Eric Frenzel dagegen kommentierte seine Lesitung (124,0m) mit einem enttäuschten „Oh Mann“ . Auch Johannes Rydzek (Skiclub Oberstdorf), der Zweite des Vorjahres, winkte nach seinem Sprung (110,0m) ratlos ab. Vinzenz Geiger, kürzlich als bester deutscher Kombinierer der Vorsaison mit dem „Goldenen Ski“ des DSV ausgezeichnet, meinte lakonisch nach seinem 121,5 Meter-Satz. „Dann muss ich wohl nachher ein bisschen schneller laufen“.
Julian Schmid und Wendelin Thannheimer sprangen auf ihrer Heimschanze 127,0 m bzw.119,0 m. Der Juniorenmeister vom Vorjahr, David Mach (TSV Buchenberg), hatte ein Supersprung auf 131 m. Er startet mit einer Differenz von 1:07 Minuten auf Rießle.

am 23.10.2020

Team Seyfarth/Görlich holt sich den Team-Titel

Bei der Deutschen Meisterschaft ist das Duo aus Thüringen unschlagbar

Das Duo aus Thüringen war unschlagbar: Luisa Görlich und Juliane Seyfarth haben den Team-Wettbewerb der Deutschen Meisterschaft gewonnen. Juliane Seyfarth zeigte sich in gleicher stabiler Form wie schon am Vormittag im Einzel und setzte mit dem weitesten Sprung im zweiten Durchgang ein deutliches Ausrufezeichen. 459,4 Punkte reichten den beiden letztlich für eine deutliche Führung.
Auf den zweiten Platz kamen Anna Rupprecht (SC Degenfeld) und Agnes Reisch von den Skiverbänden Baden-Württembergs mit 433,0 Punkten. Die Leistung von Agnes Reisch (TSV Isny) war besonders bewunderswert, da sie noch im Probedurchgang bei der Landung schwer gestürzt war.
Total überrascht zeigte sich Katharina Althaus aus Oberstdorf, die zusammen mit Sophia Maurus (TSV Buchenberg) ein echtes Allgäuer Team gebildet hatte. Mit 411,1 Punkten reichte es für die beiden bei ihrem Heimwettkampf für die Bronzemedaille.
Das Team BSV 2 mit Amelie Thannheimer (SC Oberstdorf) und Magdalena Burger (SC Partenkirchen) kam mit 272,9 Punkten auf Platz 7. Der Rang 10 blieb Team BSV 3 mit einer starken Christina Feicht (WSV Kiefersfelden) und der jüngsten Teilnehmerin im Feld, der erst 13-jährigen Sina Kiechle aus Oberstdorf (234,4 Punkte).

45 SP Ergebnis Damenteam offi
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am 23.10.2020

Ein hauchdünner Vorsprung für Katharina Althaus

Oberstdorferin wird zum fünften Mal in ihrer Karriere Deutsche Meisterin

Es war so knapp: Mit dem Hauch von 0,5 Punkten setzte sich Katharina Althaus bei der Deutschen Meisterschaft im Skispringen gegen ihre hartnäckigste Konkurrentin Juliane Seyfarth (TSG Ruhla ) durch. Damit holte die Oberstdorferin auf der Normalschanze in Oberstdorf zum nunmehr fünften Mal den deutschen Meistertitel. Silber gab es für Vorjahressiegerin Juliane Seyfarth . Agnes Reisch (TSV Isny) stand als Dritte auf dem Podest.

Seyfarth und Althaus lieferten sich einen äußerst spannenden Wettkampf. Nach dem ersten Durchgang lag die 30-Jährige aus Thüringen mit einem Sprung auf 100,0 m vorn. Die Oberstdorferin war nur auf 96,5 m gekommen. In Finaldurchgang wurden die Rollen getauscht: 100,0 m für die 24-Jährige Oberstdorferin, während Seyfarth bei 97,5 m landete. Am Ende entschieden die Haltungsnoten zugunsten der Lokalmatadorin, die sich mit 237,0 Punkten vor Seyfarth (236,5 Punkte) den Titel schnappte.
In diesen engen Wettkampf konnte Agnes Reisch nicht eingreifen. Sie knackte zwar mit ihrem ersten Sprung ebenfalls die 100-Meter- Marke. Mit zwei Luken mehr Anlauf erhielt sie einen entsprechenden Punkteabzug . Beim zweiten Sprung langte ihr dann nur für eine Weite von 94,5 m, eine Leistung, die der 21-Jährige aus Missen-Wilhams mit 219,2 Punkten zum 3. Platz reichte.

Bei den Juniorinnen gingen Gold und Silber nach Sachsen an Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) und Jenny Nowak (SC Sohland). Bronze holte Michelle Göbel vom SC Willigen. Selina Freitag hatte sich zwar mehr versprochen im Wettkampf der „älteren Damen“, wie sie anschließend schmunzelnd meinte. Mit Weiten von 90,5 m und 89,5 m und insgesamt 193,2 Punkten lag sie in der Wertung der Juniorinnen jedoch souverän vor Landsfrau Jenny Nowak, die 92,5m und 93,0 m weit sprang (176,4 Punkte). Ein doppelter Grund zum Feiern für die 18-jährige Kombiniererin Nowak, in deren Disziplin erstmals eine nationale Meisterschaft ausgetragen wurde. Weil die Laufbewerbe erst für den Folgetag vorgesehen sind, starteten die Kombiniererinnen auch im Spezialsprung. Mit ihrem Wertungssprung für die am Samstag stattfindende Kombination hat sie sich eine hervorragende Ausgangsposition verschaftt. Auf dem Rollerski-Kurs wird sie nur 20 Sekunden nach Svenja Würth ( SV Baiersbronn) starten.

Ein großes Lob hatte der Nationaltrainer der Skispringerinnen, Andreas Bauer, für die Organisatoren von der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, vom Skiclub Oberstdorf und dem deutschen Skiverband. So konsequent und erfolgreich wie in Oberstdorf das Hygiene-und Sicherheitskonzept durchgezogen worden sei, habe die Deutsche Meisterschaft Signalwirkung für Vierschanzentournee und Ski-Weltmeisterschaft. „Hier läuft es von den Standards her mindestens so sicher wie beim Fußball, wenn nicht besser“, so das Urteil des Bundestrainers.

Stimmen:
Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf ). 1. Platz:
„Es ist ein bisschen schade, dass keine Zuschauer dabei sind. Aber es war wieder ein schöner Wettkampf und ich freue mich über meinen fünften Titel .Es gibt zwar ein paar Schräubchen, an denen ich noch drehen muss, wo ich noch Luft nach oben habe. Aber ich freu mich, wenn die Wintersaison jetzt endlich losgeht. Dieser Winter wird sicher schon etwas speziell , ich hoffe trotzdem , dass ich meine Leistung abrufen kann und wir den ein oder anderen Wettkampf mit ein paar mehr Zuschauern erleben. Auf die Heim-WM freue ich mich riesig,. Es hat nicht jeder die Chance, bei einer WM in dem Ort dabei zu sein, wo er groß geworden ist.“

Juliane Seyfarth (TSG Ruhla) 2. Platz:
„Ich glaube, wir haben alle das Beste draus gemacht. Klar war es ein bisschen ungewohnt, so ganz ohne Zuschauer, Wir hoffen nun, dass wir im Winter auch ein paar Wettkämpfe haben. Von der Organisation her allen Respekt denjenigen gegenüber, die das hier ausrichten dürfen bzw müssen. Dies war nun der erste Wettkampf, und ich denke, dass Katha und ich auch international gut mithalten können. Aber was die Leistung hier letztendlich wert ist, sehen wir beim ersten Winter-Wettbewerb in Lillehammer.“

Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue), 1. Platz Juniorinnen:
„ Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Klar hätte ich gern eine bessere Position bei den älteren Damen gewünscht. Aber der Titel bei den Junioren ist ja auch nicht ganz schlecht“.

Andreas Bauer, Bundestrainer der Skispringerinnen:
„Zwischen Katharina Althaus und Juliane Seyfarth war es eine megaknappe Entscheidung, so dass es eigentlich beide verdient hätten. So ist es im Sport. Die Katha hat vor zwei Jahren in Seefeld die Goldmedaille um einen halben Punkt verpasst. So gleicht sich alles irgendwie wieder aus. Ein ganz großes Kompliment an die SVG, den SCO und DSV , so wie die die Veranstaltung mit Sicherheits- und Hygienekonzept durchgezogen haben, war ein voller Erfolg, sehr konsequent. Diese Deutsche Meisterschaft hat Signalwirkung für die Vierschanzentournee und die WM. Es lief hier von den Standards mindestens so sicher wie beim Fussball , wenn nicht besser.“

Dr. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes:
"Wir sind froh, dass wir den Wettkampf überhaupt durchführen können, natürlich wäre es schöner mit Zuschauern. Es war ein toller Wettbewerb auf hohen Niveau, sowohl bei den Männern wie bei den Frauen. Die Saisonvorbereitung bei den Nordischen ist im Gegensatz zu den Alpinen gut verlaufen, die haben ja die Mattenschanzen und Rollerskibahnen. Wir müssen derzeit von Tag zu Tag denken, die Infektionszahlen steigen ja gerade akut. Niemand kann sagen, wie sich die Dinge gestalten in diesem Winter. Wir haben deutschlandweit 33 Weltcuptage , die wir hoffentlich ebenso wie die Nordischen Ski Weltmeisterschaften in gewohntem Umfang durchführen können, was die sportliche Seite anbelangt. Was die Zuschauerseite und das Drumherum anbelangt, da wird es Einschränkungen geben. Mit Zuschauern ist jede Veranstaltung attraktiver und der Stimmung zuträglich, aber notfalls müssen wir auch ohne Zuschauer rechnen. Das ist in jedem Fall besser als gar keine Wettkämpfe.

Foto Siegerehrug DM Damen Siegerehrung Junioren 1. Freitag  2. Novak 3. Göbel
50 SP Ergebnis Damen offiziell (1)
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am 22.10.2020

Haushoher Sieg für bärenstarkes bayerisches Team

Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Pius Paschke und Severin Freund holen den Team-Titel bei der Deutschen Meisterschaft

Die bayerischen Skispringer haben auch im Teamspringen der Deutschen Meisterschaft ihre Überlegenheit gezeigt. Bärenstark präsentierten sich Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Pius Paschke und Severin Freund im Top-Team des Bayerischen Skiverbandes. Vor allem der frischgebackene Deutsche Meister im Einzelspringen, Markus Eisenbichler, und Lokalmatador Karl Geiger empfahlen sich wie bereits am Vormittag mit herausragenden Sprüngen für die kommenden Weltcup-Saison. Am Ende stand das Quartett mit haushohem Vorsprung auf dem Siegertreppchen. In der Summe kam das Team Bayern 1auf 1061 Punkte.

Mit 917,2 Punkten ging auch Platz 2 nach Bayern. Andreas Wellinger, Constantin Schmid, Moritz Baer und Philipp Raimund holten sich, ebenfalls ungefährdet, den Silberrang vor dem Team 1 aus Baden-Württemberg (866,6 Punkte), in dem Juniorenmeister Claudio Haas, Luca Roth, Tim Fuchs, und David Siegel angetreten waren.

Dem Team aus Sachsen (751,8 Punkte) blieb trotz einer erneut starken Leistung von Vizemeister Martin Hamann und brauchbaren Sprüngen von Richard Freitag nur der undankbare vierte Rang. Zu mehr reichte es gemeinsam mit den unerfahrenen Nachwuchsspringern Eric Hoyer und Cedrik Weigel einfach nicht.

Ergebnis Teamspringen Herren
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am 22.10.2020

Markus Eisenbichler wird in Oberstdorf neuer Deutscher Meister

Martin Hamann aus Sachsen und Lokalmatador Karl Geiger auf den Rängen 2 und 3

Markus Eisenbichler feierte bei der Deutschen Meisterschaft im Skispringen in Oberstdorf einen souveränen Sieg. Der 29-Jährige vom TSV Siegsdorf holte sich auf der Großschanze in der Audi Arena zum ersten Mal in seiner Karriere den nationalen Titel. Auf Platz 2 landete der Sachse Martin Hamann und Dritter wurde Vorjahressieger und Lokalmatador Karl Geiger.

Den Grundstein für den Erfolg hatte Eisenbichler schon im ersten Durchgang mit dem weitesten Sprung des Tages gelegt. Auf 140,5 Meter trug es den Dreifachweltmeister von Seefeld hinunter. Im Finaldurchgang machte er dann mit einer erneuten Bestweite von 139,0 Meter und insgesamt 300,2 Punkten alles klar für den Titel.

