am 19.07.2019

Skiclub Oberstdorf spielt in der Champions-League

Weltcupkugel für Skiclub

Weltmeisterlicher Medaillenregen und Vorbereitung der Heim-WM beherrschen Jahresversammlung

Auf einen immens erfolgreichen Winter blickte der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer, auf der Jahreshauptversammlung zurück. Mit dem weltmeisterlichen Medaillenregen, den Athleten wie Katharina Althaus, Karl und Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek, Julian Schmid, Philipp Raimund und Johanna Holzmann ihrem Heimatverein bescherten, ist der SCO weltweit einer der erfolgreichsten Skivereine. Die Ehrung der Sportler, die sich in den verschiedenen Abteilungen international, deutschlandweit und in der Region Lorbeeren verdient hatten, wird in diesem Jahr einen Tag vor Heiligabend in der neuen Sportalp nachgeholt. Der gewohnte Termin während des Sommer Grand-Prix der Kombinierer fällt heuer flach, denn die Baumaßnahmen im Vorfeld der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft verordnen der Skisprungarena eine sportliche Pause. Ein Jahr mit vielen Terminen, Gesprächen mit Fördergebern, Gemeinde und Landkreis liege hinter den Verantwortlichen im Skiclub. „Aber man ist auf einem guten Weg für den Sport in Oberstdorf“, versicherte Kruijer.

Den Überblick auf ein sportlich und wirtschaftlich erfolgreiches Jahr lieferte der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Florian Stern. „Wir haben alle Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt, wobei die teils schwierigen Wetterbedingungen zu den großen Herausforderungen zählten“, erinnerte er an Unmengen von Schnee, die an der Heini-Klopfer Schanze von den Tribünen geschaufelt werden mussten. Von der Vierschanzentournee vor riesiger Zuschauerkulisse, der Tour de Ski mit annehmbarem Besucherinteresse, drei gigantischen Skiflugtagen im Stillachtal oder den Damenwettbewerben im Skispringen, mit dem sich Oberstdorf zunächst als Veranstaltungsort verabschiedete, berichtete der SVG-Geschäftsführer. Noch werde gebaut, aber die Termine für den kommenden Winter stehen bereits fest: Ein „Testlauf“ für die WM werden die Tournee, das Nordic Weekend mit Wettkämpfen im Langlauf und Nordischer Kombination sowie erneut ein Damenskisprung-Weltcup sein.

Den Bericht aus den drei Abteilungen servierte der sportliche Leiter Christian Rapp. Er ging dabei weniger auf die detaillierten Leistungen in Skisprung, Langlauf und Alpin ein, sondern erläuterte wesentliche Veränderungen im Trainerbereich. Neben dem Wahnsinnspensum, dass nach wie vor Erfolgscoach Thade Thannheimer mit über 70 kleinen Langläufern absolviert, unterstützen den Bereich, in dem insgesamt 133 Sportler aktiv sind, Elias Wechs und neuerdings Hannah Heckmair, während Lise Hartmann zum BSV gewechselt ist. Im Sprunglauf mit seinen 34 Athleten kümmert sich wie eh und je Ralf Schmid um die Jüngsten, während André Wagner für die sieben Kindern in der TG 1 zuständig ist und auch Thomas Müller bei den Kombinierern aushilft. Die 128 Alpinskifahrer schließlich setzen auf David Berktold in der U 10, während Stefan Kobler und neuerdings Pepi Hirschbühl die Athleten der U 12 trainieren. Für die Athleten der U14/16 sind Urgestein Christian Müller und Neuling Marie Uhl zuständig.

Der neue Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM-GmbH, Moritz Beckers-Schwarz, präsentierte die vier Säulen der Vorbereitung für das Großevent 2021, zu denen die Nachhaltigkeit vor allem für den Sport, die Infrastrukturmaßnahmen (Umbau von Sprung- und Langlaufstadion), Marketing und Ticketing (Verkaufsstart Mitte November) sowie ein Verkehrskonzept mit dem Schwerpunkt ÖPNV zählen.
Bürgermeister Laurent Mies warnte in seinem Grußwort davor, dass im Ort die Nachhaltigkeit der WM Dauerthema sein werde und ambivalent betrachtet werde. Seiner Ansicht nach eine Folge falscher Förderpolitik. „Anders als in Seefeld , wo die Bahnhofssanierung eindeutig zu den Infrastrukturmaßnahmen für die WM zählte, müssen wir froh sein, wenn der Busbahnhof und die Straßenbaumaßnahmen noch in Zusammenhang mit der WM gesehen werden“, kritisierte er politische „Webfehler“. Auf die WM und die großartigen SCO-Sportler als Repräsentanten sollten sich alle in der Gemeinde freuen. „Darum sollten wir eine Spaltung nicht zulassen“, appellierte er.

