am 05.02.2019

WM in Seefeld lockt mit kostenloser Anreise

C. Scherer Snowie S. Kraft J. Schmid

Organisatoren der Titelkämpfe in Tirol rühren in Oberstdorf die Werbetrommel

Die Organisatoren der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld, die am 19. Februar beginnt und bei der bis 3. März 66 Medaillen im Skispringen und in der Nordischen Kombination vergeben werden, haben beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt. Generalsekretär Christian Scherer, Pressechef Joe Schmid und Skisprung-Ass Stefan Kraft wollen vor allem den Skisport-Fans aus Deutschland einen Ausflug zur WM schmackhaft machen. Dazu zählt vor allem eine kostenlose Anreise mit dem Zug. "Wer eine Eintrittskarte erwirbt, kann von München die Werdenfels-Bahn bis Seefeld kostenlos für die An- und Abreise nutzen", verkündete Scherer. Wer mit dem Auto anreist, könne auf kostenlose Parkplätze und Shuttle-Busse zurückgreifen.

In einer vom ehemaligen ARD-Sportkoordinator Werner Rabe moderierten Pressekonferenz zeigten sich die Organisatoren mit dem bisherigen Ticket-Vorverkauf sehr zufrieden. 135 000 Eintrittskarten seien bereits an den Wintersportfan gebracht. Gleichwohl werden die WM-Organisatoren zusammen mit dem Österreichischen Skiverband die Werbe- und PR-Maßnahmen in den nächsten Tagen vor allem auf dem deutschen und österreichischen Markt noch intensivieren. Die Nachfrage sei gerade in Norwegen bisher sehr groß.

Der ÖSV glaubt, nun auch mit den österreichischen Sportlern jede Menge Zugpferde zu haben. "Wir haben schon ein bisschen gezittert in den letzten Wochen, als die Leistungen der ÖSV-Skispringer nicht so rosig waren", gestand Schmid. Nun habe man aber vor allem mit Stefan Kraft wieder ein ganz heißes Eisen im Feuer. Auch bei den Kombinierern gäbe es hoffnungsvolle Aspiranten auf Gold, Silber und Bronze. Lediglich im Langlauf könne man nicht mit absoluten Spitzenplätzen rechnen. "Eigentlich haben wir mit Teresa Stadlober nur eine Sportlerin, die mitmischen kann. Wir hoffen, dass es gelingt, wenn nicht, wird die Welt auch nicht untergehen", hängt Schmid die Erwartungen bewusst niedrig.

Scherer unterstrich, dass die WM-Vorbereitungen bereits in vollem Gange sind. "Alles ist auf Schiene", so Scherer, sowohl beim Aufbau der Zuschauer-Tribünen als auch des Pressezentrums. 450 Medienvertreter und Fotografen werden in Tirol erwartet, 22 TV-Stationen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Die WM-Organisatoren brachten noch einmal ihre Freude zum Ausdruck, dass der Teamwettbewerb beim Frauen-Skispringen nun doch noch ins Programm aufgenommen wurde. Damit werde der 26. Februar zum "Super-Tuesday". "Da wollen wir ein volles Haus haben", sagte Scherer, und versprach, die Ticketpreise für diesen Tag trotz eines zusätzlichen Wettkampfs nicht extra anzuheben.

Neben den über 700 Athleten aus 62 Nationen (darunter auch Madagaskar) erwarte man in Seefeld auch jede Menge Prominenz. So gibt es bereits die Zusage, dass die Königshäuser von Norwegen und Schweden sowie hochrangige Politiker aus der ganzen Welt nach Tirol kommen werden. Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehe auf der Gästeliste.

Nach den jüngsten Erfolgen im Weltcup freut sich auch Stefan Kraft auf die WM in Seefeld. "Ich bin überzeugt, das wird ein Riesenerlebnis für die Zuschauer. Auch für uns Sportler wird das eine Megaveranstaltung. Ich will mir nicht zu viel Druck machen, aber eine Heim-WM passiert dir halt nur einmal in der Karriere. Da will man natürlich besonders gut abschneiden." Dass die nächsten beiden Weltmeisterschaften, Seefeld 2019 und Oberstdorf 2021, geographisch so nah beieinander liegen, sei für die Fans in Deutschland und Österreich "einfach nur genial". Sprach's, stellte sich mit dem WM-Maskottchen "Snowie" zum Fotoshooting, ging zur Schanze - und sprang aufs Podest. Eine bessere Werbung für die Heim-WM kann Kraft nicht machen...