Einen Supersprung auf 135,5 Meter hatte auch Martin Hamann von der SG Nickelhütte-Aue im ersten Durchgang erwischt. Allerdings hatte der 23-jährige Sachse kräftige Unterstützung durch den Wind, was letztlich zu 7,6 Punkten Abzug führte. Im zweiten Durchgang hielt sich Hamann mit einer Weite von 129,5 Metern die Konkurrenz vom Leib. Mit einer Gesamtpunktzahl von 282,4 Punkten sprang er auf den zweiten Platz.
Rang 3 ging an den Deutschen Meister des Vorjahres, Karl Geiger vom Skiclub Oberstdorf. Der 27-jährige Oberstdorfer sprang auf seiner Heimschanze auf 130,5 m und 131,0 m (274,7 Punkte).

Luft nach oben ist bis zum Start in den Weltcup-Winter noch für Andreas Wellinger(SC Ruhpolding). Der 25-Jährige bestritt mit der Deutschen Meisterschaft seinen ersten Wettkampf nach 16-monatiger Verletzungspause und war mit Rang 12 zurückgekehrt. Während Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) und Severin Freund (WSV Rastbüchl) mit den Plätzen 4 und 5 zufrieden sein konnten, hatten sich Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue) und Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) sicher mehr versprochen als die Plätze 7 und 8, für die es letztlich reichte.

Bei den Junioren siegte Claudio Haas vom Skiteam Schonach-Rohartsberg mit 127,0 m und 130,5 m (229,3 Punkte) vor Eric Fuchs vom Skiclub Oberstdorf (124,0 m und 128,0 m; 186,4 Punkte) und Quirin Modricker (Skiclub Hinterzarten (118,0 m und 115,0 m; 183,6 Punkte).

Eine Deutsche Meisterschaft unter Corona-Bedingungen, das war für die 33 Athleten eine neue Erfahrung, denn aufgrund der strengen Hygieneauflagen waren Zuschauer im Stadion nicht zugelassen. Bei der Siegerehrung applaudierten darum nur Teamkollegen und Betreuer. Für eine Runde mit dem Bike, das als Siegprämie auf den neuen Deutschen Meister wartete, ließ sich Markus Eisenbichler auch ohne großes Publikum gern gewinnen.

Stimmen:
Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf), Platz 1:
„Der erste Sprung war gut, der zweite auch. Nur mit der Landung bin ich nicht zufrieden, da hätte ich gern den Telemark gesetzt. Ich freu mich sehr über den Titel, den ich übrigens zum ersten Mal holen konnte. Leider fehlt die Atmosphäre, aber die Veranstalter haben wirklich alles getan, um uns einen guten Wettkampf zu ermöglichen.“

Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue), Platz 2:
„Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Nur aus den Sprüngen hätte ich noch mehr rausholen können. Das ging alles irgendwie holterdipolter. Zu schnell, um sich richtig zu fokussieren.“

Karl Geiger (Skiclub Oberstdorf), Platz 3.
„Es ist schon irgendwie ein merkwürdiger Wettkampf, so komplett ohne Zuschauer und damit sehr gewöhnungsbedürftig. Aber die Veranstalter haben hier alles extrem gut vorbereitet. Dafür ein großes Lob. Mit meinen Sprüngen war ich zufrieden und der dritte Platz geht voll Ordnung.“

Eisei Junioren
31 Ergebnisliste Junioren Herren
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am 15.10.2020

Höchste DSV-Auszeichnung für drei Oberstdorfer

Goldener Ski für Karl Geiger, Katharina Althaus und Vinzenz Geiger

Goldener Ski für Karl Geiger, Katharina Althaus und Vinzenz Geiger

Gleich drei Oberstdorfer Athleten wurden im Rahmen der DSV-Einkleidung in Schwäbisch Hall mit dem "Goldenen Ski" ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung des Deutschen Skiverbandes wurde Karl Geiger, Katharina Althaus und Vinzenz Geiger zuteil.

Karl Geiger war der Gesamtweltcup-Zweite der vergangenen Saison und zeigte konstant gute Leistungen in allen Wettkämpfen. Katharina Althaus ging erneut als beste deutsche Skispringerin aus der Saison hervor. Vinzenz Geiger war der beste deutsche Kombinierer und weltweit der einzige Athlet, der dem überragenden Norweger Jarl Magnus Riieber Paroli bieten konnte.

Seit seiner Gründung zeichnet der DSV jedes Jahr herausragende Leistungen der vergangenen Saison in den verschiedenen Disziplinen aus. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Verband in diesem Jahr darauf verzichtet, Medienvertreter zur Veranstaltung einzuladen.

am 15.10.2020

The Track to Oberstdorf

Sofie Krehl (25) vom Skiclub Oberstdorf und Sebastian Eisenlauer (30) aus Sonthofen sind Mitglieder der Langlauf-Nationalmannschaft

Ihr bereitet euch beide auf die kommende Wintersaison vor. Der Höhepunkt wird sicher die Nordische Weltmeisterschaft (23.02.-07.03.2021) in Oberstdorf sein. Wo seht ihr euch im Hinblick auf dieses Ereignis?

Krehl: Wir sind ein starkes Team, in dem jeder an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen will. Da aber immer nur vier Läuferinnen und Läufer pro Wettkampf gemeldete werden dürfen, wird sicher eine interne Qualifikation erforderlich sein, die es erst einmal zu meistern gilt. Ich richte meinen Fokus auf den Klassik-Sprint, den Team-Sprint und die Staffel, obwohl die Langdistanzen schon ein Thema wären. Unsere Trainingsvorbereitung ist auf die WM zugeschnitten, das heißt, dass wir Ende Februar auf unserem Top-Niveau sein sollten. Doch auch die Rennen vorher sind wichtig, gilt es doch Punkte zu sammeln und gute Ergebnisse für eine Qualifikation zu erlaufen.

Eisenlauer: Ich sehe meine größten Chancen im Teamwettbewerb und will in beiden Teamevents starten. Die Bezeichnung Sprint ist eigentlich nicht ganz richtig. Anders als beim 100m-Lauf ist der Sprint im Langlauf eine ausdauerbehaftete Wettkampfform, muss man doch mehrmals hintereinander, je nachdem, wie weit man kommt, drei Minuten möglichst schnell laufen. Deshalb liegt der Ausdauerbereich im Fokus der Trainingsvorbereitung. Mein Ziel ist es wieder auf das Leistungsniveau von 2015/16 zu kommen.

Ein erfolgreicher Wintersportler wird im Sommer gemacht, heißt eine alte Weisheit, die man immer wieder hört. Wie sieht eure Sommervorbereitung aus?

Krehl: Im April erholen wir uns von dem Winter, sozusagen unser „Urlaubsmonat“. Im Mai gehts dann noch etwas lockerer los und bald stehen dann an sechs Tagen in der Woche zwei Trainingseinheiten an. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, der der Regeneration dient. Hauptsächlich wechseln sich Laufeinheiten mit Skirollertraining ab. Dazu kommen noch die Einheiten im Kraftraum (ein- bis zweimal die Woche), Radfahren und sämtliche Ergänzungen wie Beweglichkeit, Koordination, Spiel.... Zwischendurch sind wir immer wieder in der Skihalle in Oberhof, für das Skigefühl, und können dort auch das große Laufband nutzen. Unseren Trainingsplan erstellt Markus Hofmann (Heimtrainer) in Zusammenarbeit mit Erik Schneider (Damentrainer) und in Abstimmung mit mir.

Eisenlauer: Fahren wir im April noch etwas reduzierte Umfänge, wird das Training Richtung Herbst und Winter spezifischer. Das heißt, im Sprint ist eine gewisse Tempohärte notwendig, die es zu erarbeiten gilt. 18 bis 22 Stunden reines Training gilt es pro Woche zu absolvieren. Hometraining wie Gymnastik, Dehnen, Yoga, Slackline-Balance, Blackrole und Regenerationsmaßnahmen kommen dazu, sind sie doch wichtig für das Gesamtkonstrukt. Gerade im Kraft- und Kraftausdauertraining dauert es lange, oftmals mehrere Jahre, um eine Verbesserung zu erzielen. Daneben gilt: Je besser ich in meinen koordinativen und Balancefähigkeiten bin, umso leichter fühle ich mich auf dem Ski, um so leichter kann ich Korrekturen von außen umsetzen. Für die Verbesserung von Nuancen braucht es ein feines Körpergefühl, das Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Dass wir in Deutschland eine Skihalle in Oberhof haben, ist sicher ein Standortvorteil. Früher fand ich sie ätzend, aber heute weiß ich sie zu schätzen, ist dort doch ein konzentrierteres Training möglich als z.B. auf einer Loipe im Freien, wo man leichter abgelenkt wird. In diesem Jahr waren wir fast allein dort, da andere Nationen, die sonst auch hier trainieren, wegen Corona nicht kommen konnten.
Die letzten Jahre waren nicht immer einfach und auch nicht so erfolgreich wie früher. Verletzungen und Formschwankungen haben oft bessere Ergebnisse verhindert.

Krehl: Die letzten drei Jahre hatte ich immer wieder mit einer Entzündung in der Schulter zu kämpfen, die von einer Fehlhaltung herrührt. Diese Überbeweglichkeit ist eine kleine Einschränkung, behindert mich aber nicht bei Höchstleistungen. Derzeit habe ich sie im Griff, muss aber immer aufpassen und dagegen arbeiten. Generell kann man sagen, fast alle Spitzenathleten haben eine Schwachstelle, auf die es aufzupassen gilt.

Eisenlauer: Durch eine Schulterluxation, Erkältungen, Übertraining oder Trainingsdefizite hatte ich die letzten drei Jahre einen Hänger, so dass mein Sprintleistung stagnierte. Dadurch, dass die Mannschaftsmitglieder Alexander Wolz und Markus Weeger ihre Karriere beendet hatten, fehlte das gegenseitige Reiben und Vorwärtspushen, der interne Konkurrenzkampf. Und so waren diese Jahre schon belastend, vor allem im Kopf. Gedanken wie: „Was mache ich denn eigentlich hier?“, tauchten immer wieder auf. Doch die Heim-WM motiviert, ist sie doch das Größte für einen Sportler.

Was war denn ausschlaggebend, dass ihr das Langlaufen zu eurem Lebensinhalt gemacht habt?

Krehl: In unserer Familie hatte der Sport immer schon einen hohen Stellenwert. Meine Brüder Valentin und Emil wie auch meine Eltern waren Vorbilder, obwohl ich neben dem Langlaufen auch noch Fußball spielte, im Leichtathletikverein und in der Musikkapelle war. Als mein erster Langlauftrainer Manfred Häusler in Rettenberg in den Ruhestand ging, wechselte ich nach Oberstdorf. Dort formten mich Bernie Haag und Liese Hartmann. Waren es anfangs noch Spaß und Spiel, „so wurde aus Spaß Ernst“.

Eisenlauer: Was war der Anfang? Eigentlich ganz unspektakulär. Die Loipe in Burgberg war vor der Haustüre. Irgendwie bin ich da reingerutscht und nicht mehr weggekommen. Da ich wohl talentiert war, wechselte ich nach Sonthofen zu Sabine Dotzler. Dort fand ich in Hannes und Christian Dotzler schnell Freunde, hatte aber immer noch keine großen Ambitionen. Alles andere entwickelte sich eigentlich von selber, bis ich dann irgendwann auf der Jugend-Weltmeisterschaft war.

Was waren eure sportlichen Höhepunkte?

Krehl: Im Junioren-/U23 Alter waren die Junioren/U23 Weltmeisterschaften immer ein großes Erlebnis, die ich sicher nie vergessen werde, besonders die Bronzemedaille in der Staffel in Almaty. Als Highlights würde ich meine erste Teilnahme an der WM in Lahti vor drei Jahren (Platz 16 und 17 im Sprint) und das Sprint-Halbfinale letztes Jahr in Planica bezeichnen.

Eisenlauer: Ich bin seit 2005 auf internationaler Ebene unterwegs. Meine erste Weltcupteilnahme war 2010 in Düsseldorf. Bei Olympischen Spielen habe ich ohne großartige Ergebnisse teilgenommen. Als meinen Höhepunkt würde ich die Finalteilnahme beim Sprint der Tour de Ski in Oberstdorf nennen.
Ihr seid beide im besten Langlaufalter. Gibt es schon Pläne für die Zeit danach?

Krehl: Da lasse ich mir noch Zeit. Als Zollbeamtin kann ich später in dieser Behörde dort arbeiten und Karriere machen.

Eisenlauer: Als Soldat bei der Bundeswehr kann ich später dort tätig werden, möchte aber zuerst mit meiner Frau Michaela auf Reisen gehen, wenn dies wieder möglich wird.