Bild: Als Dankeschön für stets hervorragende Trainingsbedingungen und freundliche Aufnahme überreichten Trainer Daniel Vogler, Andreas Bauer und Athletin Juliane Seyfarth die Kugel für den Gewinn des Gesamtweltcups im Damenskispringen an den Vorstand des SC Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer und den Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Florian Stern, (von links).

am 07.06.2019

FIS Kalenderkonferenz Dubrovnik

Kalenderkonferenz Dubrovnik

Die traditionelle FIS-Frühjahrtagung fand im kroatischen Dubrovnik statt.

In der kroatischen Hafenstadt Cavtat-Dubrovnik fand Ende Mai die Kalenderkonferenz des Internationalen Skiverbandes FIS statt. Vertreter aus zahlreichen Organisationskomitees, nationalen Verbänden und der FIS trafen sich zu den Komitee-Sitzungen der verschiedenen Disziplinen , zu dem auch alle Weltcup-Veranstalter eingeladen waren. Eine umfangreiche Agenda mit Vorschlägen der Technischen Komitees der FIS, FIS-Weltcup-Kalendern und Regelaktualisierungen, Governance-Angelegenheiten, Berichten der Organisationskomitees der FIS-Weltmeisterschaften und der Olympischen Winterspiele sowie der Ernennung von Technischen Offiziellen wartete auf die Teilnehmer.

Oberstdorf darf sich im kommenden Winter erneut auf vier Weltcup-Veranstaltungen freuen.
Neben dem traditionellen Auftaktspringen der Vierschanzentournee (28./29.12.2019) findet auch das sogenannte Nordic Weekend mit zwei Weltcup-Veranstaltungen im Langlauf (25.01.2020 Oberstdorf Skiathlon, 26.01.2020 Oberstdorf Sprint klassisch) und der Nordischen Kombination (25.01.2020 Teambewerb, 26.01.2020 Oberstdorf Einzelberwerb) statt. Auch die Skisprung Damen sind wieder am 01.02./02.02.2020 zu Gast in Oberstdorf auf der Großschanze.
Es wird also einen spannenden Vor-WM Winter geben, bevor es dann 2021 richtig ernst wird in den Sportstadien in Oberstdorf.

Neben den zahlreichen Sitzungen nutzten die Vertreter der WM in Oberstdorf 2021 auch die Gelegenheit für viele Gespräche mit Partnern und Funktionären im Hinblick auf die FIS Nordische Ski-WM 2021.

am 06.05.2019

Bautagebuch berichtet regelmäßig über den Fortschritt des Baumaßnahmen

Baumaßnahme Langlaufstadion 26.04.2019

Sowohl im Langlaufstadion als auch im Skisprungstadion sind die Arbeiten in vollem Gange.

Bereits seit März wird in den beiden Sportstadien im Ried und unterm Schattenberg fleißig gearbeitet, um bestens gerüstete Sportstadien für die Nordische Ski WM 2021 vorweisen zu können.

Ganz wichtig dabei ist aber auch, zukunftsgerichtete Maßnahmen durchzuführen, die den Trainingsstützpunkt Oberstdorf für die kommenden Jahre rüsten und bestmögliche Gegebenheiten für den Spitzen- und Nachwuchssport bieten.

Den Fortschritt sowie die Maßnahmen können Sie hier nachverfolgen:

Bautagebuch Skisprungstadion
Bautagebuch Langlaufstadion
Webcams

am 15.04.2019

Pressegespräch im Rahmen des Coordination Group Meetings

Pressegespräch im Rahmen des Coordination Group Meetings

Oberstdorfer Organisatoren geben aktuellen Überblick über den Stand der Vorbereitungen auf die FIS Nordische Ski WM 2021.