Die Fotos (alle von Ralf Lienert) zeigen
(1) Generalsekretär Christian Scherer, Maskottchen "Snowie", Stefan Kraft und WM-Pressechef Josef Schmid
(2) ÖSV-Adler Stefan Kraft mit Seefeld-Maskottchen "Snowie"
(3) Generalsekretär Christian Scherer und WM-Pressechef Josef Schmid

am 16.01.2019

Geschäftsführer Robert Büchel verlässt Nordische Ski WM GmbH

Robert Büchel

Familiäre Gründe

Geschäftsführer Robert Büchel verlässt die FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH. Der 50-jährige Unternehmensberater bat aus dringenden privaten Gründen zum frühest möglichen Zeitpunkt um die Auflösung seines Vertrags. Als einer von zwei Geschäftsführern zeichnete Büchel vor allem für die Bereiche Marketing, Kommunikation, Medien, Ticketing und Tourismus verantwortlich. Wer diese Aufgaben zukünftig übernehmen soll, steht noch nicht fest.

Dr. Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der WM-GmbH: „Robert Büchel war für uns die Ideal-Besetzung als Geschäftsführer. Wir hatten Robert Büchel seitens des DSV als zweiten Geschäftsführer neben Florian Stern vorgeschlagen, weil wir ihn in unserer langjährigen Zusammenarbeit als äußerst kompetenten und 100 Prozent verlässlichen Kollegen kannten. Aus dem Kollegen ist in den vergangenen Monaten in Oberstdorf ein echter Skifreund geworden, den wir nur ungern ziehen lassen. Ihn zu ersetzen wird ganz sicher nicht einfach. Aber natürlich geht die Familie vor. Deshalb versuchen wir gemeinsam mit Robert, eine zeitnahe und gute Lösung für seine Familie und die WM GmbH, zu finden.“

„Die Entscheidung fällt mir alles andere als leicht“, erklärte Robert Büchel. „Ich habe in Oberstdorf die besten Rahmenbedingungen und das beste Team, das man sich für eine solche Aufgabe wünschen kann. Auch die Zusammenarbeit mit meinem Geschäftsführer-Kollegen Florian Stern ist wirklich hervorragend. Ich möchte deshalb ausdrücklich betonen, dass es ausschließlich private Gründe sind, die es für mich und meine Familie notwendig machen, diesen Schritt zu gehen. Natürlich stehe ich der GmbH und Oberstdorf noch so lange zur Verfügung, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Gleichzeitig ist es für mich selbstverständlich, dass ich die Übergabe- und Einarbeitungsphase des neuen Geschäftsführers falls gewünscht auch nach Beendigung meines Vertrags begleite.“

Wer zukünftig neben Florian Stern, der vornehmlich für den Bereich „Sport“ verantwortlich ist, die Funktion des zweiten Geschäftsführers übernimmt, soll möglichst zeitnah entschieden werden.

„Bis zur WM 2021 ist glücklicherweise noch ausreichend Zeit“, so Dr. Franz Steinle, „aber natürlich ist es in unser aller Interesse, dass die Vorbereitungen so gut und konstruktiv weitergehen, wie in den zurückliegenden Monaten. Von daher ist es dringend notwendig, die Position so schnell wie möglich adäquat zu besetzen.“

am 16.01.2019

Für die WM 2021 rollen die Räder

Verena Sternitzke und Tobias Angerer

Oberstdorf macht mobil für das Großereignis 2021

Für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf rollen die Räder: Ein begehbares Werbemobil mit dem Logo für die WM auf den Seitenwänden und jeder Menge Info-Material über das Großevent (23. Februar bis 07. März 2021) reist derzeit von einem Winter-Sportereignis zum anderen. Premiere gefeiert hat der Anhänger bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf, sorgte aber auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen für viel Aufmerksamkeit. Bei der „Tour de Ski“ in Oberstdorf war auch einer der prominenten WM-Botschafter, Tobias Angerer, an Bord. Wie Verena Sternitzke (Eventmanagement für die WM 2021) berichtete, soll das Mobil nach seinem Zwischenstopp in der Heimat die Reise fortsetzen nach Seefeld, dem Austragungsort der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2019, wo für Oberstdorf schon mal die Werbetrommel gerührt werden soll.