Müsstet ihr euch selber beschreiben, was fällt euch spontan dazu ein?

Krehl: Ich bin ein Morgenmensch, der anfallende Arbeiten am liebsten morgens erledigt. In meiner Freizeit koche und backe ich gerne. Als kleine Schwäche würde ich meinen Hang zur Unpünktlichkeit bezeichnen. Aber daran arbeite ich! Und natürlich verbringe ich viel Zeit mit meinem Freund Ueli, der Mitglied der Schweizer Langlauf-National-Mannschaft ist.

Eisenlauer: Ich würde mich als sehr fokussiert, zielstrebig und diszipliniert bezeichnen. Manchmal stehe ich mir aber selbst im Weg, wenn es gilt, sich auf etwas Neues einzulassen.

Könnt ihr dem Nachwuchs Tipps für eine erfolgreiche Karriere mitgeben?

Krehl: Die Kinder sollten möglichst viele verschiedene Sportarten ausprobieren, bevor sie sich festlegen. Wichtig dabei ist, dass sie Spaß dabei haben. Alles andere kommt dann von selbst.

Eisenlauer: Eine gesunde Mischung aus Spaß und Fokus im Training, aber auch Freunde außerhalb des Sports, die ab und zu für etwas Abwechslung sorgen.

Interview: Dieter Haug

am 15.10.2020

"Heim-WM ist ein einmaliges Privileg"

Für Karl Geiger läuft der Countdown für Tournee und Weltmeisterschaft

Der Countdown läuft. Der Winter hat sich schon mal angekündigt. Auch wenn der Schnee (noch) nicht liegenbleibt, so gilt es doch, sich auf die kalte Jahreszeit einzustellen. Während sich die einen nach den warmen Sommertagen zurücksehnen, können es die anderen kaum erwarten, die Skier anzuschnallen.
Zu den Highlights im kommenden Winter gehören zwei Großereignisse im Allgäu. Bis zur Vier-Schanzen-Tournee sind es noch knapp 13 Wochen, bis zur Nordischen Weltmeisterschaft noch 140 Tage. Für einige einheimische Sportler sicherlich der Höhepunkt in diesem Sportjahr, vielleicht sogar ihrer Karriere.
Zu ihnen gehört auch Karl Geiger aus Oberstdorf. Wie jeder Wintersportler hat er den Sommer genützt, sich auf diese Events vorzubereiten. Intensive Krafteinheiten im Kraftraum, Ausdauereinheiten auf dem Rad oder zu Fuß, Gymnastik und Reaktionstraining gehören zu seinem Alltag.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schnellkrafttraining, gilt es doch, auf der Schanze innerhalb von Millisekunden den optimalen Absprungpunkt zu treffen und schnell eine gute Flugposition einzunehmen. Deshalb wird er seine Absprungmuskulatur so trainieren, dass er möglichst viel Kraft in schnelle Bewegung umsetzen kann. „Weitere Trainingsschwerpunkte liegen in den Bereichen Koordination, Beweglichkeit und natürlich auf der Schanze“, erzählt Karl Geiger (27).
Zwischen seine täglichen Trainingseinheiten hat er nun noch seine Hochzeit mit Franziska eingeschoben. Die Flitterwochen bestehen aus Corona-, aber auch aus Zeitgründen aus zwei Tagen im Oberbayerischen. „Den richtigen Hochzeitsurlaub werden wir nach der kirchlichen Trauung nachholen, welche aber erst später geplant ist“, erklärt er mit einem Schmunzeln.
Doch zuerst stehen die Vierschanzentournee (29.12.2020) und die Nordische Weltmeisterschaft (23.02. – 07.03.2021) vor der Türe. Unter anderen Voraussetzungen als die Jahre zuvor. Waren es 2019 noch 25.000 Zuschauer in der Audi Arena, die seinen 2. Platz frenetisch feierten, werden es dieses Mal nur 2.500 sein, sollte Corona diese Planung nicht auch noch über den Haufen werfen.
„Die Tournee und die WM hier in der Heimat sind schon etwas ganz Besonderes, ein Privileg, das nur einmal im Sportlerleben vorkommt“, sagt der Modellathlet. Dass es dieses Mal nur 2500 Zuschauer sein sollen, bedauert er, hat er doch die Vier-Schanzen-Tournee vom letzten Jahr noch in bester Erinnerung. Nach dem ersten Durchgang war nur der Japaner Ryoyu Kobayashi vor ihm. „Dort oben auf dem Startbalken konnte man die Vibrationen spüren, die von den Anfeuerungsrufen der 25.000 Zuschauer ausgingen.“ Gänsehautfeeling pur. Lief er in der Vergangenheit den hoch gesteckten Erwartungen in Oberstdorf immer wieder hinterher, so zog er dieses Mal, wissend um seine gute Form und ein neu gewonnenes Selbstbewusstsein, „das Ding durch“. Auch den Nachteil der in diesem Winter zahlenmäßig wenigen Zuschauer kommentiert er nüchtern: „Wir kennen diese Situation von Springen in Russland oder Finnland. Für mich als Athlet gilt es mein Zeug zu machen. Die Zuschauer pushen vor allem dann extrem, wenn man in einer sehr guten Form ist.“
Wie wichtig die Vorbereitung im Sommer ist, erläutert er folgendermaßen: „Hat sich in der Grundtechnik ein Fehler eingeschlichen, kann ich den im Sommertraining bei vielen Sprüngen im Kraftraum abstellen. Auf der Schanze habe ich nur zwei Sprünge. Ein kleiner Fehler im System bedeutet im Winter keine Spitzenplatzierung.“ Als Folge stellt sich eine Unsicherheit ein. Ohne schlüssige Erklärung, warum es im Ergebnis auf einmal zehn Meter weniger sind. „Deshalb müssen wir, Athlet und Trainer, immer wachsam sein. Die besten Sprünge gelingen mit einer klaren Vorstellung im Kopf, einer Fokussierung auf die wichtigen Punkte, aber auch ohne Verkrampfung, sondern mit einer gewissen Lockerheit. Wenn das Gesamtpaket stimmt, kommt der Erfolg von selbst.“
Karle begann mit dem Springen schon sehr früh. Trainierte er aber anfangs auch noch das Langlaufen, so wusste er schon bald, wo seine Bestimmung lag. Doch die Anfangsjahre entpuppten sich jedoch nicht als besonders vielversprechend. 2012 hatte er seinen ersten Weltcupeinsatz. Doch der richtige Durchbruch gelang ihm erst in Pyeonchang 2018, als er im Team-Wettbewerb, zusammen mit Stephan Leye, Richard Freitag und Andreas Wellinger, die Silbermedaille hinter Norwegen holte. In der Saison 2018/19 gewann Geiger sein erstes Weltcupspringen in Engelberg. Bei den Nordischen Weltmeisterschaften 2019 war er nur knapp hinter seinem Mannschaftskollegen und Sieger Markus Eisenbichler. Die Saison 2019/20 war seine erfolgreichste. Die Tournee beendete er als Gesamtdritter. Vor ihm waren nur Dawid Kubacki (Polen) und Marius Lindvik (Norwegen). Wenige Tage später gelang Geiger sein dritter Weltcupsieg in Predazzo (Italien), mit dem er auch zum ersten Mal das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden eroberte. Zu seinen Highlights gehört sicher auch der 1000. Weltcupsieg in Lahti im Rahmen der Lahti Ski Games.
Dass auch Enttäuschungen zu einem Springerleben gehören, musste Karle leidvoll erfahren. „Besonders bitter war für mich, dass ich bei der Skiflug-WM 2018 in Oberstdorf nicht im Wettkampf starten durfte. Es dürfen bei einem Großevent nur vier Athleten starten und, wenn man dann die Nummer fünf ist, trifft einen das, vor allem zu Hause, schon hart.“ Ebenso erging es ihm bei der WM in Lahti, als er im Team-Wettbewerb den undankbaren Zuschauerplatz innehatte.
Und doch hat ihn das nur noch stärker gemacht. Bei Karle, der wie viele andere Leistungssportler beim Zoll angestellt ist, spielt sich viel im Kopf ab. „Erfolgreiches Skispringen bedeutet, mental stark zu sein. Es ist vieles möglich, wenn die richtige Idee im Kopf da ist.“
Und so geht er auch alles andere an. Ein Studium an der Uni Kempten beendet er neben seinem Voll-Time-Job als Sportler mit dem Bachelor im Fach Energie- und Umwelttechnik. Doch in seiner ruhigen, unaufgeregten und sachlichen Art sieht er darin eher eine positive Energie als eine Belastung.
Erster Gradmesser seiner Form sowie eine erste Standortbestimmung wird das erste Weltcupspringen in Wisla/Polen sein.

am 13.10.2020

Karl Geiger hat geheiratet

Und der Nachwuchs vom Skiclub steht Spalier

Es hat geregnet… es war kalt … es war wunderbar… hatte Skispringer Karl Geiger nach seiner Hochzeit in den Social Media gepostet. In seinem Heimatort schlossen Deutschlands zur Zeit bester Skispringer und seine Freundin Franziska den Bund der Ehe. Nach der Trauung standen Vorstand und Kinder des Skiclub Oberstdorf Spalier, um den Frischvermählten die Ehre zu erweisen beim „Sprung“ ins private Glück.

am 11.10.2020

Karl Geiger hat geheiratet

Und die Kinder vom Skiclub stehen Spalier

Es hat geregnet… es war kalt … es war wunderbar… hatte Skispringer Karl Geiger nach seiner Hochzeit in den Social Media gepostet. In seinem Heimatort schlossen Deutschlands zur Zeit bester Skispringer und seine Freundin Franziska den Bund der Ehe. Nach der Trauung standen Vorstand und Kinder des Skiclub Oberstdorf Spalier, um den Frischvermählten die Ehre zu erweisen beim „Sprung“ ins private Glück.

am 09.10.2020 von Miriam Frietsch

Ministerpräsident Dr. Markus Söder übernimmt die Schirmherrschaft

Neben zahlreichen Top-Sportlern hat auch ein Spitzenpolitiker bereits seine Teilnahme zugesagt: Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, übernimmt die Schirmherrschaft für die hochkarätige Veranstaltung in Deutschlands südlichster Gemeinde.

Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordische Ski-Weltmeisterschaften Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH freut sich über die prominente Unterstützung: „Es ist uns eine große Ehre, dass Ministerpräsident Dr. Markus Söder die offizielle Schirmherrschaft für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften übernimmt. Wir arbeiten mit vollem Einsatz, damit die WM trotz der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen wie geplant stattfinden kann. Im Vergleich mit anderen Veranstaltungen haben wir als Outdoor- und Individualsport sicherlich

recht gute Voraussetzung. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass die Weltmeisterschaften in Oberstdorf der absolute Höhepunkt im bayerischen und deutschen Sportjahr 2021 werden.“
Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigt sich ebenfalls optimistisch: „Oberstdorf ist eine Metropole des nordischen Skisports. Es verfügt über exzellente Sportanlagen. Ein ebenso begeistertes wie fachkundiges Publikum sorgt regelmäßig für beste Stimmung. Die Vorbereitungen in der ganzen Region laufen auf Hochtouren. Das sind hervorragende Voraussetzungen dafür, dass die FIS Nordische Ski-Weltmeisterschaften 2021 wie bereits 2005 ein wunderbares Wintermärchen werden.“

Für die beiden Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM, Florian Stern und Moritz Beckers-Schwarz, sind die aufmunternden Worte aus der Staatskanzlei ein zusätzlicher Ansporn: „Dass Ministerpräsident Dr. Markus Söder ohne Zögern die Schirmherrschaft für unsere Veranstaltung übernommen hat, zeigt uns, welchen hohen Stellenwert der Nordische Wintersport in Bayern hat. Wir werden alles daransetzen, dass wir unseren gemeinsamen Traum wahr werden lassen und gemeinsam mit der internationalen Skifamilie und hoffentlich zahlreichen Fans ein fröhliches Skifest feiern können.“.

am 05.10.2020

Nur noch Quali-Tickets für Vierschanzentournee verfügbar

Keine Tickets mehr für den Wettkampftag erhältlich

Bereits nach kurzer Zeit waren die stark limitierten Tickets für den Auftakt der Vierschanzentournee vergriffen und für den Wettkampftag sind alle rund 2.500 Plätze belegt.
Für alle interessierten Skisprungfans besteht jedoch noch die Möglichkeit, die weltbesten Skispringer bei der Qualifikation anzufeuern.