Sarah Lewis (Generalsekretärin der FIS): „Wir hörten eine sehr interessante Analyse der WM in Seefeld. Das ist extrem wertvoll für uns so kurz nach der Veranstaltung, wo die Eindrücke noch stark sind und uns sehr nützen als Vorbereitung für die nächste WM. Das Know-How aus Seefeld wird dann auch für Oberstdorf zur Verfügung stehen. Die Latte, die Seefeld gelegt hat, ist hoch, aber man spürt in Oberstdorf das große Interesse und Engagement, alle Infos „mit an Bord zu nehmen“.

Laurent Mies (Bürgermeister von Oberstdorf): „In Seefeld ist ein großes Rad bewegt worden. Und auch in Oberstdorf dreht sich das Rad inzwischen, was das Bauen angeht. Es wird etwas komplett Neues entstehen und wir werden zeigen, dass unsere Investitionen in die Infrastruktur 30 Jahre Nachhaltigkeit mit sich bringen. Aktuell sind zwei Drittel der Vergaben auf dem Weg, Finanzmittel und Zeitplan sind aufgestellt. Unser Vorhaben bleibt anspruchsvoll, aber derzeit läuft alles nach Plan.“

Dr. Franz Steinle (Präsident Deutscher Skiverband): „Auch die Vorbereitung für die Veranstaltung läuft wie geplant. Im sportlichen Bereich zehren wir von Top-Ergebnissen im Skispringen der Frauen und Männer. Der zusätzliche Wettkampf im Frauen-Team hat absolut gut getan. Es gab kaum spannenderes als die Team-Wettbewerbe in Seefeld. Ein wenig Sorgen bereitet uns noch der Langlaufbereich. Aber der neue Teamchef Peter Schlickenrieder macht seinen Job mit viel Emotionen und erste Erfolge im Nachwuchsbereich haben wir in Seefeld bereits registriert.“

Dr. Peter Kruijer (1. Vorsitzender Skiclub Oberstdorf): „Wir arbeiten daran, Wettbewerbe in der Nordischen Kombination für die Frauen in den Kalender aufzunehmen. Als Stützpunkt sollten wir dabei eine Vorreiterrolle spielen. Ansonsten ist die Stimmung im Ort im Hinblick auf die WM gut – das WM-Fieber ist bei uns schon spürbar. Direkt nach Seefeld gab es eine größere Nachfrage für Bewerbungen als Volunteers. Wir freuen uns und nehmen die positive Stimmung gleich mal mit.“

Florian Stern (Geschäftsführer Nordische Ski WM GmbH): „Nächstes Jahr ist die Generalprobe „Vor-WM“, wobei es immer noch um die ganz „normalen“ Weltcups geht. Aber die Sportler und alle Beteiligten können die neuen Strecken und Stadien ausprobieren und WM-Technisch „üben“.

Moritz Beckers-Schwarz (Geschäftsführer Nordische Ski WM GmbH): „Als Nachfolger von Robert Büchel bemühe ich mich um einen nahtlosen Übergang. Vom Profil her bleibt die Aufgabenteilung die gleiche. Ich habe hier seit dem 1. März eine erfahrene, straff organisierte Truppe kennen gelernt. Wir werden im Oktober/November mit dem Ticketverkauf starten, um den Leuten klarzumachen „Es geht schon los“. Auch die Präsenz in den sozialen Medien, die inzwischen von Jung und Alt genutzt werden, müssen wir forcieren. Und ein Rahmenprogramm erarbeiten, das generationenübergreifend begeistert.“

am 12.04.2019

Sechstes WM-Koordinations Meeting in Oberstdorf

Coordination Group Meeting mit Debrief von Seefeld 2019

Organisationskomitee berichtet für die FIS und alle Beteiligten über den aktuellen Vorbereitungsstand zur Nordischen Ski WM 2021.

Einen zweitägigen Sitzungsmarathon absolvierten die rund 60 Teilnehmer am offiziellen FIS-Debrief der Nordischen Skiweltmeisterschaften aus Seefeld 2019 und des inzwischen sechsten Besuchs der Koordinationsgruppe für die WM, die 2021 in Oberstdorf stattfindet. Anwesend waren Vertreter des Internationalen Skiverbandes FIS, des Deutschen Skiverbandes, der Vermarktungsagentur Infront, der Gemeinde Oberstdorf, aus dem Tourismus, vom Landkreis Oberallgäu, des WM-Organisationskomitees, vom Skiclub Oberstdorf, der Polizei sowie diverse Ressort-und Bereichsleiter und weitere Beteiligte.

Spannend war die ausführliche Berichterstattung der Delegation aus Seefeld, die mit ihrer WM einen grandiosen Erfolg feiern durften. In Erinnerung bleiben unter anderem die Nordische Meile für die Besucher und Fans, die erstklassigen Arbeitsbedingungen für die Medienvertreter und großartigen Wettkämpfen vor viel Publikum. Sowohl von der FIS als auch von Infront gab es zahlreiche konstruktive Tipps in Hinblick auf die kommenden Events in Planica (Skiflug-WM und Nordische Ski WM 2023) und Oberstdorf. Der nächste Schritt für Oberstdorf ist es, die Veranstaltungen im Vor-WM-Winter (Vierschanzen-Tournee, Nordic Weekend mit Weltcup Langlauf und Nordischer Kombination sowie ein Skisprung-Weltcup der Damen) als Testevents für die WM im Folgejahr zu nehmen.

Am zweiten Tag ging es vor allem um die Planung der WM in Oberstdorf. Themen wie Marketing, TV-Konzepte und -Präsenz, die Anpassung der Sportstrukturen im DSV für eine bestmögliche Vorbereitung für die Heim-WM sowie die Planungen in allen Bereichen vom Sport bis zur Unterbringung. All das soll im kommenden Winter bei den anstehenden „normalen“ Weltcup-Veranstaltungen für den „Ernstfall“ WM schon mal auf Herz und Nieren geprüft werden können.

am 20.03.2019

Nordische Kombination der Damen im Wettkampfprogramm 2021

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Premiere bei den Nordischen Ski Weltmeisterschaften in Oberstdorf

Ein großer Schritt steht für die Nordischen Kombiniererinnen bevor. Im Rahmen der FIS Nordischen Ski WM 2021 in Oberstdorf wird es erstmals auch einen Wettbewerb für die Damen geben. Damit ist neben dem erstmals in Seefeld ausgetragenen Team-Bewerb für die Skisprung Damen ein weiterer Bewerb im Programm von 23.02. – 07.03.2021 in Oberstdorf.

Neben dem etablierten FIS Youth Cup für den Nachwuchs sind die Damen derzeit im Continental Cup am Start und absolvieren hier ihre Rennen mit einem Sprung und einem anschließenden 5-Kilometer Lauf. Ebenfalls im Winter 2020/21 soll es dann auch eine Weltcup Serie geben, wo sich die Sportlerinnen für die Weltmeisterschaft qualifizieren können.

Das Organisationskomitee in Oberstdorf freut sich, diese Premiere ausrichten zu dürfen und einen weiteren spannenden Bewerb zu sehen.

am 11.03.2019

Über die Schulter geschaut

Study Group Seefeld

Oberstdorfer OK-Team nutzt den offenen Informationsaustausch mit den WM-Organisatoren in Seefeld

Die Oberstdorfer waren zu den Wettkämpfen in Seefeld nicht nur mit vielen Fans angereist, sondern auch mit einer Shadow- und Observergroup vertreten. Jene, die am Shadowing-Programm teilnahmen, begleiteten Seefelder OK-Mitarbeiter mit vergleichbaren Aufgaben, wie sie die Oberstdorfer bei der Heim-WM erwarten, um einen detaillierten Einblick in die dortige Organisation zu erhalten. Die zweite Delegation nahm am sogenannten Study-Programm teil, bei dem die Organisatoren von Seefeld Einblicke in die WM-Infrastruktur, ins Marketing, den Aufbau des Pressezentrums und vielem mehr gaben. Durch die sehr offene und bereitwillige Zusammenarbeit konnte das Oberstdorfer OK-Team viele neue Erkenntnisse gewinnen, die nun auch in die Organisation der WM in zwei Jahren in Oberstdorf mit einfließen werden.