Ein Restkontingent an Tickets für den 28.12. ist nach wie vor über den Online-Shop unter "www.arena-ticket-allgaeu.de:"www.arena-ticket-allgaeu.de/ticketbestellung/ oder telefonisch unter der Tickethotline 08322/8090-350 erhältlich.

am 28.08.2020

Trainingsbetrieb in der WM-Skisprungarena aufgenommen

Mit einem Sprung von der Großschanze auf 120 Meter eröffnete Skisprung Weltmeisterin Katharina Althaus aus Oberstdorf den Sommertrainingsbetrieb in der WM-Skisprungarena. Ebenso wird an den neuen Kleinschanzen jetzt wieder fleißig trainiert. Damit ist die WM-Skisprungarena wieder vollumfänglich nutzbar und der geplante Bauzeitenplan wurde somit eingehalten.

Die für den Trainingsbetrieb erforderlichen Bauteile sind inzwischen alle im täglichen Betrieb. In den letzten Wochen ist eine weitere Trafostation installiert worden, um bei den Veranstaltungen die erforderliche Energie bereitstellen zu können. In der Faltenbachüberbauung erweist sich die Betonsanierung als sehr aufwendig, da die Konstruktion über die letzten 45 Jahre stark beschädigt wurde. Hier sind die Oberflächen des 2. Obergeschosses noch herzustellen und anschließend zu beschichten.

Allen Skispringern wünschen wir viel Erfolg in der modernisierten Skisprungarena!

am 04.08.2020

Statt großem Bahnhof in Planica kleine Feier im Skimuseum in der Audi Arena

Auszeichnung für Karl Geiger als Weltcup-Zweitem und das gesamte deutsche Springerteam für Platz 1 in der Nationenwertung

Ein bisschen sind die großen Erfolge der deutschen Skispringer untergegangen, nachdem die Saison 2019/20 wegen Corona in Trondheim so abrupt beendet worden war. Neben dem zweiten Rang in der Gesamtwertung für den WM-Botschafter Karl Geiger (SC Oberstdorf) war zudem das gesamte Team spitzenmäßig: Platz 1 in der Nationenwertung vor Österreich bedeutete die große Weltcup-Kugel für die DSV-Mannschaft als bestes Team der Welt. Die Ehrung erfolgte jedoch in diesem Jahr nicht wie üblich zum Saisonabschluss mit großem Bahnhof in Planica, sondern im kleinen Rahmen im Skimuseum an der Skisprungschanze in Oberstdorf, wo die Nationalmannschaft derzeit auf Lehrgang weilt.

Gefreut hat sich das Team um Trainer Stefan Horngacher über die späte Ehrung nach der so plötzlich abgebrochenen Saison dennoch. Sven Hannawald war eigens nach Oberstdorf gekommen, um die Kristallkugel der FIS zu überreichen. Hannawald hatte 2002 ebenfalls den Nationencup gewonnen und nach dem Grand Slam bei der Vierschanzentournee auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung erreicht.
Horst Hüttel, Sportdirketor nordisch im DSV, ließ noch einmal die vergangene, aus deutscher Sicht so spannende Saison Revue passieren. Zum dritten Mal in 40 Jahren nach 2002 und 2015 (mit Severin Freund) hatte sich die deutsche Mannschaft den Nationencup geholt, leider aufgrund der Corona-Pandemie unter Ausschluss und nahezu ohne Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Karl Geiger, der eigentlich damit gerechnet hatte, seine Auszeichnung „per Post“ zu erhalten, erinnerte sich gern erneut an die zurückliegende Saison. „Platz 2 bedeutet für mich, dass ich in extrem guter Form und wirklich in jeden Wettkampf stabil war“, so der Oberstdorfer. Gefeiert werde jetzt allerdings nicht mehr, denn der Blick sei nach vorn gerichtet. Das Ziel des Weltcup-Zweiten ist, an die Leistung aus dem vergangenen Jahr anzuknüpfen, noch stabiler zu werden und das Niveau noch einmal anzuheben. „Ich hatte sehr viele sehr gute Wettkämpfe, aber auch ein paar, wo ich mich schwergetan habe“, meinte Geiger selbstkritisch.

Mit der nachzuholenden Skiflug-WM in Planica Anfang Dezember, der Vierschanzentournee und der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf liegt eine Saison mit vielen Highlights vor den Springern. Geiger gibt sich zuversichtlich. „Wir sind gut aufgestellt. Vor allem bei der Heim-WM wollen wir mit breiter Brust auftreten und zeigen, dass wir in Topform sind und gute Leistungen bringen können“, verspricht der 27-Jährige.

Trainer Stefan Horngacher geht mit ähnlicher Zuversicht in die neue Saison. Es gebe Selbstvertrauen, wenn man im ersten Jahr als Trainer gleich die Nationenwertung gewinne. „Das Gesamtgefüge stimmt einfach“, meinte der im Schwarzwald lebende Österreicher, der im letzten Jahr den Erfolgstrainer Werner Schuster abgelöst hatte. In der anstehenden Saison mit dem ambitionierten Wettkampfkalender und vielen Höhepunkten stehe die Heim-WM über allem. „Vor allem nach den Erfolgen in Seefeld werden wir versuchen, in Oberstdorf die beste Performance abzuliefern“, verspricht der neue Coach.

am 24.07.2020

Bürgermeister Klaus King neuer stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Änderung im Aufsichtsrat der Nordischen Ski WM

Im Rahmen der letzten Aufsichtsratssitzung der FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH wurde Klaus King, der erste Bürgermeister der Marktgemeinde Oberstdorf, zum neuen stellvertretenden Aufsichtsvorsitzenden ernannt. Er folgt damit auf Laurent Mies, der dieses Amt bis dato innehatte. Den Vorsitz behält auch weiterhin der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Franz Steinle.

Ebenfalls neu in den Aufsichtsrat wurden für die jeweiligen Gesellschafter folgende Personen ernannt:
Indra Baier-Müller (Landrätin Landkreis Oberallgäu) als Nachfolgerin für Anton Klotz
Alexa Schwendinger (Gemeinderätin Marktgemeinde Oberstdorf) als Nachfolgerin für Peter Titzler

am 16.07.2020

Vorbereitungen auf die WM laufen zu 100% weiter für 2021

Offizielle Einladung an die Teams wurde am 03. Juli versendet

„Ja, die WM findet definitiv statt“, sagt Moritz Beckers-Schwarz, einer der beiden Geschäftsführer der FIS Nordischen Ski WM GmbH. Die Vorbereitungen hierfür laufen zu 100% weiter.

Vor wenigen Tagen wurde auch die offizielle Einladung an die nationalen Skiverbände verschickt, als erster Veranstalter einer WM im kommenden Winter. Insgesamt werden rund 1.500 Teilnehmer aus voraussichtlich über 60 Ländern am Start stehen.

Auch der Ticketvorverkauf läuft weiter für alle 13 Veranstaltungstage. Rund 25.000 Tickets sind bereits verkauft und die fortschreitenden Planungen gehen von einer Kapazität von 100% in beiden Stadien aus. Dazu wird auch mehrgleisig an Hygienekonzepten gearbeitet mit den zuständigen Behörden, aber auch mit dem Deutschen Skiverband und dem Deutschen Olympischen Sportbund, um die Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Wichtig für die Behörden ist die Rückverfolgbarkeit, weshalb heute schon feststeht, dass es nur personalisierte Tickets geben wird, also Tickets namentlich einem Besucher zugeordnet werden können.

Sollte es dennoch zu einer Absage oder Kapazitätsbeschränkung kommen, erhalten die Käufer die Ticketkosten netto zurückerstattet. So besteht für die Zuschauer kein Risiko beim Ticketkauf, da es keine Gutscheinlösung geben wird.

Auch in der Audi Arena beginnt nun nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen in Kürze wieder der Trainingsbetrieb auf allen fünf Schanzen.

am 10.06.2020

Das FIS-Council bestätigt den Wettbewerb der Skisprung-Damen von der Großschanze

Wenn am 23. Februar 2021 der Startschuss für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf fällt, bedeutet dies auch ein Meilenstein für die Skisprung-Damen: Zum ersten Mal werden die Damen im Rahmen einer Weltmeisterschaft von der Großschanze springen.

Nachdem sich die Athletinnen, allen voran Maren Lundby (NOR), in der vergangenen Saison stark dafür eingesetzt haben, wurde der Wettbewerb Ende Mai vom FIS-Council bestätigt. Die Versammlung der ranghöchsten Vertreter des Internationalen Skiverbandes beschloss, das Springen von der Großschanze in das Wettkampf-Programm der Weltmeisterschaften aufzunehmen. Die Bestätigung des Kongresses des Internationalen Skiverbandes, der im Herbst stattfinden wird, steht noch aus. Das Organisationskomitee der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 hat den Wettbewerb der Damen von der Großschanze in der Wettkampf-Programm integriert: Der Wettkampf ist für den 03. März 2021 ab 16:00 Uhr geplant.
Florian Stern, Geschäftsführer der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH ist darüber sehr erfreut: „Die Entscheidung des FIS-Councils, die Großschanze mit in das WM-Programm aufzunehmen, freut uns sehr. Die Damen werden zum ersten Mal eine Weltmeisterin auf der Großschanze küren – und das in Oberstdorf. Für uns aus Ausrichter der Weltmeisterschaft bedeutet dies natürlich eine große Ehre“. Auch Katharina Althaus kann es kaum erwarten: „Das wird sicherlich eine unvergessliche Weltmeisterschaft! Zum einen springen wir zum ersten Mal bei einer WM von der Großschanze und zum anderen ist die Stimmung bei einer Heim-WM eine ganz besondere. Darauf freue ich mich schon unglaublich! Das Leistungs-Niveau der Damen ist mittlerweile so hoch, dass die Zeit definitiv reif für eine Weltmeisterin auf der Großschanze ist“.
Alle Infos zum Wettkampfprogramm und den Ticketangeboten sowie die Bestellmöglichkeiten finden Interessierte unter www.oberstdorf2021.com.

am 19.05.2020

Interview mit Johannes Rydzek

281 Tage vor dem geplanten Beginn der Nordischen Ski-WM in seiner Heimat Oberstdorf, macht sich der zweifache Olympiasieger und sechsfache Weltmeister in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek (28), keine Gedanken über eine WM-Absage. Seine Trauung wurde zwar um ein Jahr verschoben, auf die WM bereitet er sich aber fokussiert vor, trotz Corona-Einschränkungen. Wie sich Johannes Rydzek vom Skiclub Oberstdorf auf die neue Saison vorbereitet und mit welchen Problemen er dabei zu kämpfen hat, er uns im nachfolgenden Interview erklärt.

Servus Johannes, wie ist das Leben im Allgäu während der Corona-Krise?
Für mich jetzt persönlich nicht allzu anders als bei den anderen. Die Einschränkungen betreffen mich selbstverständlich auch. Leider ist die harte Phase des Lockdowns gerade in die Zeit nach der Saison gefallen, wo sonst viel Raum für die Familie und Freunde ist. Das haben wir jetzt eben anders und an die Situation angepasst gestaltet, konnten die Zeit aber trotzdem genießen. Ich lebe mit dem Allgäu in einer Region- und das ist mir nochmal viel bewusster geworden - die einfach herrlich und wunderschön ist, und dafür bin ich sehr dankbar. Das Wetter im April war sagenhaft, so konnte ich die Natur genießen. Außerdem habe ich mich in Ruhe auf meine Bachelorarbeit konzentriert, die ich Ende Mai abgeben werde.

Privat hatte die Pandemie leider Auswirkungen für Dich und Deine Frau Lissi. Eure kirchliche Trauung musste verschoben werden – standesamtlichlich habt ihr ja schon letztes Jahr geheiratet. Wie geht ihr damit um?
Dadurch, dass die Trauung Anfang Juni geplant war, haben wir diese nun erst einmal um ein Jahr auf 2021 verschoben. Obwohl wir bis jetzt aufgrund der zu erwartenden Entscheidung noch nicht übermäßig Zeit und Energie in die Vorbereitungen investiert haben, ist das selbstverständlich ärgerlich. Es ist meiner Frau und mir aber einfach wichtig, eine schöne Feier mit der Familie und unseren Freunden zu haben. Jetzt müssen wir uns eben noch ein wenig gedulden.