am 07.03.2019

Großer Empfang für die WM-Helden von Seefeld, Are und Lahti

3000 begeisterte Skisportfans applaudieren

Wer erinnert sich nicht an die Bilder von Seefeld, an einen jubelnden Karl Geiger, der sich so sehr für den Mannschaftskollegen Markus Eisenbichler freute, obwohl der ihn gerade von seinem Goldplatz geschubst hatte. Oder an die gespannte Miene von Katharina Althaus, die aufgeregt auf das Ergebnis wartete, das so knapp war und ihr nach Maren Lundby dann um 0,5 Punkte zurück den Silberplatz einbrachte. Sternstunden des Wintersports waren das und eine perfekte Werbung für die Nordische Skiweltmeisterschaft, die 2021 im Heimatort der beiden erfolgreichen Oberstdorfer stattfindet.

Einen entsprechend begeisterten Empfang boten über 3000 Menschen im Nordic Park von Oberstdorf den Helden (einige mussten krankheits- oder terminbedingt absagen) von Seefeld, Are und Lahti. Ob bei den Juniorenwettkämpfen in Finnland, bei den alpinen Rennen in Schweden oder zum Schluss bei der Nordischen Ski-WM in nahen Tirol – Allgäuer Wintersportler waren überall dabei und hatten sich bei ihren Wettkämpfen stark und ungeheuer sympathisch als Botschafter für ihren Sport präsentiert.

Einen wahren Medaillenregen hatte es vor allem bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Seefeld gegeben und die Oberstdorfer Athleten waren mit achtmal Gold und Silber zurückgekehrt. Entsprechend stolz waren Bürgermeister Laurent Mies, Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer und der Präsident des Eissportclub Oberstdorf, Harald Löffler auf die erfolgreichen Botschafter des Wintersports. Dreimal Edelmetall brachten Katharina Althaus und Karl Geiger heim, die nicht nur zwei Goldmedaillen mit der Mannschaft und im Mixed-Team geholt hatten, sondern auch noch je eine Silbermedaille im Einzelspringen. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger strahlten über ihre Silbermedaille, die sie in der Staffel der Nordischen Kombinierer erkämpft hatten. Juliane Seyfarth, die am Stützpunkt in Oberstdorf trainiert, zeigte sich ebenfalls mit zweimal Gold (Mixed Team und Teamspringen) glänzend. Richard Freitag, ebenfalls im Team-Springen mit Gold in seine Wahlheimat Oberstdorf zurückgekehrt, musste den Empfang krankheitsbedingt absagen.

Vom Publikum feiern lassen durften sich nicht nur die Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaft Julian Schmid, Agnes Reisch und Philipp Raimund. Auch die Langläufer Florian Notz, Sebastian Eisenlauer, Janosch Brugger, Laura Gimmler, Pia Fink und Katharina Hennig genossen ebenso die Begeisterung des Publikums wie Manuel Schmid und Meike Pfister, die die Fahne der alpinen Skistars hochhielten.

Die Erfolgstrainer der deutschen Skispringerinnen Andreas Bauer und Kai Bracht fehlten bei dem Empfang ebenso wenig wie Eiskunstläuferin Nicole Schott. Die hat ihren großen Auftritt jedoch erst noch vor sich: Sie wird bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen Mitte März in Japan am Start sein.

Neben dem Bad in der Menge, viel Applaus und einem bunten Feuerwerk erhielten die Athleten aus den Händen von SCO-Präsidenten Dr. Peter Kruijer und Bürgermeister Laurent Mies Blumen, Geschenkgutscheine und kuschelige Fleecedecken mit dem Oberstdorf-Wappen. Der Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde beim Stehempfang im Oberstdorf Haus durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Fotos: Dominik Berchtold

am 05.03.2019

Startschuss für Oberstdorf 2021 offiziell gefallen

Fahnenübergabe im Rahmen der Schlussfeier in Seefeld 2019

Im Rahmen der Abschlussfeier der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld wurde die Fahne des Weltverband FIS offiziell an die Oberstdorfer Delegation übergeben.