Erlebst du gerade irgendwelche Einschränkungen während der Einheiten?
Wenige. Seitdem wir wieder mit dem Krafttraining begonnen haben, dürfen wir auch – unter Auflagen – den Kraftraum im Olympiastützpunkt nutzen. Bedeutet, dass eben Hygienevorschriften eingehalten müssen, und nur eine bestimmte Anzahl an Leuten dort anwesend sein dürfen. Zudem teilen wir uns die Räumlichkeiten mit den Skispringern, aber auch da konnten wir einen guten Plan aufstellen, damit jeder auf seine Trainingszeiten kommt. Ein paar Einheiten kann man dann entweder nur allein oder zu zweit machen. Das sind eigentlich so die einzigen Einschränkungen.
Interessanter wird es dann, wenn es wieder auf die Schanze geht. Dabei spielt Corona eine Nebenrolle, weil in Oberstdorf die Schanzen noch nicht fertig für das Sommertraining sind. Die nächstmögliche, benutzbare Schanze wäre in Deutschland dann in Oberhof weil Hinterzarten auch noch nicht geht. Dafür müssten wir dann echt weit fahren, und eben auch schauen, ob das dann mit den Übernachtungen funktioniert.
Sicher wird es noch bis Juni dauern, bis wir dann springen können, dennoch ist es mit dem Blick auf die bevorstehende Heim-WM nicht optimal. Trotzdem will ich mich allzu sehr beschweren, denn man muss die Situation jetzt einfach so annehmen, und das Beste daraus machen.

Im Februar nächsten Jahres findet in Oberstdorf die nordische Ski-Weltmeisterschaft statt. Machst du dir aktuell Sorgen, ob die WM wie geplant, stattfinden kann?
Natürlich hat man das im Hinterkopf, ob es da Probleme geben könnte, aber ich mache mir keine Gedanken über eine Absage oder Verschiebung der WM. Dafür ist die Entwicklung der Covid-Krise zu dynamisch, und außerdem gibt es da so viele Leute, die da unterschiedlich Prognosen aufstellen. Da lasse ich mich nicht verrückt machen. Ich trainiere so, als würde sie stattfinden, und fokussiere mich auf meine Leistung und darauf, den Knoten wieder beim Springen zu lösen. Ich interpretiere da nichts rein, was man jetzt auch noch nicht absehen kann. Letztlich hoffe ich einfach, dass die Medizin Corona im kommenden Winter im Griff hat und Oberstdorf im Februar 2021 hoffentlich ein fröhliches Skifest feiert.

Wie oft kreisen Dir denn schon die Gedanken an die Heim-WM durch den Kopf?
Ich weiß, dass es noch ein Stück hin ist und ich außerdem noch intensiv an mir arbeiten muss, um im bei der WM in Topform zu sein. Diese Aufgabe gilt es jetzt erst einmal zu meistern. Ich spiele mir da keine Szenarien in meinem Kopf durch. Aber klar, die Heim-WM ist auf jeden Fall ein großes Ziel von mir.

Jarl Magnus Riiber dominierte die Szene in den beiden vergangenen Wintern. Was wird in dieser Sommervorbereitung wichtig sein, um die Lücke zu ihm schließen zu können?
Jarl hat das Sprungniveau in den letzten Jahren deutlich angehoben und die Szene dadurch aufgewirbelt. Trotzdem gilt es da jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir müssen hart arbeiten und auf uns selbst konzentrieren. Klar, man muss da am Ball bleiben, denn wenn man, wie bei mir letztes Jahr, eine Minute hinterher ist, dann wird es schwierig, um ein Podestplatz mitzulaufen. Da muss jeder seinen individuellen Weg finden und darf sich nicht allzu sehr auf Jarl oder die anderen Konkurrenten fokussieren. Das ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme und auf die ich richtig Lust habe.

am 07.05.2020

Gemeinsam gesund bis zur Heim-WM

Ein Virus hält die Welt in Atem und kann uns doch nicht stoppen: voller Energie arbeiten wir weiter an den Vorbereitungen der Nordischen Ski WM in unserem schönen Oberstdorf. Natürlich legen wir dabei großen Wert auf Gesundheit. Deshalb unterstützen wir die ansässigen Apotheken mit unserem Halstuch im WM-Design, dass sich als praktischer Mund-Nasen-Schutz für den Einkauf verwenden lässt, bis wir es wieder als rein modisches Accessoire tragen werden.

am 06.04.2020

OK berichtet über den Status Quo

Mittlerweile sind es weniger als 365 Tage bis der Startschuss zur dritten FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf fällt. Nachdem das Organisationskomitee rund um die Geschäftsführer Florian Stern und Moritz Beckers-Schwarz die Generalprobe bei der Nordic Week sehr gut gemeistert hatte, stand das halbjährliche Coordination Group-Meeting mit dem Internationalen Skiverband an. Dabei präsentieren die Organisatoren den Stand der Vorbereitungen in den verschiedenen Resorts.

Dr. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes, zeigte sich beeindruckt: „Wir haben in den vergangenen Monaten einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Vorbereitungen sind alle im Plan und die Geschäftsführer mit ihrem Team machen einen tollen Job.“ Ähnlich positiv äußerte sich Sarah Lewis, Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes (FIS): „Ich bin sehr glücklich über die geglückte Generalprobe bei der Nordic Week. Es war alles sehr gut organisiert und wir haben gute Feedbacks erhalten. Die Baumaßnahmen im Langlaufstadien Ried und im Schattenberg-Skistadion sind einfach beeindruckend.“
Neben den aktuellen Informationen aus den Resorts Finanzen, Medizin, Marketing, Presse und Volunteers war auch der ÖPNV ein Thema. Florian Stern, Geschäftsführer der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu GmbH: „Ein wichtiger Schritt war für uns die Schaffung eines Kombitickets. Es ist uns nun geglückt, dass die Inhaber einer Eintrittskarte kostenlos mit Bus und Bahn im Umkreis von 60km anreisen können. Wir sind definitiv auf einem guten Weg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns.“
Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu GmbH, berichtete über die verschiedenen Marketingaktivitäten, die im vergangenen Winter durchgeführt wurden. Neben einer Promotion-Tour bei deutschlandweiten Weltcup-Veranstaltungen wurde mit einer Social Media-Kampagne begonnen und auch die Gespräche mit dem Bayerischen Rundfunk sowie der Allgäuer Zeitung als Medienpartner laufen gut. Er meint dazu: „Mit dem BR und der Allgäuer Zeitung konnten wir zwei wichtige Partner gewinnen, die uns bei der Bewerbung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft unterstützen.“

am 02.03.2020

Einzeltickets für Nordische Ski WM 2021 in Oberstdorf ab sofort erhältlich

Sichern Sie sich noch heute Ihre Wunschtickets für die WM in Oberstdorf.

Nach den erfolgreichen Austragungen von 1987 und 2005 wird Oberstdorf zum dritten Mal Gastgeber von Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sein. Vom 23.02. bis 07.03.2021 gehen in Oberstdorf die besten Langläufer und Langläuferinnen, Skispringer und Skispringerinnen sowie Nordischen Kombiniererinnen und Kombinierer auf Titeljagd im Rahmen der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021.

Vor allem für die Oberstdorfer Wintersportler Johannes Rydzek, Katharina Althaus, Vinzenz Geiger und Karl Geiger versprechen die Titelkämpfe vor der eigenen Haustüre ein ganz besonderes Ereignis zu werden, kennen sie doch die Sportstätten im Langlaufzentrum Oberstdorf und im Skisprungstadion unterm Schattenberg bestens aus unzähligen Trainingsstunden.

Nachdem bereits seit 13. Dezember 2019 attraktive Ticketpakete im Vorverkauf erhältlich waren, folgen nun seit Montag, 02. März um 11.00 Uhr auch die begehrten Einzel- und Tagestickets.
Damit haben die Wintersportfans nun die Möglichkeit, Ihren WM-Aufenthalt nach Belieben zu gestalten und keine Entscheidung im Skisprung- oder Langlaufstadion zu verpassen.

Tickets sind direkt buchbar über die offizielle WM-Homepage unter www.oberstdorf2021.com.

am 25.02.2020

Die Uhr tickt – ab sofort zeigt eine Countdown-Uhr die verbleibende Zeit an

Genau 365 Tage vor dem Beginn der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf/Allgäu 2021 wird die Countdown-Uhr am Bahnhofsplatz enthüllt.

An prominenter Stelle können nun Gäste und Einheimische sehen, wie lange es noch bis zur FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 dauert.

Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH, Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer, Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister von Oberstdorf, Frank Jost, Tourismusdirektor, Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf sowie Richard Steindl, Business Developement Manager von Stora Enso Germany weihten die Countdown-Uhr feierlich ein. Am Bahnhofsplatz mitten in Oberstdorf zählt die Countdown-Uhr die Tage bis zur Eröffnung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Stora Enso als Presenting -Sponsor der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften unterstützt die Installation mit passenden Holzplatten. Der Uhrenhersteller Junghans präsentiert als Offizieller Timing Partner der WM die Countdown-Uhr, die künftig die verbleibende Zeit anzeigt. Oberstdorf setzt mit der Countdown-Uhr ein wichtiges Zeichen im Hinblick auf die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021.

Sarah Lewis, Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes FIS:
„Das Aufstellen der Countdown-Uhr ist ein wichtiger Meilenstein für jeden FIS Weltmeisterschaftsausrichter. Die Uhr ist ein wichtiges Symbol für die Organisatoren und die gesamte Gemeinde und ist dient als positive Erinnerung an die unvergesslichen Sportmomente und die fantastische Atmosphäre, die bereits am Horizont warten.”

Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH: „Oberstdorf setzt mit der
Countdown-Uhr ein optisches Zeichen im Ort und nimmt Gäste und
Einheimische mit auf dem Weg zu einem weiteren Wintermärchen 2021.
Die Countdown-Uhr ist auch für uns als Deutscher Skiverband ein
wichtiges Signal nach außen. Denn Oberstdorf ist für uns der wichtigste
Bundesstützpunkt Ski nordisch. Derzeit leben und trainieren in Oberstdorf
ein Drittel aller Bundeskader Athleten. Der gesamte nordische Sport,
der Leistungs-, aber auch der Freizeit und Breitensport, der Ort und
die Region wird über mindestens zwei weitere Sportlergenerationen
hinweg von der Weltmeisterschaft profitieren und sich weiter als attraktiver Wintersportort etablieren.“

Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer: „Die Einweihung der Countdown-Uhr verdeutlicht den WM-Spirit im Ort. Die Vorfreude bei den Einheimischen und den Gästen wächst täglich und mit der sinkenden Anzahl an Tagen wird dies nun auch optisch verdeutlicht.“

Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister Oberstdorf: „Für Oberstdorf ist die Austragung einer FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft natürlich etwas Besonderes und wir freuen uns sehr auf die Austragung der sportlichen Wettkämpfe. Die Investition in Sport und Tourismus wird
sich langfristig auszahlen, indem Oberstdorf als hochkarätiger Bundesstützpunkt im Sportbereich aber auch als attraktiver Wintersportort sich langfristig etablieren kann.“

Frank Jost, Tourismusdirektor Oberstdorf: „Die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sind für Oberstdorf touristisch gesehen, ein großer Gewinn. Wir können uns einem internationalen Publikum als Gastgeber mit Herz und einer perfekten Infrastruktur präsentieren.“

Dr. Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf: „Nach langer Bewerbungszeit, spannender und intensiver Vorbereitungszeit, freue ich mich jetzt mit unserem super Team in die finale Vorbereitung der letzten 365 Tage zu starten.“

Annica Bresky, President & CEO Stora Enso: “Wir freuen uns sehr, der HauptsPresenting Sponsor der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften zu sein. Das bietet uns die Möglichkeit, das Bewussßtsein für die Vorteile von erneuerbaren Produkten aus Holz zu schaffen. Gemeinsam mit dem Organisationskomitee möchten wir die Weltmeisterschaften in allen Bereichen so nachhaltig wie möglich machen.”

Bildunterschrift (von links nach rechts):
Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf, Frank Jost, Tourismusdirektor
Oberstdorf, Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der
FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH,
Richard Steidl, Business Development Manager Stora Enso Germany
GmbH, Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister Oberstdorf,
Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer und Florian Stern,
Geschäftsführer, weihen die Countdown-Uhr am Bahnhofsplatz in
Oberstdorf ein.

am 04.02.2020

Die Generalproben in Oberstdorf sind geglückt

Organisatoren, Zuschauer und Athleten ziehen ein positives Fazit der beiden Weltcup-Wochenenden

Knapp 400 Tage vor dem Beginn der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf/Allgäu 2021 fanden an den vergangenen beiden Wochenenden auf den künftigen WM-Sportstätten drei Weltcup-Veranstaltungen in der Nordischen Kombination, im Langlauf und im Frauen-Skispringen statt. Die Generalproben sind geglückt: Zuschauer, Sportler und Organisatoren äußern sich positiv zu den Veranstaltungstagen.

Florian Stern, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH, blickt zufrieden zurück: „Die Erwartungen an eine Testveranstaltung wurden erfüllt. In Bezug auf die Zuschauerresonanz und die ersten Feedbacks von Sportlern und Betreuern sind wir sehr zufrieden und sehen das als gute Ausgangslage für Oberstdorf 2021 an.“ Alle drei Weltcups wurden genutzt, um an der Organisation für einen reibungslosen Ablauf der Weltmeisterschaft 2021 zu feilen. Gerade im Langlaufstadion Ried mit dem neuen Funktionsgebäude und dem veränderten Loipennetz war dieser Testlauf besonders wichtig. Auch die Sportler zeigten sich begeistert. Der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo, der den Sprintwettbewerb gewonnen hatte, meinte beispielsweise: „Ich finde den umgebauten Kurs in Oberstdorf sehr schön. Am Anfang ist er ein bisschen flach, dann kommen die drei starken großen Anstiege. Danach folgen ein paar echt schwere Abfahrten, auch die lange Zielgerade ist cool.“ Der Norweger bezeichnet die neuen Loipen als „sehr anstrengend und hart, aber ich denke so sollte es auch sein.“
Auch Skispringerin Katharina Althaus, die bei den Heim-Wettkämpfen mit den Rängen 13 und 19 nicht an ihre Leistungen anknüpfen konnten, schaut optimistisch nach vorn: „Wenn die WM-Generalprobe schlecht läuft, kann’s nächstes Jahr ja bloß umso besser laufen.“

Die Anlagen am Schattenberg sind nach Meinung der WM-Botschafterin
„absolut WM-würdig“. Und die freiwilligen Helfer hätten bewiesen, dass
sie für die Sportler selbst bei schwierigsten Bedingungen eine
ordentliche Schanze präparieren können.
Peter Kruijer, 1. Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf äußert sich
ebenfalls positiv: „Der Skiclub freut sich sehr über die beiden
erfolgreichen Wochenenden in beiden Stadien. Es hat sich gezeigt, dass
richtig geplant wurde und die Stadien sehr funktionell und optisch
gelungen sind. Die Strecken sind einer Weltmeisterschaft würdig. Der Stadionzuschauer im Langlaufstadion ist mehr am Rennen beteiligt und hat eine gute Sicht auf große Teile der Strecken. Die Spannung kurz vor dem Zieleinlauf ist durch die neue Routenwahl nochmals deutlich größer.
Die über 1.100 freiwilligen Helfer haben mit großem Engagement und Freundlichkeit
die Wettkämpfe vor überraschend vielen Zuschauern zum Erfolg gebracht. Zum Frauen-Skispringen waren insgesamt 5.200 Fans gekommen, das Nordic Weekend eine Woche davor verfolgten knapp 16.000 Besucher.

Fazit: Gelungene Test-Wettkämpfe auf Oberstdorfer Top-Niveau!

am 02.02.2020

Vinzenz Geiger in Seefeld dreimal auf dem Podest

Ein erfolgreiches Wochenende für den Oberstdorfer Kombinierer

Vinzenz Geiger schaffte es beim „Seefeld Triple“ an allen drei Wettkampftagen aufs Podest. Beim 5 km Einzelwettkampf am Freitag hatte er gegen den Norweger Joergen Graabak im abschließenden Zielsprint die entscheidende Nasenspitze Vorsprung und belegte somit Platz 2 hinter dem Weltcup-Führenden Magnus Riiber. Am Samstag belegte Geiger beim 10 km Einzelwettbewerb den dritten Platz. Auch am Samstag siegte erneut Riiber, Zweiter wurde Joergen Graabak, was einen Norwegischen Doppelsieg bedeutete. Auch beim 15 km Wettkampf war die Besetzung des Podiums dieselbe wie am Sonntag, Vinzenz Geier erreichte erneut den dritten Platz, hinter den beiden Norwegern.

am 02.02.2020

Stimmen vom Sonntag

Trotz starker Regenfälle loben die Skispringerinnen die Bedingungen in der Audi-Arena

Chiara Hölzl (AUT, Platz 1):
„Ich bin wirklich super happy, es war am Ende so eng, und ich bin wirklich megaglücklich, dass ich wieder gewonnen habe. Ich wusste, dass ich es schaffen kann. Die Bedingungen waren schon o. k., Regen ist besser als Schnee. Die Oberstdorfer haben einen großartigen Job gemacht, es war alles sehr gut präpariert, dafür bin ich sehr dankbar.
Oberstdorf ist auf jeden Fall bereit für die WM 2021, aber das sind auch wir Springerinnen. Wir haben dieses Wochenende wirklich sehr gute Sprünge und Leistungen gezeigt. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir bei der Weltmeisterschaft auch von der großen Schanze springen können.“

Maren Lundby (NOR, Platz 2):
„Unsere Wettkämpfe sind ja nie einfach, aber heute muss ich auch im Anlauf ziemlich hart kämpfen. Mein letzter Sprung war der beste des ganzen Wochenendes. Zu schade, dass es der letzte war. Aber vielleicht bin ich damit jetzt bereit für nächstes Jahr – für die WM. Es lag nicht am Regen bei mir, es war einfach nur der Anlauf, der extrem wichtig ist.
Oberstdorf ist auf jeden Fall bereit für die Weltmeisterschaft und wir hoffen, dass wir auf beiden Schanzen springen können. Abgesehen davon war hier alles sehr gut präpariert. Ich habe keine Zweifel, dass die Oberstdorfer für nächstes Jahr bereit sind.“

Marita Kramer (AUT, Platz 3):
„Ich bin sehr happy, es war nicht die einfachste Schanze für mich. Ich musste eine gute Anlaufposition finden, aber der letzte Sprung war wirklich gut. Ich habe in der Luft sofort gemerkt, dass es ein toller Sprung ist und habe ihn genossen.
Großartig, dass so viele Fans heute nach Oberstdorf gekommen sind, auch wenn das Wetter nicht so toll war.“

Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla, Platz 5):
„Ich bin mit dem Wochenende in Oberstdorf sehr zufrieden. Mein erster Sprung heute am Sonntag auf 123 Meter war klasse. Beim zweiten Sprung hatte ich mit der Anlaufverlängerung und der damit verbundenen Verzögerung leider etwas Pech. Die Konzentration geht dadurch leicht verloren. Die Spur war trotz Vorspringer ein bisschen schlechter und der Rückenwind doch recht stark. Sowas kommt eben vor. Alles in Allem war jedoch nach dem 8. Platz gestern, mit meinem heutigen 5. Platz eine Steigerung erkennbar. Die Bedingungen waren trotz des Regenwetters heute für alle fair. Auf die im nächsten Jahr in Oberstdorf stattfindende Weltmeisterschaft freue ich mich sehr. Dass die Damen hier auf der Normalschanze springen werden, stört mich persönlich nicht. Wenn es bei der WM 2021 einen zusätzlichen Wettkampf auf der Großschanze geben sollte, wäre das toll. Ich nehme es, wie es kommt."

Katharina Althaus (SC Oberstdorf, Platz 19):
„Wenn die WM-Generalprobe schlecht läuft, kann’s nächstes Jahr ja bloß umso besser laufen. Es war nicht das perfekte Wochenende von mir. Ich konnte nicht meine besten Sprünge zeigen. Da muss ich erst mal mit den Trainer klären, was da nicht gepasst hat.
Trotzdem war dieser Heim-Weltcup für mich mehr Lust als Last. Ich finde es immer schön, daheim zu springen. Ich mag die Schanze und es ist cool, wenn die ganze family und die Freunde unten stehen. Ich habe mir auch nicht mehr Druck gemacht als sonst. Ich hoffe, dass wir dann bei der WM ein nicht ganz so schlechtes Wetter haben. Die Helfer geben alles, leisten große Arbeit, ohne die würde es nicht gehen. Wir brauchen uns nicht vor den Jungs zu verstecken, können mit ein bisschen mehr Anlauf genauso weit springen. Die Mädels ganz vorne haben Wahnsinnssprünge gezeigt und man hat gesehen, dass Frauen-Skispringen auch spannend sein können.“

Luisa Görlich (WSC 08 Lauscha, Platz 24):
„Der Wind war nicht gut. Wenn er von der Seite kommt, hast du wenig Chancen. Ich habe versucht, das Beste draus zu machen. Oberstdorf macht immer Spaß. Hier ist man zu Hause und das ist einfach toll“.*

Bundestrainer Andreas Bauer:
„Wir sind dies Jahr extrem gebeutelt mit vier Verletzten. Wir haben eigentlich nur zwei, die vorn dabei sein können und wenn die nicht stechen, ist es eben schlecht. Mit Juliane Seyfarth bin ich heute ganz zufrieden. Mit den nötigen Quäntchen Glück hätte es heute mit dem Podest geklappt. Bei Katharina Althaus fehlt im Moment die Lockerheit. Aber wir arbeiten dran und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.
Die Jungen haben ihre Sache gut gemacht. Sie sind in diesem Jahr zum ersten Mal im Weltcup dabei, haben ein stabiles Niveau gesprungen und sollen sich weiter festigen.
Im Frühjahr kommt mit Ramona Straub die erste Verletzte zurück, und dann nach und nach Gianina Ernst, Anna Rupprecht und Carina Vogt. Dann wird es wieder einen Konkurrenzkampf geben und der belebt das Geschäft.
Fazit: Bis zur WM im nächsten Jahr gibt es viel zu tun."

am 02.02.2020

Chiara Hölzl siegt erneut

Großer Jubel bei den Österreicherinnen, Juliane Seyfarth als beste DSV-Athletin auf dem fünften Rang

Mit 1,51 Meter ist sie die kleinste Weltcup-Starterin. In Oberstdorf war sie mit Abstand die größte: Nach ihrem Sieg gestern gewann Chiara Hölzl aus Österreich mit 287,6 Punkten vor 1800 Zuschauern auch den zweiten Weltcup auf der Großschanze in Oberstdorf. Ihr Vorsprung auf Olympiasiegerin Maren Lundby betrug nur 2,3 Punkte. Die Norwegerin landete mit 285,3 Punkten auf dem zweiten Platz und verlor damit auch das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden an Hölzl. Dritte wurde mit 269,8 Punkten überraschend die erst 18-jährige Marita Kramer (AUT), die im zweiten Durchgang mit 137 Metern den weitesten Satz gemacht hatte. Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla), die nach dem ersten Durchgang mit einer Weite von 123 Metern den dritten Rang belegte und noch große Chancen auf einen Podestplatz hatte, wurde am Ende Fünfte (254,5 Punkte). Lokalmatadorin Katharina Althaus (SC Oberstdorf) konnte nach Rang zwei im Vorjahr diesmal den Heimvorteil nicht nutzen. Die 23-Jährige musste sich nach einem schwachen zweiten Sprung auf 109,5 Meter mit Rang 19 begnügen.
Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) kam auf Rang 22 und Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha) landete auf dem 24. Platz. Svenja Würth (SV Baiersbronn) und Agnes Reisch waren nicht in den zweiten Durchgang der besten 30 gekommen.

am 02.02.2020

Chiara Hölzl weiter in Topform

Katharina Althaus bei der Qualif auf Rang 6

Auch am zweiten Wettkampftag der Skispringerinnen ist Chiara Hölzl in bestechender Form. Die Österreicherin, die bereits den gestrigen Wettbewerb auf der Großschanze gewann, führte die Qualifikation überlegen an. Ema Klinec (SLO) kam in der Quali auf Rang 2. Dritte wurde Marita Kramer (AUT). Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf lag heute in der Qualifikation auf dem 6. Platz und war damit beste Deutsche.

Auch die anderen fünf DSV-Athletinnen qualifizierten sich für den Wettbewerb. Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla) wurde Zwölfte und Svenja Würth (SV Baiersbronn) kam auf den 18. Platz.
Weitere Platzierung: Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha) Platz 20, Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) Platz 24, Agnes Reisch (WSV Isny) Platz 30.

am 02.02.2020

Zweiter Wettkampf findet statt

Trotz widriger Wetterprognosen findet das Frauen-Skispringen in Oberstdorf am heutigen Sonntag wie geplant statt

Die Qualifikation startet um 14 Uhr, die beiden Wertungsdurchgänge beginnen um 15.30 Uhr. Derzeit fällt in Oberstdorf nur leichter Nieselregen. „Kein Problem, diese Verhältnisse sind im Skispringen normal“, sagt Hans Schmid, Ressortleiter Sport im Organisationskomitee. Die Anlaufspur in Oberstdorf verfügt über eine Spurkühlung, die auch bei Plusgraden dafür sorgt, dass die 48 Starterinnen von der Großschanze springen können.

am 01.02.2020

Stimmen nach dem ersten Wettkampftag

Gefragt nach den Eindrücken gaben die Top 3 und die deutschen Springerinnen ihre Statements ab

Chiara Hölzl (AUT, Platz 1):
"Das ist sehr cool und ich bin wirklich glücklich. Beim ersten Sprung war ich ein bisschen nervös, aber der zweite war fast perfekt. Es hat Spaß gemacht, ich habe schon gemerkt, dass ich den Tisch sehr gut getroffen habe. Normalerweise ist meine Schwäche, dass es nicht so ganz passt, aber ich hab’s jetzt endlich erwischt und das hat sich ausgezahlt.
Was mich so stark gemacht hat? Ich habe nie aufgegeben. Ich hatte letztes Jahr so viele Niederlagen und musste so viele Tränen vergießen. Aber das alles hat mich nur stärker gemacht. Jetzt sieht man, dass es sich gelohnt hat."