Die Fahnenträger Katharina Althaus, Julian Schmid und Nicole Fessel vom Skiclub Oberstdorf sowie Bürgermeister Laurent Mies, Dr. Peter Kruijer (Präsident des Skiclubs Oberstdorf) und Landrat Anton Klotz trugen die Fahne mit Stolz und Vorfreude aus dem Stadion. Mit seinen modernen Sportstätten und Gastfreundschaft werden die Marktgemeinde Oberstdorf und die gesamte Region Allgäu Sportler und Besucher aus aller Welt begrüßen und vom 23. Februar bis 07. März 2021 das nächste Großereignis des nordischen Skisports veranstalten.

Franz Steinle, DSV-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Organisationskomitees, nahm die Fahne von FIS-Präsident Gian Franco Kasper entgegen und freut sich „ungeheuerlich“ auf die kommenden 722 Tage bis zu den 53. FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften im eigenen Land.
Bis dahin steht aber für alle Beteiligten noch ein großes Stück Arbeit auf dem Plan, um gerüstet zu sein für spannende Wettkämpfe in Oberstdorf.

Foto: Ralf Lienert
Von links nach rechts: Katharina Althaus, Nicole Fessel, Julian Schmid, Dr. Franz Steinle, Laurent Mies, Anton Klotz, Dr. Peter Kruijer

am 05.03.2019

Neuer Geschäftsführer für Nordische Ski WM GmbH:

Moritz Beckers-Schwarz

Marketing-Experte aus Schalke kommt nach Oberstdorf

Moritz Beckers-Schwarz aus Gelsenkirchen wird nach einstimmigem Beschluss aller Gesellschafter zweiter Geschäftsführer der FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH. Der 38-jährige Marketing-Experte tritt damit die Nachfolge von Robert Büchel an, der aus privaten Gründen um die Auflösung seines Vertrages gebeten hatte.

Wie bereits sein Vorgänger zeichnet Beckers-Schwarz sich als hauptamtlicher Geschäftsführer vornehmlich für die Bereiche Marketing, Ticketing, Kommunikation und Tourismus verantwortlich.

Inhaltlich und thematisch betritt der gebürtige Rheinländer damit trotz des Ortswechsels nach Oberstdorf kein Neuland: Als Vorsitzender der Geschäftsführung der FC Schalke 04 Arena Management GmbH war Beckers-Schwarz unter anderem für die Vermarktung der Arena „Auf Schalke“ sowie für die Organisation der Fußballspiele und aller weiteren Veranstaltungen wie beispielsweise der Biathlon World Team Challenge zuständig.

Durch die Zusammenarbeit beim weltweit größten Biathlon-Event Auf Schalke ist Beckers-Schwarz bereits seit vielen Jahren bestens im Deutschen Skiverband bekannt. Entsprechend zufrieden äußert sich Dr. Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der WM-GmbH über die erfolgreiche Neubesetzung der Geschäftsführer-Position: „Wir haben Moritz Beckers-Schwarz in seiner Zeit bei Schalke 04 als fachlich kompetenten und wintersport-affinen Teamplayer kennen- und schätzen gelernt. Entsprechend glücklich sind wir, dass wir nun so schnell einen geeigneten Nachfolger für Robert Büchel gefunden haben, der uns ja leider aus familiären Gründen verlassen muss.“

Auch Moritz Beckers-Schwarz freute sich bei der offiziellen Vorstellung beim „Oberstdorf-Abend“ in Seefeld auf die neue berufliche Herausforderung: „Die World Team Challenge auf Schalke gehörte nicht zuletzt wegen der tollen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband zu meinen schönsten und erfolgreichsten Projekten. Die Ski-WM in Oberstdorf ist deshalb eine ganz besondere und spannende Herausforderung, die ich wirklich sehr gerne annehme.“

am 05.02.2019

WM in Seefeld lockt mit kostenloser Anreise

C. Scherer Snowie S. Kraft J. Schmid

Organisatoren der Titelkämpfe in Tirol rühren in Oberstdorf die Werbetrommel

Die Organisatoren der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld, die am 19. Februar beginnt und bei der bis 3. März 66 Medaillen im Skispringen und in der Nordischen Kombination vergeben werden, haben beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt. Generalsekretär Christian Scherer, Pressechef Joe Schmid und Skisprung-Ass Stefan Kraft wollen vor allem den Skisport-Fans aus Deutschland einen Ausflug zur WM schmackhaft machen. Dazu zählt vor allem eine kostenlose Anreise mit dem Zug. "Wer eine Eintrittskarte erwirbt, kann von München die Werdenfels-Bahn bis Seefeld kostenlos für die An- und Abreise nutzen", verkündete Scherer. Wer mit dem Auto anreist, könne auf kostenlose Parkplätze und Shuttle-Busse zurückgreifen.