Maren Lundby (NOR, Platz 2):
"Ich bin wirklich sehr happy über meine Leistung. Angegangen habe ich es heute Schritt für Schritt und mich mit jedem Sprung gesteigert. Es war ein guter Wettkampf mit sehr guten Bedingungen und wir haben alle ein gutes Springen gezeigt. Die Fans hier sind großartig und ich bin dankbar, dass so viele gekommen sind. Das war großartig und ich hoffe morgen natürlich auf den Sieg."

Daniela Iraschko-Stolz (AUT, Platz 3):
"Mit meinen Sprüngen war ich sehr zufrieden. Im Training war ich nicht so gut und bin nur haarscharf an einem Sturz vorbei geschrammt. Gratulation an Maren und Chiara, sie haben einen großartigen Job gemacht. Ich denke nicht, dass Regen ein Problem ist, denn die Spur fühlt sich schnell an. Ich freue mich schon auf morgen. Oberstdorf mag ich ohnehin sehr gerne."

Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla, Platz 8):
"Für mich ist der achte Platz heute völlig in Ordnung. Ich hatte noch ein paar Fehler drin. Der Abstand nach vorn ist nicht so groß. Aufs Podest vielleicht schon, aber auf Platz 4 oder 5 nicht und da werde ich morgen wieder angreifen. Ich hoffe, dass wir morgen nochmal einen so guten Wettkampf hinbekommen.“

Katharina Althaus (SC Oberstdorf, Platz 13):
"Nein, da war keine Wut im Bauch nach dem ersten Sprung. Der erste war ganz einfach nicht ideal. Der zweite war ganz ordentlich und morgen geben wir nochmal richtig Gas. Den Regen merkt man schon in der Spur, aber es macht keinen Unterschied, denn die Bedingungen sind für alle gleich. Die Spitze ist enger beieinander, aber das macht es nochmal spannender.

Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue, Platz 17):
"Der Regen war mir egal. Was zählt, sind die Sprünge und eine Schanze, die hält. Die große Schanze hier macht einfach Spaß, weil es höher, weiter, schneller geht.“

am 01.02.2020

Chiara Hölzl springt Frauen-Schanzenrekord

Juliane Seyfarth wird als 8. beste Deutsche

Schanzenrekord mit 141,5 Meter für Chiara Hölzl! Um ganze sechs Meter hat die Österreicherin den bisher weitesten Sprung bei einem Frauenskispringen auf der Großschanze von Oberstdorf, aufgestellt im letzten Jahr von Maren Lundby (NOR), geknackt. Mit 284,9 Punkten entschied sie den ersten Wettkampftag vor 2500 Zuschauern für sich. Und nicht nur Hölzl zeigte sich in absoluter Topform. Auch die Leistungen der übrigen Österreicherinnen waren beeindruckend. Mit Daniela Iraschko-Stolz (Platz 3, 270,4 Punkte), Eva Pinkelnig (Platz 4) und Marita Kramer (Platz 6) erreichten vier Teamkolleginnen Topplatzierungen. Maren Lundby (NOR, 276,2 Punkte) auf Rang 2 und die Siegerin der Qualifikation Nika Kriznar (SLO, Platz 5) konnte die starke Phalanx aufbrechen.

Die DSV-Athletinnen hatten mit dem Kampf ums Podest nichts zu tun. Beste war noch Juliane Seyfarth (WSV 07 Ruhla) auf Rang 8. Katharina Althaus (SC Oberstdorf) kam nach einem verkorksten ersten Sprung nur auf einen für sie enttäuschenden 13. Platz. Rundum zufrieden war dagegen Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue), die mit Rang 17 das bestes Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere erreichte.

Die weiteren Ergebnisse der DSV- Springerinnen: Svenja Würth (SV Baiersbronn) auf dem 21. Platz und Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha) auf Rang 22.

am 01.02.2020

WM 2021 wirft ihre Schatten voraus

Im Rahmen des Oberstdorfers Winterfestes wurde am Freitagabend im Nordic Park die Werbetrommel für die Nordische Ski-WM 2021 gerührt

389 Tage vor Beginn der Titelkämpfe begrüßte Moderator Jens Zimmmermann zahlreiche Gäste zum WM-Talk, unter anderem die komplette deutsche Frauen-Skisprung-Nationalmannschaft, die an diesem Wochenende einen Doppel-Weltcup in der Audi-Arena bestreitet.

Die beiden Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM, Moritz Beckers-Schwarz und Florian Stern, berichteten von den bereits erfolgreich abgeschlossenen Umbaumaßnahmen an den WM-Sportstätten und den weiteren Vorbereitungen und Aufgaben, die noch anstehen.

Auch der Bürgermeister Laurent Mies und der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Peter Kruijer, unterstrichen die Vorfreude auf das Großereignis im kommenden Jahr, bedankten sich bereits jetzt bei dem riesigen Helferteam von rund 1500 Freiwilligen und freuten sich, dass diese mit viel Spaß und Begeisterung bei der Sache sind.
Auch FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis bedankte sich bei allen Verantwortlichen für das große Engagement und freute sich, dass mit Oberstdorf ein würdiger und erfahrener Ausrichter den Zuschlag für die WM 2021 bekommen hat. Lewis ist sich sicher, dass Sportler und Zuschauer im kommenden Jahr begeisterte und perfekt organisierte Wettkämpfe erleben werden.

Als Höhepunkt des Abends trat das komplette DSV-Skisprung-Team mit Trainer Andreas Bauer und dem Betreuerteam auf die Bühne. Gemeinsam mit WM-Maskottchen Nordi sorgten sie für gute Stimmung. Lokalmatadorin Katharina Althaus berichtete , dass das gesamte Teamt der Heim-WM entgegenfiebere, sich aber zunächst mal auf die beiden Weltcups am Samstag und Sonntag konzentrieren wolle. Auch die momentan verletzte Olympiasiegerin Carina Vogt mischte sich unter die vielen Gästen und Feiernden.

am 31.01.2020

Frauen auf dem Sprung

Pressegespräch mit DSV-Athletinnen und Funktionären nach dem Qualifikationswettkampf in der Audi-Arena

Die Skispringerinnen haben einen großen Traum: einen Saisonhöhepunkt wie die Vierschanzentournee der Männer, die im Winter alljährlich Zehntausende von Zuschauern in die Sprungstadien lockt, hätten die Frauen ebenfalls gerne. Katharina Althaus würde sich über ein Highlight wie die Tournee im Terminkalender freuen: „Das wäre mega, wenn das klappen würde“.

Ein deutliches Plädoyer dafür hatten die vier Präsidenten der Tourneeorte bereits im Frühjahr gehalten. „Wir wollen die Frauen dabei haben, nur das WIE ist offen“, unterstrich Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclub Oberstdorf bei einem Pressegespräch in der Audi-Arena. Es gebe zwar noch allerhand offene Fragen zu klären, logistische ebenso wie finanzielle, und Absprachen zwischen den nationalen Verbänden und der FIS zu treffen. „Aber der Wille ist da, die Frauen zu integrieren.“

Auch Horst Hüttel, Teammanager Skisprung und Nordische Kombination im Deutschen Skiverband, bestätigte: „Der Damenskisprung wäre soweit.“ Man würde den Männern nichts wegnehmen. Die Umsetzung sei jedoch durchaus schwierig: Fragen, ob ein solches Event als Weltcup oder als Einladungswettbewerb ausgetragen werden sollte, müssten geklärt werden. „Ich bin aber überzeugt, dass die vier traditionellen Schanzen geeignet sind“, versicherte Hüttel.

Andreas Bauer, der deutsche Bundestrainer, ist seit langem ein Vorkämpfer für die Idee, die Frauen in den Tourneeablauf zu integrieren. Er freute sich sehr über den Beschluss der vier Tournee-Präsidenten. Sein Wunsch ist eine Tournee an den traditionellen Wettkampforten Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Er zeigte sich optimistisch, dass logistische, rechtliche und finanzielle Herausforderungen gelöst werden können.

am 31.01.2020

In der Quali ist Nika Kriznar vorn

Acht DSV-Athletinnen qualifizieren sich für den morgigen Wettkampf des FIS Frauen Skisprung Weltcup in Oberstdorf

Die Qualifikation für den ersten Wettkampftag des FIS Frauen Skisprung Weltcup ist vorüber. 900 Zuschauer hatten sich bei schönstem Wetter in der Audi-Arena eingefunden, um den Wettbewerb der 52 Athletinnen aus 16 Ländern auf der Großschanze zu verfolgen. Sie erlebten den Sieg der Slowenin Nika Kriznar vor den in dieser Saison überragenden Österreicherinnen Chiara Hölzl und Eva Pinkelnig.

Acht deutsche Athletinnen konnten sich qualifizieren. Lediglich die jungen Springerinnen Michelle Göbel (SC Willingen) und Josephin Laue (SFV Rothenburg) überstanden die Vorentscheidung nicht. Lokalmatadorin Katharina Althaus muss im morgigen Wettkampf, auf dem Weg Richtung Podest noch eine Schippe drauf legen. Die Oberstdorferin wurde 9., Svenja Würth (SV Baiersbronn) landete vor ihr auf dem siebten Platz. Juliane Seyfarth (WSC 08 Ruhla) wurde 14., Luisa Görlich, Agnes Reisch und Selina Freitag reihten sich auf den Plätze 26. bis 28 ein. Pauline Hessler kam auf den 37. Rang und Pia Lilian Kübler erreichte als 39. ebenfalls noch knapp einen Startplatz für den Wettkampf.

Stimmen zur Qualifikation

Katharina Althaus (SC Oberstdorf):
"Eigentlich waren meine Sprünge heute in Ordnung, wobei der zweite besser war als der erste. Mein Absprung war etwas zu spät und zudem hatte ich noch zu viel Schwung in den Armen. Aber das werde ich im Wettkampf noch abstellen. Toll ist natürlich bei einem Heim-Weltcup, dass die Familie und die Freunde hier sind. Das wirkt natürlich besonders motivierend."

Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla):
"Ich hatte mich bei der Anfahrt noch etwas schwergetan. Warum kann ich so gar nicht sagen, aber das wird noch. Insgesamt ist die Schanze in einem sehr guten Zustand."

am 31.01.2020

Vorfreude auf die Großschanze

Die deutschen Skispringerinnen freuen sich auf den Heimweltcup wie die Schneeköniginnen

Auch 2020 sind die weltbesten Skispringerinnen wieder für ein Weltcup-Wochenende in Oberstdorf. Von 31.01. bis 02.02.2020 werden zwei Einzelkonkurrenzen auf der Großschanze HS 137 in der WM Skisprung Arena ausgetragen.

Die deutschen Athletinnen sind zwar vom Verletzungspech verfolgt. So fehlen Carina Vogt, Anna Rupprecht, Gianina Ernst und Ramona Straub, alle samt wegen Kreuzbandriss. Die Hoffnungen ruhen darum auf den Schultern von Katharina Althaus und Juliane Seyfarth. Neben den Arrivierten sind Svenja Würth, Pauline Hessler, Agnes Reisch, Luisa Görlich, Selina Freitag und aus der nationalen Gruppe die Nachwuchsspringerinnen Josephin Laue, Michelle Göbel und Pia Lilian Kübler

Weitere Informationen und den Zeitplan der Veranstaltung finden sie hier

am 31.01.2020

Der deutsche Ski- und Wintersport trauert um Manfred Baldauf

Das Organisationskommitee der Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021, der Deutsche Skiverband, der Bayerische Skiverband, die Stiftung Sicherheit im Skisport, Snowboard Germany und der Skiclub Oberstdorf trauern um Manfred Baldauf (64).

Wir verlieren mit Manfred Baldauf nicht nur einen geschätzten, fachkundigen und hoch engagierten Kollegen, sondern vor allem auch einen lieben Freund des Skisports. Wir trauern um unseren langjährigen BSV-Präsidenten und Weggefährten. Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie.