In einer vom ehemaligen ARD-Sportkoordinator Werner Rabe moderierten Pressekonferenz zeigten sich die Organisatoren mit dem bisherigen Ticket-Vorverkauf sehr zufrieden. 135 000 Eintrittskarten seien bereits an den Wintersportfan gebracht. Gleichwohl werden die WM-Organisatoren zusammen mit dem Österreichischen Skiverband die Werbe- und PR-Maßnahmen in den nächsten Tagen vor allem auf dem deutschen und österreichischen Markt noch intensivieren. Die Nachfrage sei gerade in Norwegen bisher sehr groß.

Der ÖSV glaubt, nun auch mit den österreichischen Sportlern jede Menge Zugpferde zu haben. "Wir haben schon ein bisschen gezittert in den letzten Wochen, als die Leistungen der ÖSV-Skispringer nicht so rosig waren", gestand Schmid. Nun habe man aber vor allem mit Stefan Kraft wieder ein ganz heißes Eisen im Feuer. Auch bei den Kombinierern gäbe es hoffnungsvolle Aspiranten auf Gold, Silber und Bronze. Lediglich im Langlauf könne man nicht mit absoluten Spitzenplätzen rechnen. "Eigentlich haben wir mit Teresa Stadlober nur eine Sportlerin, die mitmischen kann. Wir hoffen, dass es gelingt, wenn nicht, wird die Welt auch nicht untergehen", hängt Schmid die Erwartungen bewusst niedrig.

Scherer unterstrich, dass die WM-Vorbereitungen bereits in vollem Gange sind. "Alles ist auf Schiene", so Scherer, sowohl beim Aufbau der Zuschauer-Tribünen als auch des Pressezentrums. 450 Medienvertreter und Fotografen werden in Tirol erwartet, 22 TV-Stationen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Die WM-Organisatoren brachten noch einmal ihre Freude zum Ausdruck, dass der Teamwettbewerb beim Frauen-Skispringen nun doch noch ins Programm aufgenommen wurde. Damit werde der 26. Februar zum "Super-Tuesday". "Da wollen wir ein volles Haus haben", sagte Scherer, und versprach, die Ticketpreise für diesen Tag trotz eines zusätzlichen Wettkampfs nicht extra anzuheben.

Neben den über 700 Athleten aus 62 Nationen (darunter auch Madagaskar) erwarte man in Seefeld auch jede Menge Prominenz. So gibt es bereits die Zusage, dass die Königshäuser von Norwegen und Schweden sowie hochrangige Politiker aus der ganzen Welt nach Tirol kommen werden. Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehe auf der Gästeliste.

Nach den jüngsten Erfolgen im Weltcup freut sich auch Stefan Kraft auf die WM in Seefeld. "Ich bin überzeugt, das wird ein Riesenerlebnis für die Zuschauer. Auch für uns Sportler wird das eine Megaveranstaltung. Ich will mir nicht zu viel Druck machen, aber eine Heim-WM passiert dir halt nur einmal in der Karriere. Da will man natürlich besonders gut abschneiden." Dass die nächsten beiden Weltmeisterschaften, Seefeld 2019 und Oberstdorf 2021, geographisch so nah beieinander liegen, sei für die Fans in Deutschland und Österreich "einfach nur genial". Sprach's, stellte sich mit dem WM-Maskottchen "Snowie" zum Fotoshooting, ging zur Schanze - und sprang aufs Podest. Eine bessere Werbung für die Heim-WM kann Kraft nicht machen...