Mitten in den Vorbereitungen auf den Damen-Skisprung-Weltcup in seinem Heimatort Oberstdorf erreichte uns die Nachricht, dass Manfred Baldauf in der Nacht auf Freitag nach langer schwerer Krankheit, aber doch für uns alle unerwartet und viel zu früh verstorben ist. Baldauf wäre am heutigen Freitag 64 Jahre alt geworden.

Manfred Baldauf hat in den vergangenen Jahren den Wintersport in Deutschland maßgeblich geprägt - als engagierter, gründlicher, unermüdlich kämpfender und vor allem vorausschauender Funktionär. Von seinem Knowhow als Finanz- und Steuerexperte profitierten kleine Vereine ebenso wie der Deutsche und Bayerische Skiverband oder Snowboard Germany.

Bereits 1987 engagierte sich Manfred Baldauf erstmals ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender des „Vereins zur Förderung der Oberstdorfer Sportjugend“ für seine große Leidenschaft, den Sport.
Mit viel Fachkompetenz schuf Baldauf in Oberstdorf in enger Absprache mit Skiclub, Skisport- und Veranstaltungs-GmbH und Nordischer Skisport GmbH & Co. KG eine Organisationsstruktur, die Deutschlands südlichste Gemeinde zu einem weltweit anerkannten und erfolgreichen Ausrichter von Großveranstaltungen gemacht hat.

Auch im Gemeinde- und Kreisrat ebnete Manfred Baldauf in Oberstdorf und im Oberallgäu den politischen Weg und fand dafür stets die richtige Balance zwischen Fortschritt und Bewahren. Er war ohne Zweifel einer der „Macher“ des WM-Wintermärchens von 2005 und nimmermüder Motor während der gesamten Bewerbungsphase für die Heim-WM im kommenden Winter.

Seit 2005 gehörte er dem Präsidium des Bayerischen Skiverbandes an. Zunächst als Vizepräsident und Schatzmeister. Neun Jahre später übernahm er dann das Amt des Präsidenten im größten Landesskiverband.

Für den Deutschen Skiverband war Manfred Baldauf seit 15 Jahren als Mitglied des DSV-Finanzausschusses einer der wichtigsten Berater bei allen finanziellen Themen und strukturellen Herausforderungen. Außerdem zeichnete er als Mitglied des Vorstands bei der Stiftung Sicherheit im Skisport verantwortlich.
Mit seinem Knowhow, seinem Optimismus und seiner natürlichen Autorität fand er auch in schwierigen Situationen immer wieder Konsens- und Lösungsansätze für alle beteiligten Parteien. Unter anderem auch bei der Alpine Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen als beratendes Mitglied der WM GmbH.

Noch am vergangenen Wochenende war Baldauf zu Gast beim Nordic Weekend und sah sich – mit glänzenden Augen – das neue Langlauf-Stadion an, für dessen Umbau er sich ebenfalls leidenschaftlich eingesetzt hatte. Trotz seiner Krankheit sprühte er bis zuletzt vor Leidenschaft und Ideen für die Weltmeisterschaft im nächstes Jahr.

Vergangene Nacht ist Manfred Baldauf gestorben. Wir alle trauern um ihn und werden ihn vermissen.

am 26.01.2020

Doppelsieg für Norweger

Fabian Rießle als Fünfter ist bester deutscher Kombinierer

Einen Doppelsieg holten sich die Norweger im Einzelwettbewerb in der Nordischen Kombination in Oberstdorf. Vor 5500 Zuschauern lieferten sich Jarl Magnus Riiber und Jens Luraas Oftebro mit Franz-Josef Rehrl (AUT) spannendes Wettrennen auf der beinharten 10 Kilometer lange Strecke.
Für die Deutschen war es vormittags auf der Schanze nicht so gut gelaufen. Am aussichtsreichsten standen die Chancen auf eine vordere Platzierung noch für Fabian Rießle (SZ Breitnau), der mit einem Rückstand von 1:35 Minuten auf den Führenden Riiber als 16. ins Rennen ging. Auch Manuel Faißt (SV Baiersbronn) konnte sich noch Hoffnung auf einen Top-Ten-Platz machen.
Ganz nach vorn war der Weg zu weit, die Dreier-Gruppe an der Spitze uneinholbar. Aber in der neun Mann starken Verfolgergruppe reichte es Fabian Rießle am Ende für den 5. Rang hinter Jürgen Graabak (NOR). Faisst kam auf den neubten Platz. Jarl Magnus Riiber baute mit seinem Sieg die Führung im Gesamtweltcup aus.

am 26.01.2020

Stimmen nach dem Einzelwettkampf der NoKo

Jarl Magnus Riiber geht selbstbewusster und zuversichtlicher aus dem Einzelwettkampf

Jarl Magnus Riiber (NOR, Platz 1):
„Vielleicht habe ich einfach einen guten Ablauf gefunden, vor allem nach den Wettkämpfen. Es ist schon ein bisschen wie die Neuauflage des vergangenen Jahres und darauf basierend habe ich experimentiert. Das hat mich noch selbstbewusster und zuversichtlicher gemacht. Ich freue mich sehr vor allem auf den Skisprung-Wettbewerb. Ich mag diese Schanze sehr und die Anlagen sind in einem sehr guten Zustand. Die Leute, die an der Schanze arbeiten, haben einen sehr guten Job gemacht. Damit ist es für Jens und mich einfacher, bei den großen Sprüngen einen guten Telemark zu landen.*

Jens Luraas Oftebro (NOR, Platz 2):
„Es ist großartig, endlich wieder auf dem Podium zu sein. Ich hatte einen guten Saisonstart, aber dann hatte ich ein paar nicht so gute Ergebnisse. Hier auf den Anlagen, auf denen nächstes Jahr die Weltmeisterschaft stattfindet, so gut abzuschneiden, ist großartig.
Natürlich hatte ich heute morgen einen tollen Sprung, wir waren aber auch jetzt einige Wochen hier und haben trainiert.“

Franz-Josef Rehrl (AUT, Platz 3):
„Das war sprung-und lauftechnisch eine Genugtuung heute für mich, vor allem nach meinem durchwachsenen Saisonstart. Heute war sicher eines meiner stärksten Rennen, das ich je gehabt habe. Es taugt mir hier sehr. Ich muss auch unserem Service-Team ein großes Dankeschön ausrichten. Die haben heute gezaubert.
Nach dem Springen war ich schon sehr enttäuscht, denn ich war genau diese 20 Sekunden hinten und ich habe gedacht, dass ich wieder nicht aufs Podium komme. Da habe ich mir gedacht, egal, ich laufe jetzt, ob ich Sechster oder 15. werde, ist jetzt auch schon wurscht. Dann habe ich gesehen, ich komme heran, und bin hartnäckig geblieben und auf den letzten fünf Sekunden einfach noch mal richtig zugelegt.“

am 26.01.2020

Dreifach-Triumpf für Norwegen

Norwegischer Dreifachsieg bei den Männern – Sieg für Russin Nepryaeva

Der Sprint-Wettbewerb bei den Männern stand ganz im Zeichen der dominanten Norweger. Johannes Hoesflot Klaebo, der am Samstag beim Skiathlon noch mitten im Rennen aufgegeben hatte, siegte vor seinen Landsleuten Paal Golberg und Erik Valnes. Bester Nicht-Norweger war Federico Pellegrino aus Italien auf Rang vier.
Dagegen gingen die norwegischen Athletinnen bei der WM-Generalprobe leer aus. Hier siegte die Russin Natalaie Nepryaeva vor Anamarija Lampic aus Slowenien und Jessica Diggins aus den USA. Die Oberstdorferin Laura Gimmler wurde auf Platz 20 beste Deutsche.

Ansonsten herrscht im deutschen Lager Ernüchterung: Von acht gestarteten DSV-Sprinterinnen hatte am frühen Sonntagvormittag lediglich eine die Qualifikation überstanden: Im Feld von 69 Langläuferinnen kam Gimmler als einzige Deutsche ins Viertelfinale. Auf der extrem anspruchsvollen WM-Loipe waren Pia Fink (37.), Antonia Fraebel (38.), Sofie Krehl (40.), Coletta Rydzek (41.), Katharina Hennig (42.), Victoria Carl (47.) und Nadine Herrmann (52.) bereits in der Qualifikation gescheitert.
Auch bei den Männern konnte nur Richard Leupold aus Dresden einigermaßen die Erwartungen auf Rang 28 erfüllen. Sebastian Eisenlauer (34.), Andreas Katz (52.) und Max Olex (59.) landeten unter 72 Startern im Feld der Verlierer.

Peter Schlickenrieder, DSV- Bundestrainer:
„Wir können mit den hier gezeigten Resultaten im Damen- und Herrenbereich am Samstag absolut zufrieden sein. Der Auftritt war gelungen. Das Material war top, das gesamte Team hat gute Arbeit geleistet. Der Sprint ist derzeit noch unser Problem. Dies hat sich auch am heutigen Sonntag wieder gezeigt. Wir tun uns noch schwer, den Prolog zu überstehen. Laura Gimmler und dem Nachwuchsläufer Richard Leupold ist dennoch der Einzug ins Viertelfinale gelungen. Dem Rest der Mannschaft ist dies trotz großem Kampf leider knapp verwehrt geblieben. Hier müssen wir dran bleiben und weiterhin Kraft und Technik trainieren. Die Teilnahme an der Heim-WM in Oberstdorf ist für alle Athleten ein großes Ziel und nur wenige haben in ihrer aktiven Laufbahn die Möglichkeit dazu. In Oberstdorf war schon 2005 die Zuschauerkulisse sensationell, in Oberstdorf findet sich die Langlaufwelt wieder. Die zum Teil harte Streckenführung ist auch für die Zuschauer ideal. Oberstdorf war deshalb auch schon heuer einer der Höhepunkte in unserer Saisonplanung. Unsere Vorbereitung auf die WM ist schon auf einem sehr hohen Level an vielen kleinen Dingen und Details muss aber noch gefeilt werden.“

am 26.01.2020

Stimmen nach Herren-Sprint

Drei starke große Anstiege, ein paar echt schwere Abfahrten und ein cooles Finish

Johannes Hoesflot Klaebo (NOR, Platz 1):
„Ich bin sehr glücklich, es war ein sehr gutes Rennen. Es ist großartig, drei Norweger auf dem Podium zu haben, heute ist ein wirklich besonderer Tag. Nächste Woche haben wir unsere nationale Meisterschaft, ich werde mich jetzt zuhause etwas ausruhen. Außerdem muss ich einen Bluttest machen, um zu sehen, ob alles okay ist. Gestern konnte ich nicht mal das Rennen beenden.
Ich persönlich finde den umgebauten Kurs hier in Oberstdorf sehr schön. Am Anfang ist er ein bisschen flach, dann kommen die drei starken großen Anstiege. Dann kommen ein paar echt schwere Abfahrten und am Ende es ist ein wirklich cooles Finish. Ich finde es ist ein wirklich sehr guter Kurs, und das denken auch viele der anderen. Er ist natürlich sehr anstrengend und hart, aber ich denke so sollte es auch sein!“

Paal Golberg, (NOR, Platz 2):
„Es war heute ein guter Tag für mich und ich freue mich, auf dem Podium zu sein. Ich war noch nie hier in Oberstdorf, aber der neue Kurs gefällt mir. Es war eine neue Erfahrung für mich, aber die Anstiege sind schon knackig. Im Rennen habe ich mich wohl gefühlt und hoffe dies wird die Streckenführung für die WM im nächsten Jahr. Wir Norweger hatten heute sehr gutes Material, unser Team hat eine Top-Arbeit gemacht. Für die letzten Anstiege sind zwar nicht nur gute Ski entscheiden, aber es ist ein wichtiger Punkt. Die Sprintstrecke könnte ein bisschen kürzer sein. Auch bei der WM im nächsten Jahr in Oberstdorf möchte ich eine Top-Platzierung erreichen. Vielleicht hat ja Johannes Klaebo dann einen schlechteren Tag. Wir werden sehen.“

Federico Pellegrino, (ITA, Platz 4):
„Heute hatte ich als Ziel, eine gute Platzierung im Vorbereitungsrennen für die WM im nächsten Jahr zu erreichen. Das ist mir gelungen. Die Streckenlänge halte ich für ein bisschen zu lang für ein Sprintrennen, gerade bei Schneefall und warmen Bedingungen. Mit meinem vierten Platz bin ich heute , als ich beim Finish von zwei größeren Norwegern in die Zange genommen worden bin, vollkommen zufrieden.“

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