Die Fotos (alle von Ralf Lienert) zeigen
(1) Generalsekretär Christian Scherer, Maskottchen "Snowie", Stefan Kraft und WM-Pressechef Josef Schmid
(2) ÖSV-Adler Stefan Kraft mit Seefeld-Maskottchen "Snowie"
(3) Generalsekretär Christian Scherer und WM-Pressechef Josef Schmid

am 16.01.2019

Geschäftsführer Robert Büchel verlässt Nordische Ski WM GmbH

Robert Büchel

Familiäre Gründe

Geschäftsführer Robert Büchel verlässt die FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH. Der 50-jährige Unternehmensberater bat aus dringenden privaten Gründen zum frühest möglichen Zeitpunkt um die Auflösung seines Vertrags. Als einer von zwei Geschäftsführern zeichnete Büchel vor allem für die Bereiche Marketing, Kommunikation, Medien, Ticketing und Tourismus verantwortlich. Wer diese Aufgaben zukünftig übernehmen soll, steht noch nicht fest.

Dr. Franz Steinle, DSV-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der WM-GmbH: „Robert Büchel war für uns die Ideal-Besetzung als Geschäftsführer. Wir hatten Robert Büchel seitens des DSV als zweiten Geschäftsführer neben Florian Stern vorgeschlagen, weil wir ihn in unserer langjährigen Zusammenarbeit als äußerst kompetenten und 100 Prozent verlässlichen Kollegen kannten. Aus dem Kollegen ist in den vergangenen Monaten in Oberstdorf ein echter Skifreund geworden, den wir nur ungern ziehen lassen. Ihn zu ersetzen wird ganz sicher nicht einfach. Aber natürlich geht die Familie vor. Deshalb versuchen wir gemeinsam mit Robert, eine zeitnahe und gute Lösung für seine Familie und die WM GmbH, zu finden.“

„Die Entscheidung fällt mir alles andere als leicht“, erklärte Robert Büchel. „Ich habe in Oberstdorf die besten Rahmenbedingungen und das beste Team, das man sich für eine solche Aufgabe wünschen kann. Auch die Zusammenarbeit mit meinem Geschäftsführer-Kollegen Florian Stern ist wirklich hervorragend. Ich möchte deshalb ausdrücklich betonen, dass es ausschließlich private Gründe sind, die es für mich und meine Familie notwendig machen, diesen Schritt zu gehen. Natürlich stehe ich der GmbH und Oberstdorf noch so lange zur Verfügung, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Gleichzeitig ist es für mich selbstverständlich, dass ich die Übergabe- und Einarbeitungsphase des neuen Geschäftsführers falls gewünscht auch nach Beendigung meines Vertrags begleite.“

Wer zukünftig neben Florian Stern, der vornehmlich für den Bereich „Sport“ verantwortlich ist, die Funktion des zweiten Geschäftsführers übernimmt, soll möglichst zeitnah entschieden werden.

„Bis zur WM 2021 ist glücklicherweise noch ausreichend Zeit“, so Dr. Franz Steinle, „aber natürlich ist es in unser aller Interesse, dass die Vorbereitungen so gut und konstruktiv weitergehen, wie in den zurückliegenden Monaten. Von daher ist es dringend notwendig, die Position so schnell wie möglich adäquat zu besetzen.“

am 16.01.2019

Für die WM 2021 rollen die Räder

Verena Sternitzke und Tobias Angerer

Oberstdorf macht mobil für das Großereignis 2021

Für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf rollen die Räder: Ein begehbares Werbemobil mit dem Logo für die WM auf den Seitenwänden und jeder Menge Info-Material über das Großevent (23. Februar bis 07. März 2021) reist derzeit von einem Winter-Sportereignis zum anderen. Premiere gefeiert hat der Anhänger bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf, sorgte aber auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen für viel Aufmerksamkeit. Bei der „Tour de Ski“ in Oberstdorf war auch einer der prominenten WM-Botschafter, Tobias Angerer, an Bord. Wie Verena Sternitzke (Eventmanagement für die WM 2021) berichtete, soll das Mobil nach seinem Zwischenstopp in der Heimat die Reise fortsetzen nach Seefeld, dem Austragungsort der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2019, wo für Oberstdorf schon mal die Werbetrommel gerührt werden soll.